Kontrollstuhlraum
- Sandra Nelson
- Air Force Offizier
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- Registriert: 30.05.2009, 16:55
Aufmerksam hörte Sandy zu, als Doktor Beckett den Funkspruch von Doktor Weir beantwortete. Besser hätte sie ihre aktuelle Situation eigentlich auch nicht beschreiben können. Wahrscheinlich war es Doktor Beckett sogar besser gelungen zu erklären, welche Auswirkungen die Phasenverschiebung haben könnte, denn sie wäre während ihrer Erklärung sicherlich wieder einmal über ihre eigenen Worte gestolpert oder hätte sich in unwichtigen technischen Details verloren.
Als Doktor Beckett anmerkte, dass er nicht wusste, wie lange der Colonel die Phasenverschiebung noch kompensieren konnte, blickte Sandy besorgt zu dem Teamleiter von SGA-1. Nur vor einigen Minuten hatte er noch so entspannt und geradezu zufrieden gewirkt, doch nun war sein gesamter Körper angespannt. Er schienen einen Kampf zu führen, den er auf jeden Fall verlieren würde, wenn das Hyperraumaggregat nicht repariert werden würde. Wüsste Sandy etwas mehr über die Technologie der Antiker, würde sie anbieten den Techniker, der gewiss schon an dem Problem arbeitete, zu unterstützen, aber vermutlich würde sie ihm nur im Weg stehen. Sie war hier wohl am besten aufgehoben, wo sie die Energieversorgung im Auge behalten und gegebenenfalls Doktor Beckett und Colonel Sheppard unterstützen konnte.
Doktor Beckett hatte gerade seine Antwort an Doktor Weir beendet, als der Colonel wieder irgendetwas flüsterte. Sie verstand zwar nicht genau, was er sagte, aber das Wort ‘Rodney’ war sehr deutlich zu verstehen. Sandy konnte sich sehr gut vorstellen, dass der Colonel über die internen Sensoren der Stadt mitbekommen hatte, dass sein Teamkamerad an dem Problem arbeitete und ihm nun irgendetwas mitteilen wollte. Fragend blickte sie zu Doktor Beckett in der Hoffnung, dass er die Worte des Colonels vielleicht besser verstanden hatte, als plötzlich ein Ruck durch die Stadt ging. Erschrocken versuchte Sandy sich noch an ihrer Konsole festzuhalten, doch es gelang ihr nicht und sie stürzte zu Boden. Kurz stöhnte sie, als ihr die Luft aus den Lungen gepresst wurde. Doch obwohl sie sich nach dem Sturz ein wenig unwohl fühlte, kämpfte sie sich schnell wieder auf die Beine und wandte sich ihrer Konsole zu.
Nachdem sie bereits einmal den Status der Hyperraumtriebwerke abgerufen hatte, fiel es ihr nicht schwer erneut die entsprechenden Daten aufzurufen. Die Phasenverschiebung des beschädigten Aggregats hatte einen kritischen Punkt erreicht. Wenn es Doktor McKay nicht bald gelang das Aggregat zu reparieren, würden sie aus dem Hyperraum fallen. Besorgt sah Sandy zu Doktor Beckett. Das Herz schlug ihr bis zum Hals, denn wenn sie unkontrolliert aus dem Hyperraum geschleudert werden würden, war es äußerst wahrscheinlich, dass sie alle sterben würden. Und da war noch etwas. Ihre Finger zitterten vor Anspannung, während sie die Daten des Hyperraumtriebwerks noch einmal aufrief. Die Phasenverschiebung der Hyperraumblase begann den Hyperraum selbst zu beeinflussen.
Angespannt schluckte Sandy und aktivierte dann ihr Headset. “Doktor Weir, hier ist Lieutenant Nelson, die Phasenverschiebung des Hyperraumtriebwerks scheint den Subraum zu stören. Können Sie diese Beobachtung bestätigen? Nelson Ende.”, fragte sie und sah dann zu Doktor Beckett.
“Es sieht gar nicht gut aus.”, fasste sie ihre Situation zusammen, obwohl der Ausdruck auf Colonel Sheppards Gesicht eigentlich bereits alles sagte.
Noch nie hatte sie den Colonel so angespannt und besorgt gesehen. Und ihre Situation schien sich noch weiter zu verschlimmern. Erneut wurde Atlantis durchgeschüttelt. Doch dieses Mal gelang es Sandy sich auf den Beinen zu halten. Dieses verdammte Aggregat. Dabei hatten sie bei ihren Vorbereitungen keine Schäden an Aggregat 2 feststellen können. Der Fehler musste also während des Fluges aufgetreten sein. “Ist alles in Ordnung bei Ihnen, Doktor?”, fragte sie Carson kurz, bevor sie wieder einen Blick auf ihre Konsole warf.
Die Phasenverschiebung schien zwar endlich verschwunden zu sein, doch die letzte Phasenumkehr hatte dafür gesorgt, dass sie in eine Subraumblase geschleudert worden waren. An ihrer Konsole konnte Sandy mitbeobachten, wie der Colonel versuchte Atlantis aus dem Hyperraum fallen zu lassen. Aber es gelang ihm nicht. Die Subraumblase drohte Atlantis zu zerquetschen und Sheppard leitete wieder genügend Energie in die Triebwerke, um zu verhindern, dass Atlantis Schaden nahm. Das Problem war nur, dass er offensichtlich immer mehr Energie in die Triebwerke leiten musste. Schon jetzt konnten sie den gewaltigen Energiebedarf kaum noch decken und es wurde von Minute zu Minute schlimmer. Irgendwie musste es ihnen gelingen der Subraumblase zu entkommen. Sandy hatte jedoch keine Idee, wie sie das anstellen sollten. Vielleicht konnten sie die Situation, die sie in die Blase gebracht hatte, reproduzieren und dadurch wieder zurück in den normalen Subraum gelangen. Es war aber auch durchaus möglich, dass ihre Situation sich dadurch noch beträchtlich verschlimmern würde. Aber vielleicht würde Doktor McKay etwas einfallen. Immerhin war er schon deutlich länger in Atlantis und kannte die Stadt wahrscheinlich wie seine eigene Westentasche.
Plötzlich begann der Bildschirm von Sandys Konsole zu flackern und Funken stoben aus den Kontrolltasten und der Basis des Kontrollstuhls. Erschrocken sprang Sandy ein Stück zurück und sah dann besorgt zum Chefarzt der Expedition. Sie konnte gar nicht sagen, wie viel Angst sie aktuell hatte. Wenn ihre Berechnungen stimmten, dann hatten sie noch eine Viertelstunde, bis die Systeme von Atlantis und der Rapiditas überlastet werden würden und die Subraumblase die Stadt zerquetschen würde.
Als Doktor Beckett anmerkte, dass er nicht wusste, wie lange der Colonel die Phasenverschiebung noch kompensieren konnte, blickte Sandy besorgt zu dem Teamleiter von SGA-1. Nur vor einigen Minuten hatte er noch so entspannt und geradezu zufrieden gewirkt, doch nun war sein gesamter Körper angespannt. Er schienen einen Kampf zu führen, den er auf jeden Fall verlieren würde, wenn das Hyperraumaggregat nicht repariert werden würde. Wüsste Sandy etwas mehr über die Technologie der Antiker, würde sie anbieten den Techniker, der gewiss schon an dem Problem arbeitete, zu unterstützen, aber vermutlich würde sie ihm nur im Weg stehen. Sie war hier wohl am besten aufgehoben, wo sie die Energieversorgung im Auge behalten und gegebenenfalls Doktor Beckett und Colonel Sheppard unterstützen konnte.
Doktor Beckett hatte gerade seine Antwort an Doktor Weir beendet, als der Colonel wieder irgendetwas flüsterte. Sie verstand zwar nicht genau, was er sagte, aber das Wort ‘Rodney’ war sehr deutlich zu verstehen. Sandy konnte sich sehr gut vorstellen, dass der Colonel über die internen Sensoren der Stadt mitbekommen hatte, dass sein Teamkamerad an dem Problem arbeitete und ihm nun irgendetwas mitteilen wollte. Fragend blickte sie zu Doktor Beckett in der Hoffnung, dass er die Worte des Colonels vielleicht besser verstanden hatte, als plötzlich ein Ruck durch die Stadt ging. Erschrocken versuchte Sandy sich noch an ihrer Konsole festzuhalten, doch es gelang ihr nicht und sie stürzte zu Boden. Kurz stöhnte sie, als ihr die Luft aus den Lungen gepresst wurde. Doch obwohl sie sich nach dem Sturz ein wenig unwohl fühlte, kämpfte sie sich schnell wieder auf die Beine und wandte sich ihrer Konsole zu.
Nachdem sie bereits einmal den Status der Hyperraumtriebwerke abgerufen hatte, fiel es ihr nicht schwer erneut die entsprechenden Daten aufzurufen. Die Phasenverschiebung des beschädigten Aggregats hatte einen kritischen Punkt erreicht. Wenn es Doktor McKay nicht bald gelang das Aggregat zu reparieren, würden sie aus dem Hyperraum fallen. Besorgt sah Sandy zu Doktor Beckett. Das Herz schlug ihr bis zum Hals, denn wenn sie unkontrolliert aus dem Hyperraum geschleudert werden würden, war es äußerst wahrscheinlich, dass sie alle sterben würden. Und da war noch etwas. Ihre Finger zitterten vor Anspannung, während sie die Daten des Hyperraumtriebwerks noch einmal aufrief. Die Phasenverschiebung der Hyperraumblase begann den Hyperraum selbst zu beeinflussen.
Angespannt schluckte Sandy und aktivierte dann ihr Headset. “Doktor Weir, hier ist Lieutenant Nelson, die Phasenverschiebung des Hyperraumtriebwerks scheint den Subraum zu stören. Können Sie diese Beobachtung bestätigen? Nelson Ende.”, fragte sie und sah dann zu Doktor Beckett.
“Es sieht gar nicht gut aus.”, fasste sie ihre Situation zusammen, obwohl der Ausdruck auf Colonel Sheppards Gesicht eigentlich bereits alles sagte.
Noch nie hatte sie den Colonel so angespannt und besorgt gesehen. Und ihre Situation schien sich noch weiter zu verschlimmern. Erneut wurde Atlantis durchgeschüttelt. Doch dieses Mal gelang es Sandy sich auf den Beinen zu halten. Dieses verdammte Aggregat. Dabei hatten sie bei ihren Vorbereitungen keine Schäden an Aggregat 2 feststellen können. Der Fehler musste also während des Fluges aufgetreten sein. “Ist alles in Ordnung bei Ihnen, Doktor?”, fragte sie Carson kurz, bevor sie wieder einen Blick auf ihre Konsole warf.
Die Phasenverschiebung schien zwar endlich verschwunden zu sein, doch die letzte Phasenumkehr hatte dafür gesorgt, dass sie in eine Subraumblase geschleudert worden waren. An ihrer Konsole konnte Sandy mitbeobachten, wie der Colonel versuchte Atlantis aus dem Hyperraum fallen zu lassen. Aber es gelang ihm nicht. Die Subraumblase drohte Atlantis zu zerquetschen und Sheppard leitete wieder genügend Energie in die Triebwerke, um zu verhindern, dass Atlantis Schaden nahm. Das Problem war nur, dass er offensichtlich immer mehr Energie in die Triebwerke leiten musste. Schon jetzt konnten sie den gewaltigen Energiebedarf kaum noch decken und es wurde von Minute zu Minute schlimmer. Irgendwie musste es ihnen gelingen der Subraumblase zu entkommen. Sandy hatte jedoch keine Idee, wie sie das anstellen sollten. Vielleicht konnten sie die Situation, die sie in die Blase gebracht hatte, reproduzieren und dadurch wieder zurück in den normalen Subraum gelangen. Es war aber auch durchaus möglich, dass ihre Situation sich dadurch noch beträchtlich verschlimmern würde. Aber vielleicht würde Doktor McKay etwas einfallen. Immerhin war er schon deutlich länger in Atlantis und kannte die Stadt wahrscheinlich wie seine eigene Westentasche.
Plötzlich begann der Bildschirm von Sandys Konsole zu flackern und Funken stoben aus den Kontrolltasten und der Basis des Kontrollstuhls. Erschrocken sprang Sandy ein Stück zurück und sah dann besorgt zum Chefarzt der Expedition. Sie konnte gar nicht sagen, wie viel Angst sie aktuell hatte. Wenn ihre Berechnungen stimmten, dann hatten sie noch eine Viertelstunde, bis die Systeme von Atlantis und der Rapiditas überlastet werden würden und die Subraumblase die Stadt zerquetschen würde.
- Carson Beckett
- Chefarzt Atlantis
- Beiträge: 73
- Registriert: 10.10.2015, 10:12
Carsons Blick war besorgt zwischen dem in Trance befindlichen Piloten, dem Monitor mit seinen EEG Werten und auch der jungen Physikerin an ihrer Konsole hin und her gewandert, während ihm die verstreichenden Sekunden beinahe wie Stunden vorkamen. Er spürte die ersten leichten Magenkrämpfe auftauchen, mit denen er häufig zu tun hatte, wenn er sich in einer Situation befand, deren Entwicklung er vollkommen ausgeliefert war. Es war nie ein angenehmes Gefühl nur daneben stehen zu können, während andere die Arbeit leisten mussten, die erforderlich war um aus einer brenzlichen Situation wieder hinaus zu kommen. Und das bevorzugt lebendig…
Wieso konnte eigentlich nicht einmal alles glatt laufen in dieser Galaxie? Wobei es genau genommen unfair war, solche Entwicklungen alleine auf die Pegasus Galaxie oder diese Stadt hier schieben zu wollen. Er hatte ja auch schon einiges in seinem Leben auf der Erde erlebt. Doch seit seinem ersten Kontakt zum Stargate Projekt hatte es definitiv eine deutliche Verschiebung der Wahrscheinlichkeiten gegeben. Vielleicht kam mit der Nutzung solch fortschrittlicher Alientechnologie und der Erweiterung des Horizonts über den eigenen Planeten und sogar die eigene Galaxie hinaus, einfach ein neues Kräfteverhältnis zustande. Er war niemand, der an Dinge wie das Schicksal glaubte, aber manchmal hatte er den Eindruck, dass an Murphys Gesetzt „Anything that can go wrong will go wrong“ durchaus etwas dran sein konnte. Es blieb daher nur darauf zu hoffen, dass die Ergänzung, die er vor einiger Zeit hierzu gelesen hatte, ebenso zutreffend war und man irgendwie immer jemanden fand, der alles wieder in Ordnung bringen konnte.
Als der Colonel leise etwas vor sich hin murmelte, bemühte Carson sich erneut darum die Worte zu verstehen. Der winzige Ansatz eines Lächelns erschien dabei auf seinen Mundwinkeln, als er realisierte, dass diese Worte an den Physiker von SGA-1 gerichtet waren. Rodney McKay gehörte zweifellos zu den Personen, die in der Lage waren das Unmögliche möglich zu machen. Auch wenn sich dieser Umstand in der Vergangenheit nicht nur positiv auf seine Charakter und sein Verhalten gegenüber anderen ausgewirkt hatte. Wenn Rodney an der Sache dran war, dann war das für Carson Grund genug sich zusammen zu reißen und auf den Kanadier zu vertrauen. Vielleicht war der Ausgang nicht die absolute Ideallösung, aber das Wichtigste war der Schutz dieser Stadt und seiner Bewohner. Alles andere kam danach und sie würden das Notwendige Stück für Stück abarbeiten. So wie sie es schon so häufig getan hatten.
Die Gedanken des Mediziners wurden unsanft unterbrochen, als es mit einem Male eine starke Erschütterung gab. Für einen kurzen Augenblick hatte er den Eindruck, dass ihm der Boden unter den Füßen weggerissen wurde, aber er hatte günstig gestanden und stolperte nur ein kleines Stück zur Seite, ehe er mit der Hüfte gegen die Lehne des Kontrollstuhls stieß. Instinktiv hatte er nebenher nach seinen Gerätschaften gegriffen und mit einer Hand auch das Nötigste zu greifen bekommen. Er musste daher Gott sei Dank nicht mitansehen, wie sein EEG Gerät auf den Boden aufschlug und dadurch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit seine Funktionsfähigkeit verlor. Allerdings hatten sich einige Verbindungskabel der Elektroden gelöst, weshalb ihm direkt entsprechende Fehlausleitungen auf dem Monitor angezeigt wurden. Eine fundierte Interpretation der Daten war so kaum noch möglich. Aber er hatte kurz vor dem Ruck auf den Monitor gesehen und brauchte daher für den Moment keine Wellenlinien, um zu wissen, dass Sheppards Gehirn einer Horde von Stressfaktoren ausgesetzt war und trotzdem dabei war mehr zu leisten, als es notwendig sein sollte.
Bevor Carson sich der Wideraufnahme des EEG widmen wollte, ließ er seinen Blick prüfend durch den Raum wandern. An erster Stelle stand für ihn die Frage, ob jemand verletzt war und akut Hilfe brauchte. John lag weiterhin unverändert in dem Kontrollstuhl, wobei das Gesicht des Offiziers inzwischen noch deutlicher seine Anspannung ausdrückte. Seine Stirn war in Falten gelegt und der Schotte spürte, wie seine innerlichen Sorgen bereits wieder Fahrt aufnahmen. Sein Blick wanderte weiter zu Sandra Nelson, die sich gerade vom Boden aufzurappeln schien.
„Lieutenant, ist alles in Ordnung bei Ihnen?“, fragte er direkt und zögerte auch nicht seinen Platz neben Sheppard zu verlassen und zu ihr hinüber zu gehen. Sie wirkte etwas blass um die Nase. Der Chefarzt beobachtete, wie die Offizierin bereits wieder an ihrer Konsole arbeitete und warf von der Seite ebenfalls einen Blick auf die dortigen Anzeigen. Er konnte nicht wirklich etwas mit diesen Daten anfangen, aber dafür umso mehr mit der Körpersprache der jungen Frau. Ihre Hände zitterten, während sie eilig über die Tastatur glitten und diverse Befehle eingaben.
Angespannt wartete er ab und lauschte dem Funkspruch, denn die Offizierin an Dr. Weir absetzte. Das klang nicht gut… echt gar nicht gut...
Der Schotte machte auf dem Absatz kehrt und lief zu seiner eigenen technischen Ausstattung zurück. Sein Blick war dabei auf Colonel Sheppards Statur und seine Mimik gerichtet. Er hoffte inständig, dass sich die Probleme der Stadt nicht irgendwie auf den Piloten rückkoppelten. Aber er konnte das leider nicht ausschließen, da er einfach immer noch viel zu wenig über die Antikertechnologie und ihre Funktionsweise wusste. Und selbst wenn sich seine Befürchtung bestätigen sollte, stellte ihn das nur vor ein weiteres Dilemma, das nicht so einfach zu lösen war.
Auch wenn er es als seine Lebensaufgabe sah das Leben wo es nur ging zu erhalten und Schaden von den Menschen, für die er sich verantwortlich fühlte, abzuwenden, so war ihm doch auch schmerzlich bewusst, dass das manchmal eine Abwägungssache war. In einer Situation wie jetzt konnte er John unmöglich einfach aus diesem Stuhl zerren. Nicht solange er noch dabei war für sie und den Erhalt von Atlantis zu kämpfen und es niemanden hier gab, der diesen Kampf besser ausführen konnte…
Eilig machte sich Carson daran die Elektroden wieder vollständig anzuschließen, als bereits ein weiterer Ruck die Stadt um sie herum durchzog. Gerade so gelang es ihm sich an der Lehne des Kontrollstuhls festzuhalten und ebenso seine Ausrüstung zu stabilisieren. Verdammt, wenn das so weiter ging, konnte er das EEG vergessen!
„Aye, aye, Liebes“, antwortete Carson nur knapp auf die Frage von Sandra Nelson, ob bei ihm alles in Ordnung sei. Parallel legte er noch etwas an Tempo zu, als er nun erneut begann die Elektroden wieder anzuschließen, deren Verbindungen so unsanft unterbrochen wurden. Er brauchte unbedingt diese Daten, um zu wissen, was mit Sheppard los war! Er war sich sicher, dass sie mit Worten nicht mehr zu dem Piloten durchdringen konnte. Das war ja schon eine schwierige Sache, wenn alle Systeme im Normalbereich liefen… Hier konnte vermutlich eine Granate hochgehen, ohne dass der Colonel es realisierte. Er mochte sich nicht ausmalen, welcher immensen Daten- und Aufgabenflut John gerade ausgesetzt war.
Sobald das letzte Kabel angeschlossen war, griff Carson mit der rechten Hand an den Hals des Colonels, um an der Schlagader nach seinem Puls zu fühlen. Parallel blickte er eindringlich auf den Monitor, auf dem sich das Wellenbild langsam wieder vervollständigte. Für einige Sekunden beobachtete er einfach still das auf und ab der farbigen Linien und verfolgte aufmerksam die Pulsfrequenz des Piloten.
Sein Blick wanderte kurz zu Lieutenant Nelson, als er schließlich sein Funkgerät aktivierte und mit unnatürlich ruhiger Stimme seine Feststellungen mitteilte:
„Carson an Dr. Weir! Die Werte von Colonel Sheppard sprengen alles, was ich noch als halbwegs ungefährlich einstufen würde. Seine Pulsfrequenz weist die ersten Unregelmäßigkeiten auf. Ich habe keine Ahnung, wie lange er das noch aushält, ehe es zu Kammerflimmern kommt. Carson, Ende.“
Der Mediziner beugte sich zu dem Rucksack mit seiner Erste Hilfe Ausrüstung vor und griff gezielt nach diversen Gegenständen. Er legte kleine Ampullen bereit, dazu Kanülen und Spritzen. Um Lieutenant Nelson nicht völlig auszuschließen, wandte er sich nebenher mit seinen Worten an sie:
„Ich wage es nicht dem Colonel jetzt etwas zu spritzen, wo er jeden seiner Sinne braucht. Aber wenn das so weiter geht, befürchte ich, dass sein Leben beziehungsweise Überleben von diesen Mitteln abhängen könnte. Bitte sagen sie mir Bescheid, wenn Sie an Ihren Systemen irgendwelche gravierenden Änderungen feststellen können. Egal in welche Richtung.“
Wieso konnte eigentlich nicht einmal alles glatt laufen in dieser Galaxie? Wobei es genau genommen unfair war, solche Entwicklungen alleine auf die Pegasus Galaxie oder diese Stadt hier schieben zu wollen. Er hatte ja auch schon einiges in seinem Leben auf der Erde erlebt. Doch seit seinem ersten Kontakt zum Stargate Projekt hatte es definitiv eine deutliche Verschiebung der Wahrscheinlichkeiten gegeben. Vielleicht kam mit der Nutzung solch fortschrittlicher Alientechnologie und der Erweiterung des Horizonts über den eigenen Planeten und sogar die eigene Galaxie hinaus, einfach ein neues Kräfteverhältnis zustande. Er war niemand, der an Dinge wie das Schicksal glaubte, aber manchmal hatte er den Eindruck, dass an Murphys Gesetzt „Anything that can go wrong will go wrong“ durchaus etwas dran sein konnte. Es blieb daher nur darauf zu hoffen, dass die Ergänzung, die er vor einiger Zeit hierzu gelesen hatte, ebenso zutreffend war und man irgendwie immer jemanden fand, der alles wieder in Ordnung bringen konnte.
Als der Colonel leise etwas vor sich hin murmelte, bemühte Carson sich erneut darum die Worte zu verstehen. Der winzige Ansatz eines Lächelns erschien dabei auf seinen Mundwinkeln, als er realisierte, dass diese Worte an den Physiker von SGA-1 gerichtet waren. Rodney McKay gehörte zweifellos zu den Personen, die in der Lage waren das Unmögliche möglich zu machen. Auch wenn sich dieser Umstand in der Vergangenheit nicht nur positiv auf seine Charakter und sein Verhalten gegenüber anderen ausgewirkt hatte. Wenn Rodney an der Sache dran war, dann war das für Carson Grund genug sich zusammen zu reißen und auf den Kanadier zu vertrauen. Vielleicht war der Ausgang nicht die absolute Ideallösung, aber das Wichtigste war der Schutz dieser Stadt und seiner Bewohner. Alles andere kam danach und sie würden das Notwendige Stück für Stück abarbeiten. So wie sie es schon so häufig getan hatten.
Die Gedanken des Mediziners wurden unsanft unterbrochen, als es mit einem Male eine starke Erschütterung gab. Für einen kurzen Augenblick hatte er den Eindruck, dass ihm der Boden unter den Füßen weggerissen wurde, aber er hatte günstig gestanden und stolperte nur ein kleines Stück zur Seite, ehe er mit der Hüfte gegen die Lehne des Kontrollstuhls stieß. Instinktiv hatte er nebenher nach seinen Gerätschaften gegriffen und mit einer Hand auch das Nötigste zu greifen bekommen. Er musste daher Gott sei Dank nicht mitansehen, wie sein EEG Gerät auf den Boden aufschlug und dadurch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit seine Funktionsfähigkeit verlor. Allerdings hatten sich einige Verbindungskabel der Elektroden gelöst, weshalb ihm direkt entsprechende Fehlausleitungen auf dem Monitor angezeigt wurden. Eine fundierte Interpretation der Daten war so kaum noch möglich. Aber er hatte kurz vor dem Ruck auf den Monitor gesehen und brauchte daher für den Moment keine Wellenlinien, um zu wissen, dass Sheppards Gehirn einer Horde von Stressfaktoren ausgesetzt war und trotzdem dabei war mehr zu leisten, als es notwendig sein sollte.
Bevor Carson sich der Wideraufnahme des EEG widmen wollte, ließ er seinen Blick prüfend durch den Raum wandern. An erster Stelle stand für ihn die Frage, ob jemand verletzt war und akut Hilfe brauchte. John lag weiterhin unverändert in dem Kontrollstuhl, wobei das Gesicht des Offiziers inzwischen noch deutlicher seine Anspannung ausdrückte. Seine Stirn war in Falten gelegt und der Schotte spürte, wie seine innerlichen Sorgen bereits wieder Fahrt aufnahmen. Sein Blick wanderte weiter zu Sandra Nelson, die sich gerade vom Boden aufzurappeln schien.
„Lieutenant, ist alles in Ordnung bei Ihnen?“, fragte er direkt und zögerte auch nicht seinen Platz neben Sheppard zu verlassen und zu ihr hinüber zu gehen. Sie wirkte etwas blass um die Nase. Der Chefarzt beobachtete, wie die Offizierin bereits wieder an ihrer Konsole arbeitete und warf von der Seite ebenfalls einen Blick auf die dortigen Anzeigen. Er konnte nicht wirklich etwas mit diesen Daten anfangen, aber dafür umso mehr mit der Körpersprache der jungen Frau. Ihre Hände zitterten, während sie eilig über die Tastatur glitten und diverse Befehle eingaben.
Angespannt wartete er ab und lauschte dem Funkspruch, denn die Offizierin an Dr. Weir absetzte. Das klang nicht gut… echt gar nicht gut...
Der Schotte machte auf dem Absatz kehrt und lief zu seiner eigenen technischen Ausstattung zurück. Sein Blick war dabei auf Colonel Sheppards Statur und seine Mimik gerichtet. Er hoffte inständig, dass sich die Probleme der Stadt nicht irgendwie auf den Piloten rückkoppelten. Aber er konnte das leider nicht ausschließen, da er einfach immer noch viel zu wenig über die Antikertechnologie und ihre Funktionsweise wusste. Und selbst wenn sich seine Befürchtung bestätigen sollte, stellte ihn das nur vor ein weiteres Dilemma, das nicht so einfach zu lösen war.
Auch wenn er es als seine Lebensaufgabe sah das Leben wo es nur ging zu erhalten und Schaden von den Menschen, für die er sich verantwortlich fühlte, abzuwenden, so war ihm doch auch schmerzlich bewusst, dass das manchmal eine Abwägungssache war. In einer Situation wie jetzt konnte er John unmöglich einfach aus diesem Stuhl zerren. Nicht solange er noch dabei war für sie und den Erhalt von Atlantis zu kämpfen und es niemanden hier gab, der diesen Kampf besser ausführen konnte…
Eilig machte sich Carson daran die Elektroden wieder vollständig anzuschließen, als bereits ein weiterer Ruck die Stadt um sie herum durchzog. Gerade so gelang es ihm sich an der Lehne des Kontrollstuhls festzuhalten und ebenso seine Ausrüstung zu stabilisieren. Verdammt, wenn das so weiter ging, konnte er das EEG vergessen!
„Aye, aye, Liebes“, antwortete Carson nur knapp auf die Frage von Sandra Nelson, ob bei ihm alles in Ordnung sei. Parallel legte er noch etwas an Tempo zu, als er nun erneut begann die Elektroden wieder anzuschließen, deren Verbindungen so unsanft unterbrochen wurden. Er brauchte unbedingt diese Daten, um zu wissen, was mit Sheppard los war! Er war sich sicher, dass sie mit Worten nicht mehr zu dem Piloten durchdringen konnte. Das war ja schon eine schwierige Sache, wenn alle Systeme im Normalbereich liefen… Hier konnte vermutlich eine Granate hochgehen, ohne dass der Colonel es realisierte. Er mochte sich nicht ausmalen, welcher immensen Daten- und Aufgabenflut John gerade ausgesetzt war.
Sobald das letzte Kabel angeschlossen war, griff Carson mit der rechten Hand an den Hals des Colonels, um an der Schlagader nach seinem Puls zu fühlen. Parallel blickte er eindringlich auf den Monitor, auf dem sich das Wellenbild langsam wieder vervollständigte. Für einige Sekunden beobachtete er einfach still das auf und ab der farbigen Linien und verfolgte aufmerksam die Pulsfrequenz des Piloten.
Sein Blick wanderte kurz zu Lieutenant Nelson, als er schließlich sein Funkgerät aktivierte und mit unnatürlich ruhiger Stimme seine Feststellungen mitteilte:
„Carson an Dr. Weir! Die Werte von Colonel Sheppard sprengen alles, was ich noch als halbwegs ungefährlich einstufen würde. Seine Pulsfrequenz weist die ersten Unregelmäßigkeiten auf. Ich habe keine Ahnung, wie lange er das noch aushält, ehe es zu Kammerflimmern kommt. Carson, Ende.“
Der Mediziner beugte sich zu dem Rucksack mit seiner Erste Hilfe Ausrüstung vor und griff gezielt nach diversen Gegenständen. Er legte kleine Ampullen bereit, dazu Kanülen und Spritzen. Um Lieutenant Nelson nicht völlig auszuschließen, wandte er sich nebenher mit seinen Worten an sie:
„Ich wage es nicht dem Colonel jetzt etwas zu spritzen, wo er jeden seiner Sinne braucht. Aber wenn das so weiter geht, befürchte ich, dass sein Leben beziehungsweise Überleben von diesen Mitteln abhängen könnte. Bitte sagen sie mir Bescheid, wenn Sie an Ihren Systemen irgendwelche gravierenden Änderungen feststellen können. Egal in welche Richtung.“
“We are going to fight. We are going to be hurt. And in the end, we will stand.”
― "Roland Deschain" aus Stephen King, "The Drawing of the Three"
― "Roland Deschain" aus Stephen King, "The Drawing of the Three"
Das nebenstehende Avatarbild basiert auf dem Bild "Paul McGillion" aus der Mediendatenbank Flickr und wurde unter der Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-NC-SA 2.0)-Lizenz veröffentlicht. Der Urheber des Bildes ist fc.nz.
- Elizabeth Weir
- Expeditionsleiterin Atlantis
- Beiträge: 133
- Registriert: 23.07.2010, 16:55
Funkspruch aus dem Kontrollraum
„Dr. Weir an Carson. Verstanden. Dr. McKay und Dr. Zelenka kümmern sich bereits um das Problem. Ich hoffe, dass es bald behoben ist. Weir Ende.“
„Dr. Weir an Carson. Verstanden. Dr. McKay und Dr. Zelenka kümmern sich bereits um das Problem. Ich hoffe, dass es bald behoben ist. Weir Ende.“
- Elizabeth Weir
- Expeditionsleiterin Atlantis
- Beiträge: 133
- Registriert: 23.07.2010, 16:55
Funkspruch aus dem Kontrollraum
„Verstanden Dr. Nelson. Wir werden es überprüfen. Weir Ende.“
„Verstanden Dr. Nelson. Wir werden es überprüfen. Weir Ende.“
- Elizabeth Weir
- Expeditionsleiterin Atlantis
- Beiträge: 133
- Registriert: 23.07.2010, 16:55
Funkspruch aus dem Kontrollraum
„Verstanden Dr. Beckett. Ich habe bereits Dr. Fraiser mitgeteilt, dass sie sich auf den Weg zum Kontrollstuhlraum machen soll. Sie müsste schon bald bei ihnen eintreffen. Machen sie sich bitte bereit den Kontrollstuhl zu übernehmen, falls es Colonel Sheppard noch schlechter gehen sollte und sein Leben womöglich bedroht sein sollte. Weir Ende.“
„Verstanden Dr. Beckett. Ich habe bereits Dr. Fraiser mitgeteilt, dass sie sich auf den Weg zum Kontrollstuhlraum machen soll. Sie müsste schon bald bei ihnen eintreffen. Machen sie sich bitte bereit den Kontrollstuhl zu übernehmen, falls es Colonel Sheppard noch schlechter gehen sollte und sein Leben womöglich bedroht sein sollte. Weir Ende.“
- John Sheppard
- Militärischer Leiter Atlantis, Teamleiter SGA-1
- Beiträge: 302
- Registriert: 19.06.2010, 16:55
Wenn eine Stadt Panik haben konnte, dann hatte sie das genau in diesem Moment. Zusammen mit ihrem Piloten ging Atlantis die verschiedensten Möglichkeiten durch, um sich aus dieser misslichen Lage zu befreien. Doch egal was John plante, nichts davon wies auch nur die geringsten Chancen auf Erfolg auf und langsam gingen ihm die Ideen aus. Laut Atlantis hatten die Antiker zwar bereits das ein oder andere Schiff an dieses Phänomen verloren, aber das brachte ihn auch nicht weiter. Er brauchte eine Lösung und nicht die Bestätigung, dass sie sich in einer ausweglosen Lage befanden. An Bord von Atlantis waren so viele Menschen, dass er es einfach nicht zulassen durfte, dass die Stadt von einer kollabierenden Subraumblase zerquetscht wurde. Egal was es kosten würde, er würde seine Freunde und Kameraden beschützen.
Wahrscheinlich arbeiteten auch die anderen Expeditionsmitglieder schon längst an einer Lösung, aber die zehn Minuten, die ihnen noch blieben, würden hierfür sicher nicht ausreichen. Sie waren hier in ein Phänomen geraten, mit dem noch niemand von ihnen Erfahrung hatte und für dessen Erforschung sie Tage wenn nicht sogar Wochen brauchen würden. Aber vielleicht konnten ihm ja die Sensordaten, die bevor sie in die Blase geschleudert waren, mehr verraten. Denn so wie sie hier hineingekommen waren, konnten sie vielleicht auch wieder herauskommen.
Eilig rief John die Daten ab und wünschte sich einmal mehr, Rodney würde hier direkt neben ihm stehen und könnte ihm helfen die Daten zu interpretieren. Er verstand nur, dass sie durch ein Gebiet mit starken Gravitationsstörungen geflogen waren, als das Triebwerk zum zweiten Mal eine Phasenumkehr durchlaufen hatte. Ob das dafür gesorgt haben konnte, dass sie hier gestrandet waren, vermochte er nicht zu sagen. Aber er kannte jemand, der ihm das sagen konnte. John brauchte einen Augenblick, doch dann hatte er die richtigen Befehle gefunden, um die Sensordaten direkt auf die Bildschirme im Kontrollraum zu senden.
Kurz darauf gab John Atlantis den Befehl die Energie, die in das Hyperraumfeld geleitet wurde, langsam aber kontinuierlich zu steigern, bevor er seinen Verstand langsam von den Systemen der Stadt löste. Nachdem er so lange Zeit in enger Verbindung mit Atlantis verbracht hatte, fiel es ihm erstaunlich schwer die Kontrolle über seinen Körper wiederzuerlangen. Alles fühlte sich fremd an. Er spürte Schmerzen in der Brust, als hätte er gerade einen Dauerlauf absolviert und sich dabei vollkommen überanstrengt. Sein Kopf dröhnte und seine Arme und Beine fühlten sich irgendwie taub an. Er spürte das Bedürfnis sich zu strecken und ein wenig zu bewegen, doch noch durfte er die Verbindung zu der Stadt nicht abreißen lassen. Eigentlich durfte er die Stadt gar nicht sich selbst überlassen, aber er musste mit Elizabeth sprechen und das konnte er nur, wenn er die Verbindung ein wenig lockerte.
John atmete ein paar Mal tief durch und versuchte die Schmerzen in seiner Brust und seinem Schädel niederzuringen, bevor er die Augen aufschlug. Starr blickte er nach vorne und sah nur aus den Augenwinkeln wie Carson sich über seine Erste Hilfe Tasche beugte. Lieutenant Nelson schien an ihrer Konsole zu arbeiten. Wahrscheinlich suchte auch sie nach einer Lösung. John überlegte, ob er etwas zu ihnen sagen sollte, doch nun war wirklich nicht die Zeit für Smalltalk. Erschöpft schloss John noch einmal die Augen und versuchte dann seinen Arm zu bewegen. Seine rechte Hand fiel von den Gelpads des Stuhls, bevor es ihm gelang genügend Muskelspannung aufzubauen, um seine Hand zu seinem Headset zu führen. “Sheppard an Weir…”, Sheppard machte eine kurze Pause, als er merkte, dass seine Stimme brüchig und erschöpft klang. Schnell atmete er noch einmal durch und steckte dann etwas mehr Kraft in seine Stimme, sodass seine Worte wieder fast so klangen, wie Elizabeth es eigentlich von ihm gewohnt war. “Evakuieren Sie die äußeren Bereiche der Stadt und sagen Sie der Rapiditas, dass sie ihren Schild hochfahren sollen. Wenn ich den Schild auf die inneren Bereiche der Stadt beschränke, kann ich uns noch weitere 15 Minuten verschaffen.”, erklärte er ihr eilig und atmete dann noch einmal erschöpft durch.
Je mehr sein Verstand in seinen Körper zurückkehrte, desto mehr merkte er, wie ausgelaugt er war. Sein Mund war ausgetrocknet und er fühlte sich schwach und müde. Wäre ihre Situation nicht so ernst, wäre es nun wahrscheinlich sinnvoll einen anderen Piloten auf den Stuhl zu lassen, aber er war sich nicht sicher, ob außer General O’Neill und ihm noch ein anderer in der Lage war, sie aus dieser misslichen Lage zu bringen. Solange Atlantis nicht sicher war und ihn nicht auch die Stadt davor zu warnen begann, dass er nicht weiterfliegen konnte, würde ihn nichts davon überzeugen können, dass er seinen Posten verlassen sollte.
Wie ein Hintergrundrauschen hörte er immer noch die Befehlsanforderungen und Statusberichte der Stadt und obwohl er sich nur einen Augenblick von ihr gelöst hatte, erwartete sie schon wieder neue Anweisungen von ihm. John wusste, dass er nur wenige Momente hatte, bevor er sich wieder ganz auf Atlantis konzentrieren musste. “Wasser.”, meinte er knapp zu Carson, da er nun unmöglich aufstehen und sich seine Wasserflasche holen konnte, die scheinbar noch nicht einmal mehr neben dem Kontrollstuhl stand.
Aber bevor er sich wieder auf Atlantis konzentrierte, brauchte er dringend etwas zu trinken. Wenigstens waren die Schmerzen in seiner Brust wieder ein wenig abgeklungen und auch sein Kopf dröhnte nicht mehr allzu sehr. Wenn ihr Stopp in der Subraumblase etwas positives mit sich brachte, dann war es die Tatsache, dass er ein wenig Zeit bekam um durchzuatmen, bevor der Flug weitergehen und er den Kampf mit der Subraumblase aufnehmen würde.
Wahrscheinlich arbeiteten auch die anderen Expeditionsmitglieder schon längst an einer Lösung, aber die zehn Minuten, die ihnen noch blieben, würden hierfür sicher nicht ausreichen. Sie waren hier in ein Phänomen geraten, mit dem noch niemand von ihnen Erfahrung hatte und für dessen Erforschung sie Tage wenn nicht sogar Wochen brauchen würden. Aber vielleicht konnten ihm ja die Sensordaten, die bevor sie in die Blase geschleudert waren, mehr verraten. Denn so wie sie hier hineingekommen waren, konnten sie vielleicht auch wieder herauskommen.
Eilig rief John die Daten ab und wünschte sich einmal mehr, Rodney würde hier direkt neben ihm stehen und könnte ihm helfen die Daten zu interpretieren. Er verstand nur, dass sie durch ein Gebiet mit starken Gravitationsstörungen geflogen waren, als das Triebwerk zum zweiten Mal eine Phasenumkehr durchlaufen hatte. Ob das dafür gesorgt haben konnte, dass sie hier gestrandet waren, vermochte er nicht zu sagen. Aber er kannte jemand, der ihm das sagen konnte. John brauchte einen Augenblick, doch dann hatte er die richtigen Befehle gefunden, um die Sensordaten direkt auf die Bildschirme im Kontrollraum zu senden.
Kurz darauf gab John Atlantis den Befehl die Energie, die in das Hyperraumfeld geleitet wurde, langsam aber kontinuierlich zu steigern, bevor er seinen Verstand langsam von den Systemen der Stadt löste. Nachdem er so lange Zeit in enger Verbindung mit Atlantis verbracht hatte, fiel es ihm erstaunlich schwer die Kontrolle über seinen Körper wiederzuerlangen. Alles fühlte sich fremd an. Er spürte Schmerzen in der Brust, als hätte er gerade einen Dauerlauf absolviert und sich dabei vollkommen überanstrengt. Sein Kopf dröhnte und seine Arme und Beine fühlten sich irgendwie taub an. Er spürte das Bedürfnis sich zu strecken und ein wenig zu bewegen, doch noch durfte er die Verbindung zu der Stadt nicht abreißen lassen. Eigentlich durfte er die Stadt gar nicht sich selbst überlassen, aber er musste mit Elizabeth sprechen und das konnte er nur, wenn er die Verbindung ein wenig lockerte.
John atmete ein paar Mal tief durch und versuchte die Schmerzen in seiner Brust und seinem Schädel niederzuringen, bevor er die Augen aufschlug. Starr blickte er nach vorne und sah nur aus den Augenwinkeln wie Carson sich über seine Erste Hilfe Tasche beugte. Lieutenant Nelson schien an ihrer Konsole zu arbeiten. Wahrscheinlich suchte auch sie nach einer Lösung. John überlegte, ob er etwas zu ihnen sagen sollte, doch nun war wirklich nicht die Zeit für Smalltalk. Erschöpft schloss John noch einmal die Augen und versuchte dann seinen Arm zu bewegen. Seine rechte Hand fiel von den Gelpads des Stuhls, bevor es ihm gelang genügend Muskelspannung aufzubauen, um seine Hand zu seinem Headset zu führen. “Sheppard an Weir…”, Sheppard machte eine kurze Pause, als er merkte, dass seine Stimme brüchig und erschöpft klang. Schnell atmete er noch einmal durch und steckte dann etwas mehr Kraft in seine Stimme, sodass seine Worte wieder fast so klangen, wie Elizabeth es eigentlich von ihm gewohnt war. “Evakuieren Sie die äußeren Bereiche der Stadt und sagen Sie der Rapiditas, dass sie ihren Schild hochfahren sollen. Wenn ich den Schild auf die inneren Bereiche der Stadt beschränke, kann ich uns noch weitere 15 Minuten verschaffen.”, erklärte er ihr eilig und atmete dann noch einmal erschöpft durch.
Je mehr sein Verstand in seinen Körper zurückkehrte, desto mehr merkte er, wie ausgelaugt er war. Sein Mund war ausgetrocknet und er fühlte sich schwach und müde. Wäre ihre Situation nicht so ernst, wäre es nun wahrscheinlich sinnvoll einen anderen Piloten auf den Stuhl zu lassen, aber er war sich nicht sicher, ob außer General O’Neill und ihm noch ein anderer in der Lage war, sie aus dieser misslichen Lage zu bringen. Solange Atlantis nicht sicher war und ihn nicht auch die Stadt davor zu warnen begann, dass er nicht weiterfliegen konnte, würde ihn nichts davon überzeugen können, dass er seinen Posten verlassen sollte.
Wie ein Hintergrundrauschen hörte er immer noch die Befehlsanforderungen und Statusberichte der Stadt und obwohl er sich nur einen Augenblick von ihr gelöst hatte, erwartete sie schon wieder neue Anweisungen von ihm. John wusste, dass er nur wenige Momente hatte, bevor er sich wieder ganz auf Atlantis konzentrieren musste. “Wasser.”, meinte er knapp zu Carson, da er nun unmöglich aufstehen und sich seine Wasserflasche holen konnte, die scheinbar noch nicht einmal mehr neben dem Kontrollstuhl stand.
Aber bevor er sich wieder auf Atlantis konzentrierte, brauchte er dringend etwas zu trinken. Wenigstens waren die Schmerzen in seiner Brust wieder ein wenig abgeklungen und auch sein Kopf dröhnte nicht mehr allzu sehr. Wenn ihr Stopp in der Subraumblase etwas positives mit sich brachte, dann war es die Tatsache, dass er ein wenig Zeit bekam um durchzuatmen, bevor der Flug weitergehen und er den Kampf mit der Subraumblase aufnehmen würde.
- Sandra Nelson
- Air Force Offizier
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- Registriert: 30.05.2009, 16:55
Immer noch zittrig von ihrem Sturz versuchte sich Sandy so schnell wie möglich über den Zustand der Triebwerke und der Stadt zu informieren. Offensichtlich hatte der plötzliche Ruck die strukturelle Integrität von Atlantis gefährdet. Selbst wenn sie es mit dem defekten Hyperraumaggregat schaffen würden im Hyperraum zu bleiben, würden diese Stöße sie irgendwann in Stücke reißen. Wenn sie doch nur irgendetwas tun könnte. Sie fühlte sich so unglaublich nutzlos hier. Aber durch ihre geringe Erfahrung war das wohl der einzige Ort gewesen, an dem sie ihre Fähigkeiten zumindest ein wenig einsetzen konnte. An allen anderen Stationen hätte sie wohl nur im Weg gestanden.
Auf einmal bemerkte Sandy Doktor Beckett hinter sich und nickte ihm leicht zu. Sie konnte nicht leugnen, dass sie sich unwohl fühlte und ihr das Herz bis zum Hals schlug. Aber das lag nicht daran, dass sie sich bei dem Sturz verletzt hatte. Diese gesamte Situation begann sie nur mehr und mehr in Panik zu versetzen. “Mir geht es gut. Danke.”, log Sandy und bemerkte selbst, dass ihre Stimme zittrig und unsicher klang.
Sie war noch nie in einer Situation gewesen, in der es um Leben und Tod ging. In ihrer Ausbildung war sie zwar darauf vorbereitet worden, aber solch eine Situation selbst mitzuerleben war noch einmal etwas vollkommen anderes. Aber sie durfte jetzt auf keinen Fall die Nerven verlieren. So wie die Dinge im Moment standen, konnte die Lage hier im Kontrollstuhlraum sich im Nu von angespannt in katastrophal verändern. Lediglich Carsons Antwort auf ihre Frage schaffte es ihr ein leichtes Lächeln zu entlocken. Es tat gut die Worte zu hören, die auch ihr Vater so häufig verwendet hatte. Obwohl ihre Eltern Schottland schon kurz nach dem Studium verlassen hatten, hatten sie immer noch einige Floskeln beibehalten. Besonders ihr Vater hatte ständig Aye benutzt, wenn er eine Frage positiv beantwortete und anstatt ihren Namen zu verwenden hatte er sie in der Regel nur Lass genannt. Wenn sie jetzt doch nur Zuhause sein und die Stimmen ihrer Eltern hören könnte. Aber aktuell wussten sie ja noch nicht einmal, ob sie ihre Lieben jemals wiedersehen würden. Immerhin schien es Colonel Sheppard immer schlechter zu gehen und selbst wenn Doktor Beckett sofort für ihn einspringen würde, war sich Sandy nicht sicher, ob das Ausfallen des Colonels nicht katastrophale Auswirkungen haben könnte.
Doktor Becketts Funkspruch an die Expeditionsleiterin ließ Sandy das Blut in den Adern gefrieren. Es waren eigentlich noch nicht einmal seine Worte, die sie erschreckten, sondern die Art und Weise wie er es sagte. Seine Worte klangen so ruhig und gefasst, als würde er gerade über ein vollkommen normales Thema sprechen. Dabei schien der Colonel kurz vor einem Herzinfarkt zu stehen. Besorgt sah Sandy zu Colonel Sheppard. Sie hatte bisher erst ein paar Missionen mit ihm absolviert, aber sie mochte den Colonel und wollte auf keinen Fall, dass ihm etwas geschah. Die schiere Menge an Medikamenten und Spritzen, die Doktor Beckett schließlich bereitlegte, ließ Sandy das Herz noch weiter in die Hose rutschen.
Zögerlich nickte sie, als der Chefarzt ihr mitteilte, dass sie ihn sofort informieren sollte, falls sich irgendetwas bei den Systemen ändern sollte. Aber erst einmal musste sie den Bildschirm ihrer Konsole davon überzeugen, dass er wieder funktionieren sollte. Die Energieversorgung des Stuhls hatte sich zwar scheinbar wieder stabilisiert und es flogen keine Funken mehr aus der Konsole oder der Basis des Kontrollstuhls, aber der Bildschirm der Konsole zeigte keine Daten mehr an. Zügig öffnete Sandy ein Wartungspanel an der Seite der Konsole und betrachtete sich dann nachdenklich die Kristalle. Da alle bis auf einen Kristall leuchteten, konnte sie sehr schnell feststellen, welcher Kristall defekt war. Sie wusste nur nicht genau, wie sie diesen Defekt beheben konnte. Der defekte Kristall würde sich sicher irgendwie überbrücken lassen, aber Sandy fehlte dafür die Erfahrung. Außerdem wollte sie in dieser angespannten Situation keinen Fehler machen, der vielleicht dafür sorgen konnte, das der Kontrollstuhl ausfiel. Also tat sie das einzige, wovon sie wusste, dass es ihr vermutlich ohne Probleme gelingen würde. Sie zog ihren Laptop aus dem Rucksack, den sie neben die Konsole gestellt hatte, verband ihn über das Adapterkabel mit der Konsole und fuhr ihn hoch. Schon bald wurden die Daten der Konsole angezeigt und bei den Energieverbrauchswerten des Stuhls wurde es Sandy sofort schwindelig. Sheppard lenkte nun schon das doppelte an Energie in den Kontrollstuhl und der Energiebedarf stieg langsam weiter an.
“Der Energiebedarf des Hyperraumtriebwerks hat sich inzwischen verdoppelt.”, berichtete Sandy und rief dann einen weiteren Bericht auf, der ihr den allgemeinen Zustand des Stuhls anzeigte. Doch die Anzeigen konnten nicht stimmen. Verwirrt runzelte Sandy die Stirn und sah dann zu dem Chefarzt. “Colonel Sheppard hat soeben den Autopiloten eingeschaltet.”, teilte sie Beckett mit.
Bedeutete das etwa, dass Colonel Sheppard spürte, dass er die Stadt nicht mehr kontrollieren konnte? Bereitete er mit letzten Kräften alles für einen Pilotenwechsel vor? Sandy gab einen erschrockenen Laut von sich, als die rechte Hand des Colonels plötzlich von der Armlehne des Kontrollstuhls fiel. Aktuell konnte sie den Bildschirm des EEGs nicht sehen, aber sie befürchtete das Schlimmste, bis der Colonel auf einmal die Augen aufschlug, seine Hand hob und sein Funkgerät aktivierte. Der Stuhl leuchtete immer noch blau, der Colonel hatte die Verbindung zur Stadt also nicht vollständig gelöst, aber er hatte wahrscheinlich den Autopiloten benötigt, um so weit aus der Pilotentrance aufwachen zu können, dass er mit der Expeditionsleiterin sprechen konnte. Sein Vorschlag würde sicher zu einigen Schäden in den äußeren Bereichen der Stadt führen, aber die fünfzehn weiteren Minuten konnten sie sehr gut gebrauchen. Ein paar geborstene Scheiben in den Außenbereichen konnten sie gewiss verkraften, wenn sie dafür die gesamte Stadt retten konnten. Sofort nach Sheppards Funkspruch wandte sich Sandy wieder ihrem Laptop zu und überprüfte die Berechnungen des Colonels. Durch seinen Vorschlag würden sie sogar nicht nur fünfzehn sondern fast zwanzig Minuten gewinnen. Ihrer Meinung nach sollten sie es auf jeden Fall versuchen. Aber die endgültige Entscheidung würde Doktor Weir treffen.
Auf einmal bemerkte Sandy Doktor Beckett hinter sich und nickte ihm leicht zu. Sie konnte nicht leugnen, dass sie sich unwohl fühlte und ihr das Herz bis zum Hals schlug. Aber das lag nicht daran, dass sie sich bei dem Sturz verletzt hatte. Diese gesamte Situation begann sie nur mehr und mehr in Panik zu versetzen. “Mir geht es gut. Danke.”, log Sandy und bemerkte selbst, dass ihre Stimme zittrig und unsicher klang.
Sie war noch nie in einer Situation gewesen, in der es um Leben und Tod ging. In ihrer Ausbildung war sie zwar darauf vorbereitet worden, aber solch eine Situation selbst mitzuerleben war noch einmal etwas vollkommen anderes. Aber sie durfte jetzt auf keinen Fall die Nerven verlieren. So wie die Dinge im Moment standen, konnte die Lage hier im Kontrollstuhlraum sich im Nu von angespannt in katastrophal verändern. Lediglich Carsons Antwort auf ihre Frage schaffte es ihr ein leichtes Lächeln zu entlocken. Es tat gut die Worte zu hören, die auch ihr Vater so häufig verwendet hatte. Obwohl ihre Eltern Schottland schon kurz nach dem Studium verlassen hatten, hatten sie immer noch einige Floskeln beibehalten. Besonders ihr Vater hatte ständig Aye benutzt, wenn er eine Frage positiv beantwortete und anstatt ihren Namen zu verwenden hatte er sie in der Regel nur Lass genannt. Wenn sie jetzt doch nur Zuhause sein und die Stimmen ihrer Eltern hören könnte. Aber aktuell wussten sie ja noch nicht einmal, ob sie ihre Lieben jemals wiedersehen würden. Immerhin schien es Colonel Sheppard immer schlechter zu gehen und selbst wenn Doktor Beckett sofort für ihn einspringen würde, war sich Sandy nicht sicher, ob das Ausfallen des Colonels nicht katastrophale Auswirkungen haben könnte.
Doktor Becketts Funkspruch an die Expeditionsleiterin ließ Sandy das Blut in den Adern gefrieren. Es waren eigentlich noch nicht einmal seine Worte, die sie erschreckten, sondern die Art und Weise wie er es sagte. Seine Worte klangen so ruhig und gefasst, als würde er gerade über ein vollkommen normales Thema sprechen. Dabei schien der Colonel kurz vor einem Herzinfarkt zu stehen. Besorgt sah Sandy zu Colonel Sheppard. Sie hatte bisher erst ein paar Missionen mit ihm absolviert, aber sie mochte den Colonel und wollte auf keinen Fall, dass ihm etwas geschah. Die schiere Menge an Medikamenten und Spritzen, die Doktor Beckett schließlich bereitlegte, ließ Sandy das Herz noch weiter in die Hose rutschen.
Zögerlich nickte sie, als der Chefarzt ihr mitteilte, dass sie ihn sofort informieren sollte, falls sich irgendetwas bei den Systemen ändern sollte. Aber erst einmal musste sie den Bildschirm ihrer Konsole davon überzeugen, dass er wieder funktionieren sollte. Die Energieversorgung des Stuhls hatte sich zwar scheinbar wieder stabilisiert und es flogen keine Funken mehr aus der Konsole oder der Basis des Kontrollstuhls, aber der Bildschirm der Konsole zeigte keine Daten mehr an. Zügig öffnete Sandy ein Wartungspanel an der Seite der Konsole und betrachtete sich dann nachdenklich die Kristalle. Da alle bis auf einen Kristall leuchteten, konnte sie sehr schnell feststellen, welcher Kristall defekt war. Sie wusste nur nicht genau, wie sie diesen Defekt beheben konnte. Der defekte Kristall würde sich sicher irgendwie überbrücken lassen, aber Sandy fehlte dafür die Erfahrung. Außerdem wollte sie in dieser angespannten Situation keinen Fehler machen, der vielleicht dafür sorgen konnte, das der Kontrollstuhl ausfiel. Also tat sie das einzige, wovon sie wusste, dass es ihr vermutlich ohne Probleme gelingen würde. Sie zog ihren Laptop aus dem Rucksack, den sie neben die Konsole gestellt hatte, verband ihn über das Adapterkabel mit der Konsole und fuhr ihn hoch. Schon bald wurden die Daten der Konsole angezeigt und bei den Energieverbrauchswerten des Stuhls wurde es Sandy sofort schwindelig. Sheppard lenkte nun schon das doppelte an Energie in den Kontrollstuhl und der Energiebedarf stieg langsam weiter an.
“Der Energiebedarf des Hyperraumtriebwerks hat sich inzwischen verdoppelt.”, berichtete Sandy und rief dann einen weiteren Bericht auf, der ihr den allgemeinen Zustand des Stuhls anzeigte. Doch die Anzeigen konnten nicht stimmen. Verwirrt runzelte Sandy die Stirn und sah dann zu dem Chefarzt. “Colonel Sheppard hat soeben den Autopiloten eingeschaltet.”, teilte sie Beckett mit.
Bedeutete das etwa, dass Colonel Sheppard spürte, dass er die Stadt nicht mehr kontrollieren konnte? Bereitete er mit letzten Kräften alles für einen Pilotenwechsel vor? Sandy gab einen erschrockenen Laut von sich, als die rechte Hand des Colonels plötzlich von der Armlehne des Kontrollstuhls fiel. Aktuell konnte sie den Bildschirm des EEGs nicht sehen, aber sie befürchtete das Schlimmste, bis der Colonel auf einmal die Augen aufschlug, seine Hand hob und sein Funkgerät aktivierte. Der Stuhl leuchtete immer noch blau, der Colonel hatte die Verbindung zur Stadt also nicht vollständig gelöst, aber er hatte wahrscheinlich den Autopiloten benötigt, um so weit aus der Pilotentrance aufwachen zu können, dass er mit der Expeditionsleiterin sprechen konnte. Sein Vorschlag würde sicher zu einigen Schäden in den äußeren Bereichen der Stadt führen, aber die fünfzehn weiteren Minuten konnten sie sehr gut gebrauchen. Ein paar geborstene Scheiben in den Außenbereichen konnten sie gewiss verkraften, wenn sie dafür die gesamte Stadt retten konnten. Sofort nach Sheppards Funkspruch wandte sich Sandy wieder ihrem Laptop zu und überprüfte die Berechnungen des Colonels. Durch seinen Vorschlag würden sie sogar nicht nur fünfzehn sondern fast zwanzig Minuten gewinnen. Ihrer Meinung nach sollten sie es auf jeden Fall versuchen. Aber die endgültige Entscheidung würde Doktor Weir treffen.
- Carson Beckett
- Chefarzt Atlantis
- Beiträge: 73
- Registriert: 10.10.2015, 10:12
Natürlich hatte Carson fest mit einer Antwort von Elizabeth gerechnet, als er der Expeditionsleiterin einen Bericht zum aktuellen Zustand ihres Piloten lieferte. Ein gewisser Teil von ihm hatte auch bereits befürchtet, wie diese Antwort lauten würde. Und dennoch traf es ihn irgendwie wie ein Schlag, als Dr. Weir ihn dazu aufforderte sich für eine Übernahme des Kontrollstuhls bereit zu machen. Sein Magen verkrampfte sich schmerzhaft und er hatte das dringende Bedürfnis zu fluchen, verkniff sich dies aber. Sein Kopf sprudelte regelrecht über vor Argumenten, die dafür sprachen, dass es eine verdammt schlechte Idee war ausgerechnet ihm hier und jetzt in so einer Situation das Steuer zu überlassen… Er verstand ja nicht einmal, was gerade mit dieser Stadt geschah! Wie um Himmels Willen sollte er, ein Arzt und kein Pilot, da einfach das Steuer übernehmen, sie aus dieser brenzlichen Situation hinaus und auch noch sicher zu ihrem Zielplaneten bringen?
Völlig gegensätzlich zu seinen Gedanken, sandte der Schotte seiner Vorgesetzten eine knappe Bestätigung per Funk: „Verstanden. Carson, Ende“
Ihm war natürlich bewusst, für welche Rolle er hier vorgesehen war... Die medizinische Überwachung von Sheppard war ein kleiner Bonus, aber seine Hauptaufgabe lag woanders. Die Augen des Mediziners wanderten nun kurz zu Lieutenant Nelson. Aus seiner Sicht war es wirklich ein sehr makaberer Scherz der Natur, dass ausgerechnet er mit einer so starken Ausprägung des Antikergens ausgestattet war. Und andere, die mit dem notwendigen Verständnis gesegnet waren, wie die junge Frau hier bei ihnen im Kontrollstuhlraum, konnten nichts anderes tun, als abwartend zuzusehen.
Der Schotte biss fest die Zähne aufeinander, während er seinen Blick von den jetzt fertig vorbereiteten Injektionen hinauf zu den EEG Ausleitungen auf dem flachen Monitor wandern ließ. Immerhin war es gut, dass Dr. Fraiser bereits auf dem Weg hierher war. Er würde sich kaum ordentlich konzentrieren können, wenn ihm bewusst wäre, dass er Colonel Sheppard regelrecht im Stich ließ, indem er selbst in dem Kontrollstuhl Platz nahm und somit als Arzt für den kritischen Moment wegbrach…
Der Schotte kräuselte leicht die Stirn, als er einige Veränderungen in den EEG Wellen feststellte und war gerade im Begriff aufzustehen, als Lieutenant Nelson ihm mitteilte, dass Sheppard den Autopiloten eingeschaltet hatte. Überrascht wandte er sich in ihre Richtung und sah dabei aus dem Augenwinkel eine Bewegung an dem Kontrollstuhl. Alarmiert wandte Carson seine Aufmerksamkeit sofort dem Piloten zu und trat direkt an diesen heran. Dabei realisierte er, dass Sheppards rechte Hand nicht mehr auf dem Gelpad lag. Und erst eine Sekunde später bemerkte er, dass der Pilot seine Augen geöffnet hatte. Beinahe fasziniert beobachtete Carson, wie die Hand des Colonels nun zu seinem Headset wanderte. Die Bewegung wirkte dabei schwerfällig und leicht unkoordinierte.
Aufmerksam beobachtete der Mediziner John weiter, während dieser seinen Funkspruch an den Kontrollraum absetzte. Immer wieder schnellte sein Blick dabei zu den EEG Daten. Er musste zugeben, er war wirklich überrascht von dem was er da sah. Es war eindeutig für ihn, dass die Verbindung zu Atlantis nicht unterbrochen sein konnte. So wie er das interpretierte, war die Verbindung auf einer tieferen Ebene noch sehr stark, und dennoch gelang es dem Colonel sich weit genug hinaus zu lösen, um wortwörtlich aufzuwachen. Den Inhalt der Nachricht nahm er natürlich auch wahr, aber das hatte jetzt eine nachgeordnete Priorität für ihn. An erster Stelle stand eindeutig Sheppard.
Carson beobachtete die Mimik und Körperspannung des Offiziers. Die Anstrengungen, denen sich sein Geist und Gehirn ausgesetzt sahen, hinterließen definitiv bereits deutliche Spuren an seinem Körper. Als John schließlich das Wort ‚Wasser‘ über die Lippen brachte, zögerte der Schotte nicht und griff nach seiner Feldflasche. Er hatte jetzt nicht die Zeit extra danach zu schauen, wo Sheppards Sachen nach dem „holprigen“ Flug abgeblieben waren. Immerhin sahen diese Militärflaschen alle gleich aus und genau genommen hatten sie gerade eindeutig andere Sorgen, als die Weitergabe von ein paar Keimen, schoss es dem Arzt noch durch den Kopf, als er bereits den Verschluss öffnete.
Vorsichtig hielt er John die Trinkflasche an die Lippen und stützte nebenher mit der rechten Hand den Nacken des Offiziers, um ihm das Trinken etwas zu erleichtern. Sobald der Colonel erstmal genug hatte, ließ Carson die Finger seiner rechten Hand erneut zur Halsschlagader des Braunhaarigen wandern. Seine Pulsfrequenz wirkte vom ersten Eindruck her stabiler, aber die Atmung des Mannes und seine Augen gefielen ihm nicht. Ebenso wenig wie der dünne Schweißfilm, auf seiner Haut. John hatte eindeutig Schmerzen und das nicht zu knapp.
„Lieutenant!“, rief Carson die Offizierin zur Unterstützung und warf ihr die nun wieder locker verschlossene Flasche hinüber, für den Fall dass John noch einen weiteren Schluck wollte.
„Colonel, bleiben Sie noch einen kurzen Moment bei uns!“, wies Carson John als nächstes regelrecht an und war nebenher bereits dabei einen Stauschlauch um den rechten Oberarm des Offiziers zu legen und zuzuziehen. Jetzt, wo er den Arm und insbesondere die Hand gerade halbwegs entspannt hielt, bot sich ihm die ideale Gelegenheit sich um einen Zugang zu kümmern. Und er fürchtete, dass sie den auch brauchen würden, wenn es so weiter ging… Im Nu hatte der Arzt sich Einmalhandschuhe übergestreift, die von ihm anvisierte Stelle auf dem Handrücken des Colonels desinfiziert und die Kanüle in der Hand, mit der er nun einen Venenzugang legen wollte.
„Das gibt den üblichen Piecks“, kommentierte Carson und durchstach bereits die Haut des Colonels. Ihm war bewusst, dass sie nicht viel Zeit hatten. Jede Sekunde, die Sheppard hier mit ihnen verbrachte, fehlte seine Aufmerksamkeit der Stadt. Er beeilte sich daher die Kanüle zu fixieren, löste den Stauschlauch und griff dann direkt gezielt nach einer der Spritzen, die er vorweg bereits aufgezogen hatte.
„Colonel, das wird die Schmerzen etwas lindern, zumindest vorerst“, versprach der Chefarzt, während er die aufgezogene Dosis über die Kanüle in Johns Hand injizierte, „Ich kann versuchen Sie mit meinen Mittelchen noch für eine kurze Weile zu stabilisieren, aber der Rahmen, in dem Sie weiterhin diesen Stuhl steuern können, ist sehr begrenzt.“
Carson sah John eindringlich an, während er hoffte, dass seine Worte auch wirklich zu dem Piloten durchdrangen. Er wollte ihm klar machen, dass er das nicht mehr lange durchhalten konnte, selbst wenn er ihn mit ein paar Medikamenten zur Senkung der Schmerzen und Stabilisierung seines Kreislaufs pushen würde. Und er hoffte inständig darauf, dass Sheppard weit genug mitdachte, um sich selbst aus dem Griff der Stadt zu lösen, ehe es zu spät war. Ja, verdammt, er hatte keinerlei Lust sich selbst stattdessen in diesen Stuhl zu setzten. Und er bezweifelte ernsthaft, dass er im Stande war der Stadt in ihrer aktuellen Situation schnell genug die richtigen Befehle zu geben. Aber, wenn es dazu kam, würde er es versuchen! So gut er konnte. Und definitiv dafür beten, dass das ausreichte...
Völlig gegensätzlich zu seinen Gedanken, sandte der Schotte seiner Vorgesetzten eine knappe Bestätigung per Funk: „Verstanden. Carson, Ende“
Ihm war natürlich bewusst, für welche Rolle er hier vorgesehen war... Die medizinische Überwachung von Sheppard war ein kleiner Bonus, aber seine Hauptaufgabe lag woanders. Die Augen des Mediziners wanderten nun kurz zu Lieutenant Nelson. Aus seiner Sicht war es wirklich ein sehr makaberer Scherz der Natur, dass ausgerechnet er mit einer so starken Ausprägung des Antikergens ausgestattet war. Und andere, die mit dem notwendigen Verständnis gesegnet waren, wie die junge Frau hier bei ihnen im Kontrollstuhlraum, konnten nichts anderes tun, als abwartend zuzusehen.
Der Schotte biss fest die Zähne aufeinander, während er seinen Blick von den jetzt fertig vorbereiteten Injektionen hinauf zu den EEG Ausleitungen auf dem flachen Monitor wandern ließ. Immerhin war es gut, dass Dr. Fraiser bereits auf dem Weg hierher war. Er würde sich kaum ordentlich konzentrieren können, wenn ihm bewusst wäre, dass er Colonel Sheppard regelrecht im Stich ließ, indem er selbst in dem Kontrollstuhl Platz nahm und somit als Arzt für den kritischen Moment wegbrach…
Der Schotte kräuselte leicht die Stirn, als er einige Veränderungen in den EEG Wellen feststellte und war gerade im Begriff aufzustehen, als Lieutenant Nelson ihm mitteilte, dass Sheppard den Autopiloten eingeschaltet hatte. Überrascht wandte er sich in ihre Richtung und sah dabei aus dem Augenwinkel eine Bewegung an dem Kontrollstuhl. Alarmiert wandte Carson seine Aufmerksamkeit sofort dem Piloten zu und trat direkt an diesen heran. Dabei realisierte er, dass Sheppards rechte Hand nicht mehr auf dem Gelpad lag. Und erst eine Sekunde später bemerkte er, dass der Pilot seine Augen geöffnet hatte. Beinahe fasziniert beobachtete Carson, wie die Hand des Colonels nun zu seinem Headset wanderte. Die Bewegung wirkte dabei schwerfällig und leicht unkoordinierte.
Aufmerksam beobachtete der Mediziner John weiter, während dieser seinen Funkspruch an den Kontrollraum absetzte. Immer wieder schnellte sein Blick dabei zu den EEG Daten. Er musste zugeben, er war wirklich überrascht von dem was er da sah. Es war eindeutig für ihn, dass die Verbindung zu Atlantis nicht unterbrochen sein konnte. So wie er das interpretierte, war die Verbindung auf einer tieferen Ebene noch sehr stark, und dennoch gelang es dem Colonel sich weit genug hinaus zu lösen, um wortwörtlich aufzuwachen. Den Inhalt der Nachricht nahm er natürlich auch wahr, aber das hatte jetzt eine nachgeordnete Priorität für ihn. An erster Stelle stand eindeutig Sheppard.
Carson beobachtete die Mimik und Körperspannung des Offiziers. Die Anstrengungen, denen sich sein Geist und Gehirn ausgesetzt sahen, hinterließen definitiv bereits deutliche Spuren an seinem Körper. Als John schließlich das Wort ‚Wasser‘ über die Lippen brachte, zögerte der Schotte nicht und griff nach seiner Feldflasche. Er hatte jetzt nicht die Zeit extra danach zu schauen, wo Sheppards Sachen nach dem „holprigen“ Flug abgeblieben waren. Immerhin sahen diese Militärflaschen alle gleich aus und genau genommen hatten sie gerade eindeutig andere Sorgen, als die Weitergabe von ein paar Keimen, schoss es dem Arzt noch durch den Kopf, als er bereits den Verschluss öffnete.
Vorsichtig hielt er John die Trinkflasche an die Lippen und stützte nebenher mit der rechten Hand den Nacken des Offiziers, um ihm das Trinken etwas zu erleichtern. Sobald der Colonel erstmal genug hatte, ließ Carson die Finger seiner rechten Hand erneut zur Halsschlagader des Braunhaarigen wandern. Seine Pulsfrequenz wirkte vom ersten Eindruck her stabiler, aber die Atmung des Mannes und seine Augen gefielen ihm nicht. Ebenso wenig wie der dünne Schweißfilm, auf seiner Haut. John hatte eindeutig Schmerzen und das nicht zu knapp.
„Lieutenant!“, rief Carson die Offizierin zur Unterstützung und warf ihr die nun wieder locker verschlossene Flasche hinüber, für den Fall dass John noch einen weiteren Schluck wollte.
„Colonel, bleiben Sie noch einen kurzen Moment bei uns!“, wies Carson John als nächstes regelrecht an und war nebenher bereits dabei einen Stauschlauch um den rechten Oberarm des Offiziers zu legen und zuzuziehen. Jetzt, wo er den Arm und insbesondere die Hand gerade halbwegs entspannt hielt, bot sich ihm die ideale Gelegenheit sich um einen Zugang zu kümmern. Und er fürchtete, dass sie den auch brauchen würden, wenn es so weiter ging… Im Nu hatte der Arzt sich Einmalhandschuhe übergestreift, die von ihm anvisierte Stelle auf dem Handrücken des Colonels desinfiziert und die Kanüle in der Hand, mit der er nun einen Venenzugang legen wollte.
„Das gibt den üblichen Piecks“, kommentierte Carson und durchstach bereits die Haut des Colonels. Ihm war bewusst, dass sie nicht viel Zeit hatten. Jede Sekunde, die Sheppard hier mit ihnen verbrachte, fehlte seine Aufmerksamkeit der Stadt. Er beeilte sich daher die Kanüle zu fixieren, löste den Stauschlauch und griff dann direkt gezielt nach einer der Spritzen, die er vorweg bereits aufgezogen hatte.
„Colonel, das wird die Schmerzen etwas lindern, zumindest vorerst“, versprach der Chefarzt, während er die aufgezogene Dosis über die Kanüle in Johns Hand injizierte, „Ich kann versuchen Sie mit meinen Mittelchen noch für eine kurze Weile zu stabilisieren, aber der Rahmen, in dem Sie weiterhin diesen Stuhl steuern können, ist sehr begrenzt.“
Carson sah John eindringlich an, während er hoffte, dass seine Worte auch wirklich zu dem Piloten durchdrangen. Er wollte ihm klar machen, dass er das nicht mehr lange durchhalten konnte, selbst wenn er ihn mit ein paar Medikamenten zur Senkung der Schmerzen und Stabilisierung seines Kreislaufs pushen würde. Und er hoffte inständig darauf, dass Sheppard weit genug mitdachte, um sich selbst aus dem Griff der Stadt zu lösen, ehe es zu spät war. Ja, verdammt, er hatte keinerlei Lust sich selbst stattdessen in diesen Stuhl zu setzten. Und er bezweifelte ernsthaft, dass er im Stande war der Stadt in ihrer aktuellen Situation schnell genug die richtigen Befehle zu geben. Aber, wenn es dazu kam, würde er es versuchen! So gut er konnte. Und definitiv dafür beten, dass das ausreichte...
“We are going to fight. We are going to be hurt. And in the end, we will stand.”
― "Roland Deschain" aus Stephen King, "The Drawing of the Three"
― "Roland Deschain" aus Stephen King, "The Drawing of the Three"
Das nebenstehende Avatarbild basiert auf dem Bild "Paul McGillion" aus der Mediendatenbank Flickr und wurde unter der Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-NC-SA 2.0)-Lizenz veröffentlicht. Der Urheber des Bildes ist fc.nz.
- Elizabeth Weir
- Expeditionsleiterin Atlantis
- Beiträge: 133
- Registriert: 23.07.2010, 16:55
Funkspruch aus dem Kontrollraum
„Okay Colonel. Ich werde alles veranlassen. Viel Glück John.“
„Colonel Sheppard. Hier noch einmal Weir. Mit den von ihnen übermittelten Daten konnten wir leider nicht viel anfangen. Aber Dr. Jackson hat in der Datenbank etwas über einen Wurmlochantrieb entdeckt und Dr. Zelenka ist der Meinung, dass das unsere Rettung sein könnte. Er stellt jetzt schnell alle notwendigen Berechnungen an und teilt ihnen dann alles mit was sie wissen müssen. Weir Ende.“,
„Okay Colonel. Ich werde alles veranlassen. Viel Glück John.“
„Colonel Sheppard. Hier noch einmal Weir. Mit den von ihnen übermittelten Daten konnten wir leider nicht viel anfangen. Aber Dr. Jackson hat in der Datenbank etwas über einen Wurmlochantrieb entdeckt und Dr. Zelenka ist der Meinung, dass das unsere Rettung sein könnte. Er stellt jetzt schnell alle notwendigen Berechnungen an und teilt ihnen dann alles mit was sie wissen müssen. Weir Ende.“,
- John Sheppard
- Militärischer Leiter Atlantis, Teamleiter SGA-1
- Beiträge: 302
- Registriert: 19.06.2010, 16:55
Atlantis rief nach ihm. Anders konnte John es gar nicht beschreiben. Die Stadt verlangte nach seiner Aufmerksamkeit, doch noch konnte er sich nicht wieder vollständig auf sie konzentrieren. Für einen Augenblick schloss er die Augen und ging eilig die Statusmeldungen zur Auslastung des Hyperantriebs und der Subraumblase durch. Aber noch schien der Autopilot gute Arbeit zu leisten und ausreichend viel Energie in den Hyperantrieb zu leiten. Auch wenn sie verlangte, dass er sich wieder vollkommen auf sie konzentrierte, konnte er es sich zumindest noch einen Augenblick erlauben halbwegs wach zu bleiben. Dankbar nahm John die Wasserflasche an, die Carson ihm an die Lippen hielt und trank gierig. Das Wasser tat gut und half ihm zumindest noch ein wenig länger durchzuhalten.
“Danke.”, meinte John und brachte so gar ein leichtes Grinsen zustande, während Carson ihm schon einen Stauschlauch um den Arm legte und begann einen Zugang zu legen. Doch anstatt sich dagegen zu wehren, nickte John verständig. Er wusste genau, wieso Carson lieber jetzt schon einen Zugang legte. Verdammt, er spürte es ja selbst, dass seine Kräfte nachließen und er nicht mehr viel auf sich nehmen konnte, bevor er zusammenbrechen würde. Aber er war stark genug gewesen, um die Folter der Genii zu überleben und sogar zu fliehen, obwohl er sich damals an einem ähnlichen Punkt wie jetzt befunden hatte. Also würde er auch irgendwie noch genügend Kraft mobilisieren können, um Atlantis aus dieser Subraumblase zu holen. Er wusste zwar immer noch nicht wie, aber irgendeine Lösung würden sie schon noch finden. Hier in Atlantis arbeiteten einige der besten Wissenschaftler der Erde und die Rapiditas hatte noch einmal eine ganze Raumschiffladung neuer kluger Köpfe mitgebracht. Da würde doch irgendjemand eine kluge Idee haben.
“Ich weiß.”, erwiderte John ernst auf Carsons Worte, dass er nur noch wenig Zeit im Stuhl hatte. Was auch immer Carson ihm gespritzt hatte, es linderte zwar seine Schmerzen, aber irgendwann würde auch das nicht mehr ausreichen. “Carson…”, wollte John gerade beginnen, als Elizabeth sich wieder meldete und ihm die Erlaubnis gab den Schild zu verkleinern.
Wieder deutlich koordinierter hob er seine Hand zu seinem Headset und aktivierte es erneut. “Sheppard an Weir, verstanden. Beginne mit der Verkleinerung des Schilds.”, antwortete er knapp und blickte dann noch einmal kurz zu Carson, bevor er die Augen erneut schloss.
Den Schild zu verkleinern war nach all dem, was er heute schon mit der Stadt erlebt hatte, eine der leichtesten Übungen. Fast mühelos glitt er wieder in die Pilotentrance und wurde geradezu freudig von den Systemen der Stadt empfangen. Zum Dank, dass er sich endlich wieder auf sie konzentrierte, lieferte sie ihm einen Statusbericht nach dem anderen, doch John konzentrierte sich nur kurz auf den Status der Subraumblase, bevor er kontrollierte, ob die Rapiditas in der Lage gewesen war ihren Schild zu aktivieren und ob sich wirklich niemand mehr in den Außenbereichen der Stadt aufhielt. Ein einzelnes Lebenszeichen war noch auf dem Weg zurück in den inneren Bereich und John ging davon aus, dass es sich um Rodney handelte, der seinen Posten bei dem defekten Hyperraumaggregat verlassen hatte, um in den inneren Bereich von Atlantis zurückzukehren. John wartete noch, bis er sich sicher war, dass sein Freund es geschafft hatte sich in Sicherheit zu bringen, bevor er zuerst Atlantis mitteilte, dass sie ihm nur Fehlermeldungen, die die gesamte Stadt gefährden konnten, direkt übermitteln sollte und dann anfing den Schild zu verkleinern. Ein Stöhnen und Knarzen ging durch die Stadt, während die Luft aus Bereichen strömte, die plötzlich dem Vakuum ausgesetzt waren. In unzähligen Türmen barsten die Scheiben. Durch den Unterdruck wurden die Scherben und kleinere Gegenstände nach außen gesaugt und schwebten in der Schwerelosigkeit wie eine Wolke um die Stadt. In den unteren Ebenen schloss Atlantis luftdichte Türen und verhinderte dadurch, dass der wertvolle Sauerstoff verloren gehen konnte. Zufrieden bemerkte John, dass der Luftdruck in allen Bereichen, in denen sich Menschen aufhielten, konstant blieb. Auch die Schäden schienen sich Grenzen zu halten. Bei all den Problemen, was das zumindest eine gute Nachricht. Er wollte gerade noch einmal die Leistung des Hyperraumantriebs überprüfen, als er am Rande seines Bewusstseins Elizabeth’ Stimme hörte.
Eilig schlug er die Augen auf und blinzelte kurz verwirrt, während sich sein Verstand erst einmal wieder orientieren musste. Doch dann war er wieder wach genug, um Elizabeth’ Worte zu hören und zu verstehen. Daniel hatte scheinbar etwas gefunden, was ihnen helfen konnte. Er hatte zwar noch nie etwas von einem Wurmlochantrieb gehört, aber wenn sowohl Daniel als auch Doktor Zelenka dachten, dass sie sich damit vielleicht in Sicherheit bringen konnte, dann war es einen Versuch wert.
“Verstanden. Ich sehe mir das Triebwerk genauer an.”, bestätigte er Elizabeth’ Funkspruch und ließ sich dann sofort wieder in die Pilotentrance gleiten. Zügig begann er nach dem Wurmlochantrieb zu suchen und versank dabei immer mehr in den Tiefen der Systeme. Der Wurmlochantrieb war gar nicht einfach zu finden. Er schien zwar mit den Hauptsystemen verbunden zu sein, aber Atlantis verweigerte ihm vehement den Zugang. Mehrfach versuchte er auf den Wurmlochantrieb zuzugreifen, bis die Stadt ihm mitteilte, dass die Versuche mit dieser Antriebsmethode gescheitert waren und er deshalb vom hohen Rat blockiert worden war. Sie akzeptierte zwar, dass Elizabeth und im Prinzip auch er nun den neuen hohen Rat bildeten, aber trotzdem schien Atlantis ihm nur sehr ungerne den Zugriff auf den Antrieb zu gewähren. Als er sie immer weiter drängte ihn endlich das tun zu lassen, was die Stadt und all ihre Bewohner vielleicht retten konnte, zeigte sie ihm noch kurz ein Bild, das ihm das Blut in den Adern gefrieren ließ, bevor sie endlich nachgab. Aber ihre Nachricht war deutlich gewesen. Dieser Antrieb war gefährlich und aus gutem Grund blockiert worden. Da sie jedoch absolut keine andere Wahl hatten, würde er die Warnung wohl ignorieren müssen. Eifrig machte sich John, so gut es ihm in der Kürze der Zeit möglich war, mit dem Wurmlochantrieb vertraut und kämpfte sich dann wieder aus der Pilotentrance hervor. Es war seltsam wie einfach er doch in die Tiefen der Systeme von Atlantis hinabtauchen konnte, doch das Auftauchen wurde von Mal zu Mal schwerer. Es schien fast so, als wolle sich sein Geist gar nicht von der Stadt lösen. Aber er musste noch ein letztes Mal mit Elizabeth und auch mit Carson sprechen, bevor er sich um den Wurmlochantrieb kümmern würde.
Als er seine Hand hob, um sein Funkgerät erneut zu aktivieren, bemerkte er, dass ihm Schweißperlen auf der Stirn standen, doch er ignorierte den Schweiß und auch den Schmerz, der in seiner linken Körperhälfte wieder aufzuflammen drohte. Noch schien Carsons Medikament zu wirken, aber er wusste nicht, wie lange das noch der Fall sein würde. Umso wichtiger war es, dass sie nun bald aufbrechen würden. “Sheppard an Weir, ich habe die Kontrollen für den Wurmlochantrieb gefunden und konnte mir Zugriff verschaffen. Wir werden die gesamte Energie, die unser ZPM und die Rapiditas liefern können, benötigen, aber ich denke, wir können es schaffen.”, versuchte er zuversichtlich zu klingen, obwohl ihm die Informationen über die Instabilität des Antriebs und das, was ihm Atlantis gezeigt hatte, Sorgen bereiteten. Aber im Endeffekt hatten sie keine andere Wahl als diesen Antrieb zu verwenden, egal wie gefährlich er sein mochte. Würden sie nichts tun, würden sie auf jeden Fall von der kollabierenden Subraumblase getötet werden, aber mit dem Wurmlochantrieb hatten sie zumindest eine Chance X-54672 zu erreichen.
“Danke.”, meinte John und brachte so gar ein leichtes Grinsen zustande, während Carson ihm schon einen Stauschlauch um den Arm legte und begann einen Zugang zu legen. Doch anstatt sich dagegen zu wehren, nickte John verständig. Er wusste genau, wieso Carson lieber jetzt schon einen Zugang legte. Verdammt, er spürte es ja selbst, dass seine Kräfte nachließen und er nicht mehr viel auf sich nehmen konnte, bevor er zusammenbrechen würde. Aber er war stark genug gewesen, um die Folter der Genii zu überleben und sogar zu fliehen, obwohl er sich damals an einem ähnlichen Punkt wie jetzt befunden hatte. Also würde er auch irgendwie noch genügend Kraft mobilisieren können, um Atlantis aus dieser Subraumblase zu holen. Er wusste zwar immer noch nicht wie, aber irgendeine Lösung würden sie schon noch finden. Hier in Atlantis arbeiteten einige der besten Wissenschaftler der Erde und die Rapiditas hatte noch einmal eine ganze Raumschiffladung neuer kluger Köpfe mitgebracht. Da würde doch irgendjemand eine kluge Idee haben.
“Ich weiß.”, erwiderte John ernst auf Carsons Worte, dass er nur noch wenig Zeit im Stuhl hatte. Was auch immer Carson ihm gespritzt hatte, es linderte zwar seine Schmerzen, aber irgendwann würde auch das nicht mehr ausreichen. “Carson…”, wollte John gerade beginnen, als Elizabeth sich wieder meldete und ihm die Erlaubnis gab den Schild zu verkleinern.
Wieder deutlich koordinierter hob er seine Hand zu seinem Headset und aktivierte es erneut. “Sheppard an Weir, verstanden. Beginne mit der Verkleinerung des Schilds.”, antwortete er knapp und blickte dann noch einmal kurz zu Carson, bevor er die Augen erneut schloss.
Den Schild zu verkleinern war nach all dem, was er heute schon mit der Stadt erlebt hatte, eine der leichtesten Übungen. Fast mühelos glitt er wieder in die Pilotentrance und wurde geradezu freudig von den Systemen der Stadt empfangen. Zum Dank, dass er sich endlich wieder auf sie konzentrierte, lieferte sie ihm einen Statusbericht nach dem anderen, doch John konzentrierte sich nur kurz auf den Status der Subraumblase, bevor er kontrollierte, ob die Rapiditas in der Lage gewesen war ihren Schild zu aktivieren und ob sich wirklich niemand mehr in den Außenbereichen der Stadt aufhielt. Ein einzelnes Lebenszeichen war noch auf dem Weg zurück in den inneren Bereich und John ging davon aus, dass es sich um Rodney handelte, der seinen Posten bei dem defekten Hyperraumaggregat verlassen hatte, um in den inneren Bereich von Atlantis zurückzukehren. John wartete noch, bis er sich sicher war, dass sein Freund es geschafft hatte sich in Sicherheit zu bringen, bevor er zuerst Atlantis mitteilte, dass sie ihm nur Fehlermeldungen, die die gesamte Stadt gefährden konnten, direkt übermitteln sollte und dann anfing den Schild zu verkleinern. Ein Stöhnen und Knarzen ging durch die Stadt, während die Luft aus Bereichen strömte, die plötzlich dem Vakuum ausgesetzt waren. In unzähligen Türmen barsten die Scheiben. Durch den Unterdruck wurden die Scherben und kleinere Gegenstände nach außen gesaugt und schwebten in der Schwerelosigkeit wie eine Wolke um die Stadt. In den unteren Ebenen schloss Atlantis luftdichte Türen und verhinderte dadurch, dass der wertvolle Sauerstoff verloren gehen konnte. Zufrieden bemerkte John, dass der Luftdruck in allen Bereichen, in denen sich Menschen aufhielten, konstant blieb. Auch die Schäden schienen sich Grenzen zu halten. Bei all den Problemen, was das zumindest eine gute Nachricht. Er wollte gerade noch einmal die Leistung des Hyperraumantriebs überprüfen, als er am Rande seines Bewusstseins Elizabeth’ Stimme hörte.
Eilig schlug er die Augen auf und blinzelte kurz verwirrt, während sich sein Verstand erst einmal wieder orientieren musste. Doch dann war er wieder wach genug, um Elizabeth’ Worte zu hören und zu verstehen. Daniel hatte scheinbar etwas gefunden, was ihnen helfen konnte. Er hatte zwar noch nie etwas von einem Wurmlochantrieb gehört, aber wenn sowohl Daniel als auch Doktor Zelenka dachten, dass sie sich damit vielleicht in Sicherheit bringen konnte, dann war es einen Versuch wert.
“Verstanden. Ich sehe mir das Triebwerk genauer an.”, bestätigte er Elizabeth’ Funkspruch und ließ sich dann sofort wieder in die Pilotentrance gleiten. Zügig begann er nach dem Wurmlochantrieb zu suchen und versank dabei immer mehr in den Tiefen der Systeme. Der Wurmlochantrieb war gar nicht einfach zu finden. Er schien zwar mit den Hauptsystemen verbunden zu sein, aber Atlantis verweigerte ihm vehement den Zugang. Mehrfach versuchte er auf den Wurmlochantrieb zuzugreifen, bis die Stadt ihm mitteilte, dass die Versuche mit dieser Antriebsmethode gescheitert waren und er deshalb vom hohen Rat blockiert worden war. Sie akzeptierte zwar, dass Elizabeth und im Prinzip auch er nun den neuen hohen Rat bildeten, aber trotzdem schien Atlantis ihm nur sehr ungerne den Zugriff auf den Antrieb zu gewähren. Als er sie immer weiter drängte ihn endlich das tun zu lassen, was die Stadt und all ihre Bewohner vielleicht retten konnte, zeigte sie ihm noch kurz ein Bild, das ihm das Blut in den Adern gefrieren ließ, bevor sie endlich nachgab. Aber ihre Nachricht war deutlich gewesen. Dieser Antrieb war gefährlich und aus gutem Grund blockiert worden. Da sie jedoch absolut keine andere Wahl hatten, würde er die Warnung wohl ignorieren müssen. Eifrig machte sich John, so gut es ihm in der Kürze der Zeit möglich war, mit dem Wurmlochantrieb vertraut und kämpfte sich dann wieder aus der Pilotentrance hervor. Es war seltsam wie einfach er doch in die Tiefen der Systeme von Atlantis hinabtauchen konnte, doch das Auftauchen wurde von Mal zu Mal schwerer. Es schien fast so, als wolle sich sein Geist gar nicht von der Stadt lösen. Aber er musste noch ein letztes Mal mit Elizabeth und auch mit Carson sprechen, bevor er sich um den Wurmlochantrieb kümmern würde.
Als er seine Hand hob, um sein Funkgerät erneut zu aktivieren, bemerkte er, dass ihm Schweißperlen auf der Stirn standen, doch er ignorierte den Schweiß und auch den Schmerz, der in seiner linken Körperhälfte wieder aufzuflammen drohte. Noch schien Carsons Medikament zu wirken, aber er wusste nicht, wie lange das noch der Fall sein würde. Umso wichtiger war es, dass sie nun bald aufbrechen würden. “Sheppard an Weir, ich habe die Kontrollen für den Wurmlochantrieb gefunden und konnte mir Zugriff verschaffen. Wir werden die gesamte Energie, die unser ZPM und die Rapiditas liefern können, benötigen, aber ich denke, wir können es schaffen.”, versuchte er zuversichtlich zu klingen, obwohl ihm die Informationen über die Instabilität des Antriebs und das, was ihm Atlantis gezeigt hatte, Sorgen bereiteten. Aber im Endeffekt hatten sie keine andere Wahl als diesen Antrieb zu verwenden, egal wie gefährlich er sein mochte. Würden sie nichts tun, würden sie auf jeden Fall von der kollabierenden Subraumblase getötet werden, aber mit dem Wurmlochantrieb hatten sie zumindest eine Chance X-54672 zu erreichen.
- John Sheppard
- Militärischer Leiter Atlantis, Teamleiter SGA-1
- Beiträge: 302
- Registriert: 19.06.2010, 16:55
“Werde ich machen.”, erwiderte John auf Elizabeth Funkspruch und beendete dann die Funkverbindung. Nun würde es also gleich losgehen. General O’Neill würde sicher keine Sekunde zögern und ihm alle Energie schicken, die die Rapiditas liefern und die die Kabel, mit denen sie das Raumschiff mit Atlantis verbunden hatten, vertragen konnte und Colonel Carter würde gewiss versuchen alles aus den Systemen und provisorischen Verbindungen herauszuholen. Trotzdem würden sie wahrscheinlich nur geradeso genügend Energie bekommen, um das Triebwerk zu starten. Aber das würde ausreichen müssen.
Um sich auf den vielleicht schwierigsten Flug, den er jemals absolvieren würde, vorzubereiten, schloss John die Augen und versuchte eine der Meditationstechniken anzuwenden, die Teyla ihm gezeigt hatte. Für einen Augenblick blendete er alles aus, was um ihn herum geschah und konzentrierte sich nur auf seine Atmung, das Schlagen seines Herzens und die Statusmeldungen, die er immer noch am Rand seines Verstandes übermittelt bekam. Es dauerte nicht lange, bis sein Puls langsamer wurde und er möglichst tief und gleichmäßig atmete. Für einen Augenblick gelang es ihm die Schmerzen zu vergessen und die Erschöpfung beiseite zu schieben.
Als Elizabeth sich dann wieder meldete, fühlte er sich bereit den erschreckenden Informationen der Stadt zum Trotz alles zu geben und Atlantis in Sicherheit zu bringen. Ein letztes Mal, bevor er sich wieder vollkommen auf die Stadt konzentrieren würde, schlug John die Augen auf. Elizabeth Worte ließen ihn leicht schmunzeln. Ihre guten Wünsche konnte er wirklich brauchen. Auf sich selbst würde er dagegen kaum aufpassen, geschweige denn Rücksicht nehmen können. Das Überleben der Stadt und all der Menschen, die sich hier befanden, hatte Vorrang und das wussten sie beide. Es war nicht das erste Mal, dass er den Fortbestand der Expedition über sein eigenes Leben stellte und er würde es jederzeit wieder tun. Elizabeth, Rodney, Jinto, Wex, Halling, Teyla und all die anderen Athosianer und Expeditionsmitglieder verließen sich auf ihn und er war fest entschlossen sie nicht zu enttäuschen.
“Sheppard an Weir. Danke. Wird schon schief gehen.”, meinte er scherzend und wurde dann wieder ernst. “Ich werde in Kürze das Triebwerk starten. Sheppard Ende.”, beendete er die Funkverbindung und sah dann mit einem Blick, der keine Widerrede duldete, zu Carson.
“Egal was geschehen sollte, sorgen Sie dafür, dass ich, während wir in dem Wurmloch sind, nicht das Bewusstsein verliere. Verstanden?” Er wusste genau, dass Carson gesagt hatte, dass er nur noch kurze Zeit der Belastung, die die Kontrolle der Stadt mit sich brachte, standhalten konnte, aber er durfte jetzt einfach nicht ausfallen. Irgendwie musste er den Flug durch das Wurmloch überstehen, koste es, was es wolle. Danach würde er noch genug Zeit haben, um sich von den Strapazen des Fluges zu erholen.
Um sich auf den vielleicht schwierigsten Flug, den er jemals absolvieren würde, vorzubereiten, schloss John die Augen und versuchte eine der Meditationstechniken anzuwenden, die Teyla ihm gezeigt hatte. Für einen Augenblick blendete er alles aus, was um ihn herum geschah und konzentrierte sich nur auf seine Atmung, das Schlagen seines Herzens und die Statusmeldungen, die er immer noch am Rand seines Verstandes übermittelt bekam. Es dauerte nicht lange, bis sein Puls langsamer wurde und er möglichst tief und gleichmäßig atmete. Für einen Augenblick gelang es ihm die Schmerzen zu vergessen und die Erschöpfung beiseite zu schieben.
Als Elizabeth sich dann wieder meldete, fühlte er sich bereit den erschreckenden Informationen der Stadt zum Trotz alles zu geben und Atlantis in Sicherheit zu bringen. Ein letztes Mal, bevor er sich wieder vollkommen auf die Stadt konzentrieren würde, schlug John die Augen auf. Elizabeth Worte ließen ihn leicht schmunzeln. Ihre guten Wünsche konnte er wirklich brauchen. Auf sich selbst würde er dagegen kaum aufpassen, geschweige denn Rücksicht nehmen können. Das Überleben der Stadt und all der Menschen, die sich hier befanden, hatte Vorrang und das wussten sie beide. Es war nicht das erste Mal, dass er den Fortbestand der Expedition über sein eigenes Leben stellte und er würde es jederzeit wieder tun. Elizabeth, Rodney, Jinto, Wex, Halling, Teyla und all die anderen Athosianer und Expeditionsmitglieder verließen sich auf ihn und er war fest entschlossen sie nicht zu enttäuschen.
“Sheppard an Weir. Danke. Wird schon schief gehen.”, meinte er scherzend und wurde dann wieder ernst. “Ich werde in Kürze das Triebwerk starten. Sheppard Ende.”, beendete er die Funkverbindung und sah dann mit einem Blick, der keine Widerrede duldete, zu Carson.
“Egal was geschehen sollte, sorgen Sie dafür, dass ich, während wir in dem Wurmloch sind, nicht das Bewusstsein verliere. Verstanden?” Er wusste genau, dass Carson gesagt hatte, dass er nur noch kurze Zeit der Belastung, die die Kontrolle der Stadt mit sich brachte, standhalten konnte, aber er durfte jetzt einfach nicht ausfallen. Irgendwie musste er den Flug durch das Wurmloch überstehen, koste es, was es wolle. Danach würde er noch genug Zeit haben, um sich von den Strapazen des Fluges zu erholen.
- Carson Beckett
- Chefarzt Atlantis
- Beiträge: 73
- Registriert: 10.10.2015, 10:12
Das knappe „Ich weiß“ in einem tatsächlich ernsthaften Tonfall war schon mal ein deutlicheres Eingeständnis, als Carson an diesem Punkt erwartet hatte. Der Mediziner presste seine Lippen etwas fester aufeinander, während er Dr. Weirs Mitteilung lauschte. Er hatte kurz den Eindruck gehabt, dass der Colonel noch etwas zu ihm sagen wollte, aber der Augenblick war wohl vorüber. Es gab jetzt zweifelsfrei Wichtigeres zu tun, wenn man an das vorhandene Zeitfenster dachte. Sobald die Verkleinerung des Schildes umgesetzt war, würde ihnen das einige weitere wertvolle Minuten bringen, daher würde er John auf keinen Fall von seinen aktuellen Aufgaben abhalten wollen.
Carson nickte dem Offizier kurz ermunternd zu, als dieser ihm noch einen raschen Blick zuwarf, ehe er seine Augen wieder schloss und in die Tranceverbindung mit der Stadt hinabtauchte. Direkt im Anschluss warf er einen prüfenden Blick auf die EEG Werte, aber da war nichts zu sehen, was er im Verlaufe des bisherigen Fluges nicht bereits gesehen und jetzt somit auch erwartet hatte.
Der Mediziner nahm sich daher die Zeit mit seinen Augen zu Lieutenant Nelson zu wandern. Auch für diese junge Frau musste die aktuelle Situation sehr schwierig sein. Er konnte leider aktuell nicht viel tun, außer ihr ein aufmunterndes Lächeln zu schenken. Zwar fühlte er selbst sich nicht überschwänglich optimistisch, das war nicht seine Art, aber er wollte ihr dennoch deutlich machen, dass es immer noch Grund zur Hoffnung gab.
Sie hatten ein wahnsinniges Team hier in dieser Stadt, das durch die Kenntnisse, Fertigkeiten und frischen Blickwinkel der Neuankömmlinge sicher positiv ergänzt wurde. Die Pegasus Galaxie hatte ihnen in den letzten Jahren mehr als einmal gezeigt, dass es sich lohnen konnte, wenn man bis zum Schluss nicht aufgab und kämpfte. Er war sich sicher, dass Rodney, Zelenka und all die anderen auch jetzt genau das taten. Und solange ihre Zeit nicht wirklich bis auf die letzte Sekunde abgelaufen war, gab es hier niemanden, der das Handtuch werfen würde. Daher blieb nur zu hoffen, dass sie für ihren Kampfgeist erneut belohnt werden würden.
Faszinierenderweise dauerte es nicht lange bis Elizabeth sich erneut per Funk meldete und nun einen völlig neuen Antrieb aus dem Hut zauberte, der die Lösung ihres Problems sein könnte. Carson zog reflexartig seine Augenbrauen hoch. Ein Wurmlochantrieb? Warum hatten sie bisher noch nichts davon gehört? Und nichts in den Hauptsystemen dazu gefunden? Irgendwie roch das verdächtig nach einem dieser antikertypischen Experimente, denen sicher schon mehr als ein Sonnensystem zum Opfer gefallen war…
Carson war sich nicht sicher, wie positiv er dieser Mitteilung gegenüber gestimmt sein sollte, aber wenn das ihre einzige Chance war dieser Subraumblase zu entkommen und damit zu überleben, dann waren weitere moralische Bedenken erstmal weiter hinten anzustellen.
John hatte laut den Daten auf seinem Monitor keinerlei Probleme gehabt seine Trancetiefe auf die Schnelle zu reduzieren, was eine positive Feststellung für den Mediziner war. Aber er war auch nicht ganz so tief abgetaucht gewesen wie vorhin. Insgesamt wirkte er aber tatsächlich wieder etwas gekräftigt, auch wenn das ein trügerischer Eindruck war. Die richtigen Herausforderungen kamen zweifelsfrei noch und dort würde sich zeigen, wie viel der Colonel mit seinem Körper und Geist noch stemmen konnte oder nicht.
Aufmerksam verfolgte er weiterhin die Hirnwellen des Piloten, während dieser sich wieder in die Trance hinabgleiten ließ. Dabei wurde schnell deutlich, dass dieses Mal wieder mehr Anstrengungen von Seiten des Colonels erforderlich waren. Oh wie gerne würde er jetzt einen vollständigen Scan seines Gehirns anfertigen, um das wirkliche Ausmaß der dortigen Aktivität erfassen zu können… Verglichen mit den medizinischen Analysemöglichkeiten der Antiker war eine einfache EEG Ausleitung… naja erschreckend einfach und eindimensioniert.
Carson beobachtete das Wellenschauspiel weiter. Es tauchten bereits wieder vereinzelte Ausschläge auf, die er nicht richtig einordnen konnte. Als ungefährlich würde er sie auf keinen Fall ansehen, nicht in diesem Kontext.
Der Schotte wandte sich wieder John zu, um erneut nach seinem Puls zu fühlen. Der Stress, dem sein Herz-Kreislauf-System ausgesetzt war, war bereits wieder deutlich erkennbar und das nicht nur in der Pulsfrequenz, sondern ebenso der Atmung. Auch die muskuläre Anspannung und der Umstand, dass sich erneut ein kühler Schweißfilm auf Sheppards Haut bildete, sprachen Bände. Dem Arzt entgingen nicht die vereinzelten Muskelzuckungen, die spontan auftraten und ebenfalls auf die neurologische Belastung hindeuteten.
Carson fuhr sich mit seiner freien Hand über das Gesicht und umgriff mit seinen Fingern abschließend fest sein Kinn. Er warf einen Blick auf seine Armbanduhr. Die erste Injektion lag nicht lange zurück, daher musste er vorsichtig sein und die Erhöhung der Dosis genau berechnen. Aber er zweifelte nicht daran, dass eine baldige Folgeinjektion erforderlich werden würde, wenn er John noch etwas länger flugfähig halten wollte.
Erleichtert beobachtete der Mediziner wie John sich eine erneute Verschnaufpause von der Stadt nahm. Auch wenn diese natürlich keine wirkliche Pause darstellte, sondern aus der Notwendigkeit weitere Informationen per Funk weiterzugeben entstand. Aber rein körperlich sorgte es tatsächlich für etwas Entspannung. Und genau das brauchte der Colonel, wenn er sich gleich ernsthaft an den Start dieses experimentellen Triebwerks machen würde.
Carson konnte anhand der Funkkommunikation verfolgen, dass es nun langsam ernst wurde. Er war daher nicht überrascht, als John Sheppard ihm einen seiner starköpfigen `Ich bin der Boss´-Blicke zuwarf. So gerne der Schotte ihm auch entgegnet hätte, dass er als Chefarzt hier in erster Linie seinem medizinischen Eid unterstellt war… Ihm war bewusst, dass jede Diskussion mit dem Offizier in diesem Augenblick sinnlos war. Schon waren sie nun an dem Punkt, den er so sehr verabscheute… die Abwägung von Leben gegen Leben oder in diesem Fall: Leben gegen sehr, sehr viele Leben.
Carson begann bereits zustimmend zu nicken, wobei seine Mimik in ihrer Ernsthaftigkeit dem Ausdruck von John nicht im Geringsten nachstand.
„Ich tue was ich kann“, begann Carson und machte eine kurze Pause ehe er fortfuhr, „Aber der Preis liegt bei Ihnen, John.“
Er zweifelte nicht daran, dass John bewusst war, was die möglichen Folgen waren. Hoffentlich kam Dr. Fraiser bald hier an. Er würde sich wesentlich wohler fühlen, wenn er ein weiteres Paar fähiger Hände in diesem Raum hätte. Und er ärgerte sich inzwischen wirklich, dass er neben dem EEG nicht noch auf weitere Überwachungstechnik bestanden hatte.
Carson nickte dem Offizier kurz ermunternd zu, als dieser ihm noch einen raschen Blick zuwarf, ehe er seine Augen wieder schloss und in die Tranceverbindung mit der Stadt hinabtauchte. Direkt im Anschluss warf er einen prüfenden Blick auf die EEG Werte, aber da war nichts zu sehen, was er im Verlaufe des bisherigen Fluges nicht bereits gesehen und jetzt somit auch erwartet hatte.
Der Mediziner nahm sich daher die Zeit mit seinen Augen zu Lieutenant Nelson zu wandern. Auch für diese junge Frau musste die aktuelle Situation sehr schwierig sein. Er konnte leider aktuell nicht viel tun, außer ihr ein aufmunterndes Lächeln zu schenken. Zwar fühlte er selbst sich nicht überschwänglich optimistisch, das war nicht seine Art, aber er wollte ihr dennoch deutlich machen, dass es immer noch Grund zur Hoffnung gab.
Sie hatten ein wahnsinniges Team hier in dieser Stadt, das durch die Kenntnisse, Fertigkeiten und frischen Blickwinkel der Neuankömmlinge sicher positiv ergänzt wurde. Die Pegasus Galaxie hatte ihnen in den letzten Jahren mehr als einmal gezeigt, dass es sich lohnen konnte, wenn man bis zum Schluss nicht aufgab und kämpfte. Er war sich sicher, dass Rodney, Zelenka und all die anderen auch jetzt genau das taten. Und solange ihre Zeit nicht wirklich bis auf die letzte Sekunde abgelaufen war, gab es hier niemanden, der das Handtuch werfen würde. Daher blieb nur zu hoffen, dass sie für ihren Kampfgeist erneut belohnt werden würden.
Faszinierenderweise dauerte es nicht lange bis Elizabeth sich erneut per Funk meldete und nun einen völlig neuen Antrieb aus dem Hut zauberte, der die Lösung ihres Problems sein könnte. Carson zog reflexartig seine Augenbrauen hoch. Ein Wurmlochantrieb? Warum hatten sie bisher noch nichts davon gehört? Und nichts in den Hauptsystemen dazu gefunden? Irgendwie roch das verdächtig nach einem dieser antikertypischen Experimente, denen sicher schon mehr als ein Sonnensystem zum Opfer gefallen war…
Carson war sich nicht sicher, wie positiv er dieser Mitteilung gegenüber gestimmt sein sollte, aber wenn das ihre einzige Chance war dieser Subraumblase zu entkommen und damit zu überleben, dann waren weitere moralische Bedenken erstmal weiter hinten anzustellen.
John hatte laut den Daten auf seinem Monitor keinerlei Probleme gehabt seine Trancetiefe auf die Schnelle zu reduzieren, was eine positive Feststellung für den Mediziner war. Aber er war auch nicht ganz so tief abgetaucht gewesen wie vorhin. Insgesamt wirkte er aber tatsächlich wieder etwas gekräftigt, auch wenn das ein trügerischer Eindruck war. Die richtigen Herausforderungen kamen zweifelsfrei noch und dort würde sich zeigen, wie viel der Colonel mit seinem Körper und Geist noch stemmen konnte oder nicht.
Aufmerksam verfolgte er weiterhin die Hirnwellen des Piloten, während dieser sich wieder in die Trance hinabgleiten ließ. Dabei wurde schnell deutlich, dass dieses Mal wieder mehr Anstrengungen von Seiten des Colonels erforderlich waren. Oh wie gerne würde er jetzt einen vollständigen Scan seines Gehirns anfertigen, um das wirkliche Ausmaß der dortigen Aktivität erfassen zu können… Verglichen mit den medizinischen Analysemöglichkeiten der Antiker war eine einfache EEG Ausleitung… naja erschreckend einfach und eindimensioniert.
Carson beobachtete das Wellenschauspiel weiter. Es tauchten bereits wieder vereinzelte Ausschläge auf, die er nicht richtig einordnen konnte. Als ungefährlich würde er sie auf keinen Fall ansehen, nicht in diesem Kontext.
Der Schotte wandte sich wieder John zu, um erneut nach seinem Puls zu fühlen. Der Stress, dem sein Herz-Kreislauf-System ausgesetzt war, war bereits wieder deutlich erkennbar und das nicht nur in der Pulsfrequenz, sondern ebenso der Atmung. Auch die muskuläre Anspannung und der Umstand, dass sich erneut ein kühler Schweißfilm auf Sheppards Haut bildete, sprachen Bände. Dem Arzt entgingen nicht die vereinzelten Muskelzuckungen, die spontan auftraten und ebenfalls auf die neurologische Belastung hindeuteten.
Carson fuhr sich mit seiner freien Hand über das Gesicht und umgriff mit seinen Fingern abschließend fest sein Kinn. Er warf einen Blick auf seine Armbanduhr. Die erste Injektion lag nicht lange zurück, daher musste er vorsichtig sein und die Erhöhung der Dosis genau berechnen. Aber er zweifelte nicht daran, dass eine baldige Folgeinjektion erforderlich werden würde, wenn er John noch etwas länger flugfähig halten wollte.
Erleichtert beobachtete der Mediziner wie John sich eine erneute Verschnaufpause von der Stadt nahm. Auch wenn diese natürlich keine wirkliche Pause darstellte, sondern aus der Notwendigkeit weitere Informationen per Funk weiterzugeben entstand. Aber rein körperlich sorgte es tatsächlich für etwas Entspannung. Und genau das brauchte der Colonel, wenn er sich gleich ernsthaft an den Start dieses experimentellen Triebwerks machen würde.
Carson konnte anhand der Funkkommunikation verfolgen, dass es nun langsam ernst wurde. Er war daher nicht überrascht, als John Sheppard ihm einen seiner starköpfigen `Ich bin der Boss´-Blicke zuwarf. So gerne der Schotte ihm auch entgegnet hätte, dass er als Chefarzt hier in erster Linie seinem medizinischen Eid unterstellt war… Ihm war bewusst, dass jede Diskussion mit dem Offizier in diesem Augenblick sinnlos war. Schon waren sie nun an dem Punkt, den er so sehr verabscheute… die Abwägung von Leben gegen Leben oder in diesem Fall: Leben gegen sehr, sehr viele Leben.
Carson begann bereits zustimmend zu nicken, wobei seine Mimik in ihrer Ernsthaftigkeit dem Ausdruck von John nicht im Geringsten nachstand.
„Ich tue was ich kann“, begann Carson und machte eine kurze Pause ehe er fortfuhr, „Aber der Preis liegt bei Ihnen, John.“
Er zweifelte nicht daran, dass John bewusst war, was die möglichen Folgen waren. Hoffentlich kam Dr. Fraiser bald hier an. Er würde sich wesentlich wohler fühlen, wenn er ein weiteres Paar fähiger Hände in diesem Raum hätte. Und er ärgerte sich inzwischen wirklich, dass er neben dem EEG nicht noch auf weitere Überwachungstechnik bestanden hatte.
“We are going to fight. We are going to be hurt. And in the end, we will stand.”
― "Roland Deschain" aus Stephen King, "The Drawing of the Three"
― "Roland Deschain" aus Stephen King, "The Drawing of the Three"
Das nebenstehende Avatarbild basiert auf dem Bild "Paul McGillion" aus der Mediendatenbank Flickr und wurde unter der Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-NC-SA 2.0)-Lizenz veröffentlicht. Der Urheber des Bildes ist fc.nz.
- Sandra Nelson
- Air Force Offizier
- Beiträge: 66
- Registriert: 30.05.2009, 16:55
Sandy reagierte sofort, als Doktor Beckett sie rief und fing geschickt die Feldflasche auf, die er ihr zuwarf. Jedoch wollte ihr das Verhalten des Colonels ganz und gar nicht gefallen. Seine unkoordinierten Bewegungen, die Art und Weise, wie er sprach und auch der Blick in seinen Augen, sprach dafür, dass es ihm der Flug schon mehr zugesetzt hatte, als er wahrscheinlich jemals zugeben würde. Umso entsetzter war Sandy, als Colonel Sheppard sich tatsächlich eingestand, dass er die Stadt nicht mehr lange fliegen konnte. Sie kannte den Colonel noch nicht lange, aber sie vermutete, dass er eine dieser Personen war, die selbst mit einer schweren Verletzung immer noch behaupteten, dass sie weiterkämpfen konnten. Immerhin hatte er, bevor sie gestartet waren und auch auf ihrer Mission nach Tarios deutlich bewiesen, wie stur er sein konnte. Von dieser Sturheit war nun jedoch nichts mehr zu sehen und das war für Sandy das größte Alarmsignal von allen.
Angespannt beobachtete Sandy noch, wie Doktor Beckett einen Zugang bei Colonel Sheppard legte und wandte sich dann ab. Sie wollte nicht, dass irgendjemand die Verzweiflung in ihrem Gesicht sah. Nervös biss sie sich auf die Unterlippe und begann sich einen Statusbericht nach dem anderen anzusehen, während sie trotzdem aufmerksam den Funksprüchen lauschte. Als der Colonel den Schild der Stadt auf die inneren Bereiche reduzierte, konnte sie sofort eine deutliche Verringerung des Energieverbrauchs erkennen. Das, was sie an Ressourcen gewonnen hatten, würden sie zwar schon bald für die Hyperraumblase benötigen, aber zumindest für den Augenblick waren die Werte wieder in einem einigermaßen akzeptablen Bereich.
“Sie haben es geschafft, Colonel. Der Gesamtenergieverbrauch ist um fünfzig Prozent gesunken.”, teilte sie Sheppard Informationen mit, die er wahrscheinlich schon längst von der Stadt selbst erhalten hatte. Dies wurde ihr jedoch erst bewusst, nachdem sie ihre Worte ausgesprochen hatte und sofort ärgerte sie sich dafür, dass sie überhaupt ihren Mund geöffnet und Sheppard dadurch vielleicht sogar abgelenkt hatte.
Beschämt warf sie kurz einen Blick über ihre Schulter und bemerkte dabei das aufmunternde Lächeln, das Carson ihr schenkte. Zögerlich erwiderte sie sein Lächeln, bevor sie sich wieder ihrem Laptop zuwandte. Der Energieverbrauch war schon wieder am Steigen und mit jeder Minute, die verging, verlor Sandy immer mehr die Hoffnung. Natürlich hatte sie die Berichte gelesen, in denen beschrieben wurde, wie SG-Teams und auch Teams der Atlantis Expedition noch im letzten Moment eine Lösung gefunden hatten, aber sie konnte sich einfach nichts vorstellen, das sie aus dieser Subraumblase holen konnte. Die Subraumblase existierte höchstwahrscheinlich sogar außerhalb ihres Universums und bisher waren nur sehr wenige Dinge bekannt, die die verschiedenen Universen miteinander verbanden. Ein Quantenspiegel zum Beispiel oder auch… Sandy wurde sofort hellhörig, als sie den Begriff Wurmlochantrieb hörte. Könnte das denn wirklich ihre Rettung sein? Sie wussten von dem Supergate der Ori, das ein Wurmloch, das groß genug war, um ein Schiff hindurch zu lassen, eine gigantische Menge an Energie verschlang und Atlantis war noch einmal bedeutend größer als ein Mutterschiff der Ori. Die Energie konnten sie niemals aufbringen. Wenn die Antiker sich nicht irgendetwas extrem kluges hatten einfallen lassen, um den Energieverbrauch zu reduzieren, dann konnten sie diese vermeintliche Lösung gleich wieder vergessen.
Noch während sie darüber nachgedacht hatte, ob dieser Plan überhaupt funktionieren konnte, war Colonel Sheppard gleich wieder aktiv geworden und tatsächlich behauptete er, dass sie sich mithilfe des Wurmlochantriebs vielleicht wirklich in Sicherheit bringen konnten. Sie würden alle Energie benötigen, die Atlantis und die Rapiditas liefern konnten, aber laut ihm war es möglich. “Aber…”, begann Sandy, hielt dann lieber den Mund. Der Colonel war direkt mit Atlantis verbunden und wusste dadurch deutlich mehr, als eine junge Lieutenant, die von manchen sicher noch als grün hinter den Ohren bezeichnet werden würde.
Wenig später schien es dann bereits ernst zu werden. Der General hatte laut Doktor Weir Atlantis so viel Energie wie möglich zugesichert und Sheppard hatte es sogar geschafft sich Zugang zu diesem experimentellen Triebwerk zu verschaffen. Die Worte, die Doktor Beckett und der Colonel kurz wechselten, zeigten ihr jedoch einmal mehr wie ernst ihre Situation war. Möglicherweise würden sie es wirklich schaffen aus der Subraumblase zu entkommen, aber dem Colonel, Doktor Beckett und auch ihr war bewusst, dass diese Rettung einen Preis haben würde. Nur zu gerne wollte sie sagen, dass Sheppard dieses Risiko nicht eingehen sollte. Der Blick des Colonels zeigte jedoch nur allzu deutlich, dass er den Kontrollstuhl nicht verlassen würde. Sie konnte also nicht viel mehr tun als sich wieder auf ihre Konsole zu konzentrieren und das beste zu hoffen. Wenigstens dauerte ein Wurmlochtransit in der Regel nicht lange. Wenn alles gut ging, würden sie nur wenige Sekunden nach dem Start X-54672 erreichen oder sich im Jenseits wiederfinden.
Angespannt beobachtete Sandy noch, wie Doktor Beckett einen Zugang bei Colonel Sheppard legte und wandte sich dann ab. Sie wollte nicht, dass irgendjemand die Verzweiflung in ihrem Gesicht sah. Nervös biss sie sich auf die Unterlippe und begann sich einen Statusbericht nach dem anderen anzusehen, während sie trotzdem aufmerksam den Funksprüchen lauschte. Als der Colonel den Schild der Stadt auf die inneren Bereiche reduzierte, konnte sie sofort eine deutliche Verringerung des Energieverbrauchs erkennen. Das, was sie an Ressourcen gewonnen hatten, würden sie zwar schon bald für die Hyperraumblase benötigen, aber zumindest für den Augenblick waren die Werte wieder in einem einigermaßen akzeptablen Bereich.
“Sie haben es geschafft, Colonel. Der Gesamtenergieverbrauch ist um fünfzig Prozent gesunken.”, teilte sie Sheppard Informationen mit, die er wahrscheinlich schon längst von der Stadt selbst erhalten hatte. Dies wurde ihr jedoch erst bewusst, nachdem sie ihre Worte ausgesprochen hatte und sofort ärgerte sie sich dafür, dass sie überhaupt ihren Mund geöffnet und Sheppard dadurch vielleicht sogar abgelenkt hatte.
Beschämt warf sie kurz einen Blick über ihre Schulter und bemerkte dabei das aufmunternde Lächeln, das Carson ihr schenkte. Zögerlich erwiderte sie sein Lächeln, bevor sie sich wieder ihrem Laptop zuwandte. Der Energieverbrauch war schon wieder am Steigen und mit jeder Minute, die verging, verlor Sandy immer mehr die Hoffnung. Natürlich hatte sie die Berichte gelesen, in denen beschrieben wurde, wie SG-Teams und auch Teams der Atlantis Expedition noch im letzten Moment eine Lösung gefunden hatten, aber sie konnte sich einfach nichts vorstellen, das sie aus dieser Subraumblase holen konnte. Die Subraumblase existierte höchstwahrscheinlich sogar außerhalb ihres Universums und bisher waren nur sehr wenige Dinge bekannt, die die verschiedenen Universen miteinander verbanden. Ein Quantenspiegel zum Beispiel oder auch… Sandy wurde sofort hellhörig, als sie den Begriff Wurmlochantrieb hörte. Könnte das denn wirklich ihre Rettung sein? Sie wussten von dem Supergate der Ori, das ein Wurmloch, das groß genug war, um ein Schiff hindurch zu lassen, eine gigantische Menge an Energie verschlang und Atlantis war noch einmal bedeutend größer als ein Mutterschiff der Ori. Die Energie konnten sie niemals aufbringen. Wenn die Antiker sich nicht irgendetwas extrem kluges hatten einfallen lassen, um den Energieverbrauch zu reduzieren, dann konnten sie diese vermeintliche Lösung gleich wieder vergessen.
Noch während sie darüber nachgedacht hatte, ob dieser Plan überhaupt funktionieren konnte, war Colonel Sheppard gleich wieder aktiv geworden und tatsächlich behauptete er, dass sie sich mithilfe des Wurmlochantriebs vielleicht wirklich in Sicherheit bringen konnten. Sie würden alle Energie benötigen, die Atlantis und die Rapiditas liefern konnten, aber laut ihm war es möglich. “Aber…”, begann Sandy, hielt dann lieber den Mund. Der Colonel war direkt mit Atlantis verbunden und wusste dadurch deutlich mehr, als eine junge Lieutenant, die von manchen sicher noch als grün hinter den Ohren bezeichnet werden würde.
Wenig später schien es dann bereits ernst zu werden. Der General hatte laut Doktor Weir Atlantis so viel Energie wie möglich zugesichert und Sheppard hatte es sogar geschafft sich Zugang zu diesem experimentellen Triebwerk zu verschaffen. Die Worte, die Doktor Beckett und der Colonel kurz wechselten, zeigten ihr jedoch einmal mehr wie ernst ihre Situation war. Möglicherweise würden sie es wirklich schaffen aus der Subraumblase zu entkommen, aber dem Colonel, Doktor Beckett und auch ihr war bewusst, dass diese Rettung einen Preis haben würde. Nur zu gerne wollte sie sagen, dass Sheppard dieses Risiko nicht eingehen sollte. Der Blick des Colonels zeigte jedoch nur allzu deutlich, dass er den Kontrollstuhl nicht verlassen würde. Sie konnte also nicht viel mehr tun als sich wieder auf ihre Konsole zu konzentrieren und das beste zu hoffen. Wenigstens dauerte ein Wurmlochtransit in der Regel nicht lange. Wenn alles gut ging, würden sie nur wenige Sekunden nach dem Start X-54672 erreichen oder sich im Jenseits wiederfinden.
- John Sheppard
- Militärischer Leiter Atlantis, Teamleiter SGA-1
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- Registriert: 19.06.2010, 16:55
‘Der Preis liegt bei Ihnen.’ Carsons Worte hallten in Johns Ohren nach, genauso wie er auch die Bilder, die Atlantis ihm gezeigt hatte, nicht verdrängen konnte. Er wusste nur zu gut, dass seine Sturheit einen Preis haben würde, aber mit dem Wissen, dass die Bedienung des Wurmlochantriebs gefährlich war, konnte er Carson nun absolut nicht in den Kontrollstuhl lassen. Atlantis durfte seinen Chefarzt, den Erfinder der ATA-Gentherapie, nicht noch einmal verlieren. Er dagegen war spätestens jetzt, wo sich General O’Neill in Atlantis befand, ersetzbar.
Im Grunde genommen war er noch nicht einmal mehr der militärische Leiter der Expedition. Wenn ihm etwas zustoßen würde, dann könnte es die Expedition verkraften, aber Carson würde eine Lücke hinterlassen, die sie niemals schließen konnten. Immerhin hatten sie es schon einmal versucht und es war ihnen nicht gelungen. Außerdem war er im Grunde genommen nur ein Teil der Expedition geworden, weil er diesen Stuhl so intuitiv bedienen konnte, wie kein anderer, den sie vor ihm auf den Kontrollstuhl gesetzt hatten. Also machte er eigentlich nur das, wofür Doktor Weir ihn von Anfang an mitgenommen hatte. Wäre er nicht in der Lage gewesen den Kontrollstuhl in der Antarktis zu bedienen wäre er sonst eh nie als Expeditionsmitglied in Betracht gezogen worden. Die Air Force hatte ihn in der Antarktis auf ein Abstellgleis gestellt und hätte ihn dort versauern lassen, bis er irgendwann freiwillig seinen Abschied genommen hätte. Hin und wieder hatte er sogar schon darüber nachgedacht, vielleicht Polizist in Las Vegas zu werden. Aber glücklicherweise war ja alles anders gekommen. Elizabeth hatte ihm das Abenteuer seines Lebens verschafft und er würde nun alles dafür geben, dass die Expedition weiterbestehen würde.
“Ich werde mich anstrengen, dass der Preis nicht zu hoch wird.”, erwiderte John schmunzelnd und nickte dann sowohl Lieutenant Nelson als auch Carson ein letztes Mal zu.
“Bis später.”, meinte er noch zu den beiden, bevor er sich im Kontrollstuhl zurücklehnte und sich gerade wieder auf die Systeme der Stadt konzentrieren wollte, als er von Doktor Weir unterbrochen wurde. Verwirrt runzelte John die Stirn, während sie ihm erklärte, dass sie vielleicht eine Alternative zu dem Wurmlochantrieb gefunden hatten. Er wusste zwar nicht, was diese Alternative war, aber wenn dieser Plan sicherer war, dann hatte er nichts dagegen noch einen Augenblick zu warten.
“Sheppard an Weir, verstanden.”, bestätigte er den Funkspruch seiner Vorgesetzten und sah dann schulterzuckend zu Carson.
“Jetzt heißt es wohl warten.” Er hoffte nur, dass sie nicht allzu lange warten mussten, denn er hatte keine Ahnung, wie lange es dauern würde, bis er ein Wurmloch mit dem experimentellen Antrieb konnte, falls sie ihn doch noch benötigen sollten. Außerdem spürte er mit jeder Minute, wie der Druck auf die Schilde immer weiter zunahm. Sie hatten nicht mehr lange Zeit und je länger er schon fast untätig im Kontrollstuhl saß, desto mehr begann er auch die Erschöpfung zu spüren, die zuvor vom Adrenalin überdeckt worden war.
Im Grunde genommen war er noch nicht einmal mehr der militärische Leiter der Expedition. Wenn ihm etwas zustoßen würde, dann könnte es die Expedition verkraften, aber Carson würde eine Lücke hinterlassen, die sie niemals schließen konnten. Immerhin hatten sie es schon einmal versucht und es war ihnen nicht gelungen. Außerdem war er im Grunde genommen nur ein Teil der Expedition geworden, weil er diesen Stuhl so intuitiv bedienen konnte, wie kein anderer, den sie vor ihm auf den Kontrollstuhl gesetzt hatten. Also machte er eigentlich nur das, wofür Doktor Weir ihn von Anfang an mitgenommen hatte. Wäre er nicht in der Lage gewesen den Kontrollstuhl in der Antarktis zu bedienen wäre er sonst eh nie als Expeditionsmitglied in Betracht gezogen worden. Die Air Force hatte ihn in der Antarktis auf ein Abstellgleis gestellt und hätte ihn dort versauern lassen, bis er irgendwann freiwillig seinen Abschied genommen hätte. Hin und wieder hatte er sogar schon darüber nachgedacht, vielleicht Polizist in Las Vegas zu werden. Aber glücklicherweise war ja alles anders gekommen. Elizabeth hatte ihm das Abenteuer seines Lebens verschafft und er würde nun alles dafür geben, dass die Expedition weiterbestehen würde.
“Ich werde mich anstrengen, dass der Preis nicht zu hoch wird.”, erwiderte John schmunzelnd und nickte dann sowohl Lieutenant Nelson als auch Carson ein letztes Mal zu.
“Bis später.”, meinte er noch zu den beiden, bevor er sich im Kontrollstuhl zurücklehnte und sich gerade wieder auf die Systeme der Stadt konzentrieren wollte, als er von Doktor Weir unterbrochen wurde. Verwirrt runzelte John die Stirn, während sie ihm erklärte, dass sie vielleicht eine Alternative zu dem Wurmlochantrieb gefunden hatten. Er wusste zwar nicht, was diese Alternative war, aber wenn dieser Plan sicherer war, dann hatte er nichts dagegen noch einen Augenblick zu warten.
“Sheppard an Weir, verstanden.”, bestätigte er den Funkspruch seiner Vorgesetzten und sah dann schulterzuckend zu Carson.
“Jetzt heißt es wohl warten.” Er hoffte nur, dass sie nicht allzu lange warten mussten, denn er hatte keine Ahnung, wie lange es dauern würde, bis er ein Wurmloch mit dem experimentellen Antrieb konnte, falls sie ihn doch noch benötigen sollten. Außerdem spürte er mit jeder Minute, wie der Druck auf die Schilde immer weiter zunahm. Sie hatten nicht mehr lange Zeit und je länger er schon fast untätig im Kontrollstuhl saß, desto mehr begann er auch die Erschöpfung zu spüren, die zuvor vom Adrenalin überdeckt worden war.
- Carson Beckett
- Chefarzt Atlantis
- Beiträge: 73
- Registriert: 10.10.2015, 10:12
Carson musste sich beherrschen, um nicht einen Laut über seine Lippen kommen zu lassen, als John ihm ernsthaft schmunzelnd antworte. Dieser Kerl! Es war ihm schleierhaft, woher der Colonel in so einer Situation seine Ruhe und seinen Humor nahm. Aber vermutlich waren auch diese Dinge das, was Sheppard seinen Job hier in Atlantis in den vergangenen Jahren so gut machen ließ.
Dem Mediziner kam ein lauter Seufzer über die Lippen, als der Offizier sich schließlich mit einem „bis später“ von ihnen verabschiedete und wieder in die Systeme von Atlantis abtauchte. Nebenher schüttelte Carson leicht seinen Kopf und fuhr sich anschließend noch einmal mit der linken Handfläche über sein inzwischen müdes Gesicht.
Der fehlende Schlaf der letzten Wochen machte sich definitiv bemerkbar, aber er hatte noch eine angebrochene Packung Koffeinbonbons in der Tasche seines weißen Kittels. Der Arzt griff nach dem braunen, halb zusammengeknäulten Päckchen auf dem in roter Schrift „AirmenBeans“ stand. Mit routinierten Bewegungen seiner Finger fischte er nach einem der Bonbons, als Elizabeth sich plötzlich erneut per Funk meldete und nun etwas von einer möglichen Alternative erzählte. Woher auch immer diese plötzlich kam… aber er hatte schon vor langer Zeit aufgehört sich darüber Gedanken zu machen, wer, wann, unter welchem Zeitdruck irgendeine Idee aus seinem Hut zaubern konnte. Er hoffte einfach nur, dass was auch immer die schlauen Köpfe dieser Expedition austüftelten auch funktionierte und es so wenig wie möglich, am besten sogar gar keine Verluste auf der menschlichen Seite gab.
Sheppard bestätigte Weir den Empfang der Nachricht und blickte dann mit einem Schulterzucken in seine Richtung, worauf nun Carson derjenige war, der unbewusst schmunzeln musste. Seine Stirn war in Falten gelegt, denn es behagte ihm nicht gerade, dass was auch immer jetzt als Alternative geprüft wurde, Zeit in Anspruch nahm, die der Colonel weiterhin in diesem Stuhl sitzen musste. Aber so war nun mal der Ablauf und vielleicht gelang es ja tatsächlich eine Lösung zu finden, die John nicht dazu zwang einen experimentellen Antrieb zu benutzten, dessen Zugang die Antiker offensichtlich bewusst in ihren Systemen versteckt hatten.
„Ja, das heißt es wohl“, erwiderte Carson und ließ seinen Blick kurz zu Lieutenant Nelson wandern, der er vorhin die Feldflasche zugeworfen hatte, weil er selbst hier auf die schnelle eine Abstellmöglichkeit gefunden hatte.
„Möchten Sie noch etwas trinken, Colonel?“, erkundigte er sich nun bei John um die entstandene Pause mit irgendetwas sinnvollem zu füllen, „Ein ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt kann nur positiv sein.“
Dem Mediziner kam ein lauter Seufzer über die Lippen, als der Offizier sich schließlich mit einem „bis später“ von ihnen verabschiedete und wieder in die Systeme von Atlantis abtauchte. Nebenher schüttelte Carson leicht seinen Kopf und fuhr sich anschließend noch einmal mit der linken Handfläche über sein inzwischen müdes Gesicht.
Der fehlende Schlaf der letzten Wochen machte sich definitiv bemerkbar, aber er hatte noch eine angebrochene Packung Koffeinbonbons in der Tasche seines weißen Kittels. Der Arzt griff nach dem braunen, halb zusammengeknäulten Päckchen auf dem in roter Schrift „AirmenBeans“ stand. Mit routinierten Bewegungen seiner Finger fischte er nach einem der Bonbons, als Elizabeth sich plötzlich erneut per Funk meldete und nun etwas von einer möglichen Alternative erzählte. Woher auch immer diese plötzlich kam… aber er hatte schon vor langer Zeit aufgehört sich darüber Gedanken zu machen, wer, wann, unter welchem Zeitdruck irgendeine Idee aus seinem Hut zaubern konnte. Er hoffte einfach nur, dass was auch immer die schlauen Köpfe dieser Expedition austüftelten auch funktionierte und es so wenig wie möglich, am besten sogar gar keine Verluste auf der menschlichen Seite gab.
Sheppard bestätigte Weir den Empfang der Nachricht und blickte dann mit einem Schulterzucken in seine Richtung, worauf nun Carson derjenige war, der unbewusst schmunzeln musste. Seine Stirn war in Falten gelegt, denn es behagte ihm nicht gerade, dass was auch immer jetzt als Alternative geprüft wurde, Zeit in Anspruch nahm, die der Colonel weiterhin in diesem Stuhl sitzen musste. Aber so war nun mal der Ablauf und vielleicht gelang es ja tatsächlich eine Lösung zu finden, die John nicht dazu zwang einen experimentellen Antrieb zu benutzten, dessen Zugang die Antiker offensichtlich bewusst in ihren Systemen versteckt hatten.
„Ja, das heißt es wohl“, erwiderte Carson und ließ seinen Blick kurz zu Lieutenant Nelson wandern, der er vorhin die Feldflasche zugeworfen hatte, weil er selbst hier auf die schnelle eine Abstellmöglichkeit gefunden hatte.
„Möchten Sie noch etwas trinken, Colonel?“, erkundigte er sich nun bei John um die entstandene Pause mit irgendetwas sinnvollem zu füllen, „Ein ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt kann nur positiv sein.“
“We are going to fight. We are going to be hurt. And in the end, we will stand.”
― "Roland Deschain" aus Stephen King, "The Drawing of the Three"
― "Roland Deschain" aus Stephen King, "The Drawing of the Three"
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- Elizabeth Weir
- Expeditionsleiterin Atlantis
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- Registriert: 23.07.2010, 16:55
Funkspruch aus dem Tor- und Kontrollraum
„Colonel Sheppard. Hier Weir. Skarg hat einen Vorschlag gemacht der womöglich noch besser ist um aus der Blase zu entkommen, wie der Wurmlochantrieb. Colonel Carter wird ihnen mitteilen was sie tun müssen. Weir Ende.“
„Colonel Sheppard. Hier Weir. Skarg hat einen Vorschlag gemacht der womöglich noch besser ist um aus der Blase zu entkommen, wie der Wurmlochantrieb. Colonel Carter wird ihnen mitteilen was sie tun müssen. Weir Ende.“
- Samantha Carter
- Erster Offizier Rapiditas, Teammitglied SG-1
- Beiträge: 857
- Registriert: 20.05.2009, 16:55
Funkspruch vom Maschinenraum der Rapiditas:
“Carter an Sheppard, wir wollen versuchen einen Riss in die Subraumblase zu reißen, durch den Atlantis hoffentlich entkommen kann. Hierfür müssen sie ein Hyperraumfenster öffnen, dürfen jedoch nicht hineinfliegen. Die Rapiditas wird ebenfalls ein Hyperraumfenster öffnen, das jedoch eine andere Polarität als ihr Hyperraumfenster aufweisen wird. Versuchen sie Atlantis in der Mitte zwischen den beiden Hyperraumfenstern zu halten und warten sie darauf, ob sich ein Riss öffnet. Sollte dies geschehen, nehmen Sie mit den Sublichttriebwerken Kurs auf diesen Riss und versuchen hindurch zu fliegen. Bitte bereiten Sie nun alles vor. Ich werde Ihnen Bescheid sagen, sobald wir startklar sind.”
“Carter an Sheppard, wir wollen versuchen einen Riss in die Subraumblase zu reißen, durch den Atlantis hoffentlich entkommen kann. Hierfür müssen sie ein Hyperraumfenster öffnen, dürfen jedoch nicht hineinfliegen. Die Rapiditas wird ebenfalls ein Hyperraumfenster öffnen, das jedoch eine andere Polarität als ihr Hyperraumfenster aufweisen wird. Versuchen sie Atlantis in der Mitte zwischen den beiden Hyperraumfenstern zu halten und warten sie darauf, ob sich ein Riss öffnet. Sollte dies geschehen, nehmen Sie mit den Sublichttriebwerken Kurs auf diesen Riss und versuchen hindurch zu fliegen. Bitte bereiten Sie nun alles vor. Ich werde Ihnen Bescheid sagen, sobald wir startklar sind.”
- John Sheppard
- Militärischer Leiter Atlantis, Teamleiter SGA-1
- Beiträge: 302
- Registriert: 19.06.2010, 16:55
Noch etwas zu trinken war wahrscheinlich gar keine schlechte Idee. Wenn er tatsächlich in Kürze den schwierigsten Flug seines Lebens absolvieren sollte, dann musste er so fit wie nur möglich sein. “Gerne.”, stimmte er Carsons Vorschlag zu. “Wobei mir ein Bier lieber wäre.”, fügte er dann noch mit einem Schmunzeln hinzu und streckte sich leicht. Dabei spürte er ein deutliches Stechen von dem Zugang, den Carson gelegt hatte und er fragte sich unwillkürlich, wie lange er denn schon in dem Kontrollstuhl saß. War Lantea noch bewohnbar oder hatte der Gammablitz schon die Atmosphäre des Planeten zerstört und alles Leben dort ausgelöscht?
Er legte die Hände wieder auf die Gelpads des Kontrollstuhls und wollte gerade einen Blick auf seine Armbanduhr werfen, als er einen weiteren Funkspruch von Elizabeth erhielt. Offenbar hatte Skarg eine Idee gehabt, wie sie aus der Subraumblase entkommen konnten. Kurz zeigte sich ein zufriedenes Lächeln auf Johns Gesicht. Seine Einschätzung, dass Skarg ein wertvolles Mitglied der Expedition werden konnte, war also richtig gewesen. Außerdem war ihm war jede Alternative zu diesem Wurmlochantrieb recht. Die Antiker hatten aus gutem Grund ihre Arbeiten an dieser Antriebsmethode beendet und er wollte nicht unbedingt der Testpilot sein, der nicht nur einen Jumper sondern ein gesamtes, voll besetztes Stadtschiff zerstörte.
Nur bei Elizabeth Worten, dass Colonel Carter ihm erklären würde, was er zu tun hatte, legte sich Johns Stirn in Falten. Wieso bekam er diese Informationen nicht von Rodney? Hatte er es doch nicht geschafft schnell genug in die zentralen Teile der Stadt zurückzukehren? Dabei hatte er doch speziell für ihn die Verkleinerung des Schildes verlangsamt. In großer Sorge um seinen Kameraden lehnte er sich im Kontrollstuhl zurück und ließ Atlantis die Lebenszeichen in der Stadt zählen. Die Antwort der Stadt ließ sofort seinen Herzschlag für einen Augenblick aussetzen. Es hatte Verluste gegeben und Rodneys Headset war aktuell nicht aktiv. Verdammt noch mal! Am liebsten würde er nun aufspringen und selbst nach seinem Kameraden suchen. Aber sein Platz war hier und wenn er sich nun von seinen Gefühlen leiten lassen würde, war es nicht auszuschließen, dass es noch weitere Tote geben würde. Er musste sich nun auf die wichtigste Sache konzentrieren und Atlantis in Sicherheit bringen. Danach konnte er immer noch herausfinden, was mit seinem Kollegen passiert war. Mit einem unglaublich schlechten Gefühl öffnete John wieder die Augen und sah zu Carson, bevor er Elizabeth’ Funkspruch beantwortete.
“Sheppard an Weir, verstanden.”, erwiderte er und schon kurz darauf traf ein Funkspruch des Colonels ein. Die Idee klang fast genauso verrückt, wie der Vorschlag Atlantis durch ein gigantisches Wurmloch zu schicken. Aber einen Versuch war es wahrscheinlich wert. Wenn sich kein Spalt bilden würde, durch den sie entkommen konnten, konnte er ja immer noch den Wurmlochantrieb aktivieren und sie dadurch in Sicherheit bringen.
Vorbereiten musste er nicht viel. Atlantis wartete nur darauf, dass sie irgendetwas tun würden, um aus dieser Blase zu entkommen und ein Hyperraumfenster ohne definiertes Ziel zu öffnen, war so leicht, dass selbst ein vollkommen unerfahrener Pilot sich darum kümmern konnte. Der schwierigste Teil würde wohl erst kommen, wenn sich tatsächlich ein Spalt bilden würde. “Sheppard an Carter, in Ordnung. Ich warte auf ihren Befehl.”, teilte er dem Colonel mit und ließ sich dann wieder von den Systemen der Stadt in die Pilotentrance geleiten. Da die Hyperraumtriebwerke bereits aktiv waren und sie mit ihrem Feld vor der Subraumblase schützten, musste er noch nicht einmal die Triebwerke aktivieren. Er bereitete lediglich alles vor, um ein Hyperraumfenster zu öffnen und wartete dann darauf, dass der Colonel ihm die Anweisung gab Skargs Plan in die Tat umzusetzen.
Er legte die Hände wieder auf die Gelpads des Kontrollstuhls und wollte gerade einen Blick auf seine Armbanduhr werfen, als er einen weiteren Funkspruch von Elizabeth erhielt. Offenbar hatte Skarg eine Idee gehabt, wie sie aus der Subraumblase entkommen konnten. Kurz zeigte sich ein zufriedenes Lächeln auf Johns Gesicht. Seine Einschätzung, dass Skarg ein wertvolles Mitglied der Expedition werden konnte, war also richtig gewesen. Außerdem war ihm war jede Alternative zu diesem Wurmlochantrieb recht. Die Antiker hatten aus gutem Grund ihre Arbeiten an dieser Antriebsmethode beendet und er wollte nicht unbedingt der Testpilot sein, der nicht nur einen Jumper sondern ein gesamtes, voll besetztes Stadtschiff zerstörte.
Nur bei Elizabeth Worten, dass Colonel Carter ihm erklären würde, was er zu tun hatte, legte sich Johns Stirn in Falten. Wieso bekam er diese Informationen nicht von Rodney? Hatte er es doch nicht geschafft schnell genug in die zentralen Teile der Stadt zurückzukehren? Dabei hatte er doch speziell für ihn die Verkleinerung des Schildes verlangsamt. In großer Sorge um seinen Kameraden lehnte er sich im Kontrollstuhl zurück und ließ Atlantis die Lebenszeichen in der Stadt zählen. Die Antwort der Stadt ließ sofort seinen Herzschlag für einen Augenblick aussetzen. Es hatte Verluste gegeben und Rodneys Headset war aktuell nicht aktiv. Verdammt noch mal! Am liebsten würde er nun aufspringen und selbst nach seinem Kameraden suchen. Aber sein Platz war hier und wenn er sich nun von seinen Gefühlen leiten lassen würde, war es nicht auszuschließen, dass es noch weitere Tote geben würde. Er musste sich nun auf die wichtigste Sache konzentrieren und Atlantis in Sicherheit bringen. Danach konnte er immer noch herausfinden, was mit seinem Kollegen passiert war. Mit einem unglaublich schlechten Gefühl öffnete John wieder die Augen und sah zu Carson, bevor er Elizabeth’ Funkspruch beantwortete.
“Sheppard an Weir, verstanden.”, erwiderte er und schon kurz darauf traf ein Funkspruch des Colonels ein. Die Idee klang fast genauso verrückt, wie der Vorschlag Atlantis durch ein gigantisches Wurmloch zu schicken. Aber einen Versuch war es wahrscheinlich wert. Wenn sich kein Spalt bilden würde, durch den sie entkommen konnten, konnte er ja immer noch den Wurmlochantrieb aktivieren und sie dadurch in Sicherheit bringen.
Vorbereiten musste er nicht viel. Atlantis wartete nur darauf, dass sie irgendetwas tun würden, um aus dieser Blase zu entkommen und ein Hyperraumfenster ohne definiertes Ziel zu öffnen, war so leicht, dass selbst ein vollkommen unerfahrener Pilot sich darum kümmern konnte. Der schwierigste Teil würde wohl erst kommen, wenn sich tatsächlich ein Spalt bilden würde. “Sheppard an Carter, in Ordnung. Ich warte auf ihren Befehl.”, teilte er dem Colonel mit und ließ sich dann wieder von den Systemen der Stadt in die Pilotentrance geleiten. Da die Hyperraumtriebwerke bereits aktiv waren und sie mit ihrem Feld vor der Subraumblase schützten, musste er noch nicht einmal die Triebwerke aktivieren. Er bereitete lediglich alles vor, um ein Hyperraumfenster zu öffnen und wartete dann darauf, dass der Colonel ihm die Anweisung gab Skargs Plan in die Tat umzusetzen.
- Carson Beckett
- Chefarzt Atlantis
- Beiträge: 73
- Registriert: 10.10.2015, 10:12
„Pff…“, kam es Carson direkt über die Lippen, als John seine Vorliebe für Bier erwähnte, „Mein Junge, bei dem was ich jetzt schon in ihre Adern gespritzt habe, ist Alkohol für die nächsten 48 Stunden ein absolutes Tabu!“
Der Mediziner begleitete seine Ansage mit einem eindringlichen Blick, der dem Colonel deutlich machen sollte, wie ernst es ihm hiermit war. Selbst im günstigsten Fall aller Fälle, in dem sie es hier alle in einem Stück raus schafften, war für John eine Beteiligung an einer Alkohol beinhaltenden Feierstunde ausgeschlossen. Und wenn er den Offizier eigenständig auf der Krankenstation ans Bett fesseln musste, er würde ihn auf keinen Fall in die Nähe von alkoholischen Getränken lassen.
Doch Gott sei Dank war dieser Kerl, der einiges an Waghalsigkeit bei der Arbeit an den Tag legte, trotzdem auch auf einer Ebene der Vernunft erreichbar. Gefährlich für sein eigenes Wohlbefinden waren eigentlich nur Situationen, in denen sein Beschützerinstinkt seinen Selbsterhaltungstrieb überlagerte. Bei diesem Gedanken musste Carson innerlich seufzen. Er hoffte immer noch inständig, dass sich ein Weg finden ließ, der weder den Colonel noch die anderen derzeitigen Bewohner dieser Stadt schädigten. Doch leider war es der Lauf des Lebens, das nicht alles so glatt lief, wie man es sich erhoffte. Und wenn er daran dachte, dass der derzeit nicht gerade unwahrscheinliche Ausgang im Raum stand, dass keiner von ihnen den Zerfall dieser Subraumblase überleben würde… tja, bei einem solchen Worst Case Szenario musste man beinahe mit allem zufrieden sein, was weniger kostete…
Carson blieb still und hörte ebenfalls aufmerksam zu, als von Elizabeth und Colonel Carter der neue Plan eingeleitet wurde. Der Mediziner kräuselte leicht die Stirn. Das klang aus seiner Sicht tatsächlich gar nicht so schlecht. Eine solche Nutzung der Hyperraum- und Sublichttriebwerke war aus seiner Sicht dem experimentellen Wurmlochantrieb auf jeden Fall vorzuziehen! Er empfand diese Nachricht beinahe als beruhigend, auch wenn sich noch rein gar nichts an ihrer Situation geändert hatte. Letztendlich war dieser Weg des Wraith genauso ein Experiment wie alles andere. Aber die Umsetzung wirkte weniger bedrohlich auf den guten Doktor und positive Gedanken konnte er inzwischen definitiv gebrauchen.
Der Schotte achtete im Moment nicht wirklich auf den Monitor mit der EEG Ausleitung, sonst wären ihm der Pulsanstieg und die Veränderung in den Hirnströmen bei dem Offizier aufgefallen, als er sich Gedanken um Rodney machte. Aber das entging ihm in diesem Augenblick und selbst wenn nicht, hätte er nicht wirklich etwas Hilfreiches beisteuern können. Die Krankenstation war derzeit mit sämtlichem verfügbaren medizinischen Personal besetzt. Natürlich gab es eine Art Schichtplan, aber wer konnte und wollte in so einer Situation wie aktuell schon entspannen? Er wusste, dass die Leitung der Station in guten Händen war und fähige Leute dort ihre Arbeit machten, wenn es Verletzte gab. Allerdings war es auch kein Geheimnis, dass die Sanitäter aufgrund der derzeitigen Lage nur im Fall der absoluten Notwendigkeit und auf Anordnung von Elizabeth den Hauptturm verlassen würden. Und mögliche Verluste aufgrund des nun eingeschränkten Schildes wären nicht als solche Notwendigkeit gesehen worden. Realistisch betrachtet, war es mit dem Zeitverzug bis man vor Ort sein konnte, eh zu spät… Daher war dies leider eine Situation, in der erst bei einer Entspannung der Lage und der erneuten Ausdehnung des Schildes eine Gewissheit über die Verluste vorliegen würde…
Carson lauschte Johns Antworten auf Elizabeths und Colonel Carters Funksprüche und überlegte kurz sich direkt noch ein weiteres Koffeinbonbon zu gönnen, verwarf diese Idee aber schleunigst wieder. Er brachte niemandem etwas, wenn er sich zu sehr aufputschte. Er würde sich so durch die kommenden Minuten durchschlagen müssen, auch wenn seine Augen inzwischen regelrecht vor Müdigkeit schmerzten. Als John sich nun wieder in die Pilotentrance hinabgleiten ließ, widmete Carson sich erneut der EEG Ausleitung. Er spürte wie seine Handflächen begannen feucht zu werden. Es konnte nicht mehr lange dauern, bis Dr. Weir den Startschuss erteilte. Sie hatten genau genommen auch wirklich nicht mehr viel Zeit übrig, wenn er an die zuvor benannte Deadline dachte. Aber er hoffte dennoch, dass Dr. Fraiser es zeitnah hier her schaffen würde und die medizinische Betreuung des Colonels übernehmen konnte, für den (hoffentlich nicht eintretenden) Fall der Fälle, dass etwas schief ging und er selbst sich in diesen verfluchten Stuhl setzten musste…
Der Mediziner begleitete seine Ansage mit einem eindringlichen Blick, der dem Colonel deutlich machen sollte, wie ernst es ihm hiermit war. Selbst im günstigsten Fall aller Fälle, in dem sie es hier alle in einem Stück raus schafften, war für John eine Beteiligung an einer Alkohol beinhaltenden Feierstunde ausgeschlossen. Und wenn er den Offizier eigenständig auf der Krankenstation ans Bett fesseln musste, er würde ihn auf keinen Fall in die Nähe von alkoholischen Getränken lassen.
Doch Gott sei Dank war dieser Kerl, der einiges an Waghalsigkeit bei der Arbeit an den Tag legte, trotzdem auch auf einer Ebene der Vernunft erreichbar. Gefährlich für sein eigenes Wohlbefinden waren eigentlich nur Situationen, in denen sein Beschützerinstinkt seinen Selbsterhaltungstrieb überlagerte. Bei diesem Gedanken musste Carson innerlich seufzen. Er hoffte immer noch inständig, dass sich ein Weg finden ließ, der weder den Colonel noch die anderen derzeitigen Bewohner dieser Stadt schädigten. Doch leider war es der Lauf des Lebens, das nicht alles so glatt lief, wie man es sich erhoffte. Und wenn er daran dachte, dass der derzeit nicht gerade unwahrscheinliche Ausgang im Raum stand, dass keiner von ihnen den Zerfall dieser Subraumblase überleben würde… tja, bei einem solchen Worst Case Szenario musste man beinahe mit allem zufrieden sein, was weniger kostete…
Carson blieb still und hörte ebenfalls aufmerksam zu, als von Elizabeth und Colonel Carter der neue Plan eingeleitet wurde. Der Mediziner kräuselte leicht die Stirn. Das klang aus seiner Sicht tatsächlich gar nicht so schlecht. Eine solche Nutzung der Hyperraum- und Sublichttriebwerke war aus seiner Sicht dem experimentellen Wurmlochantrieb auf jeden Fall vorzuziehen! Er empfand diese Nachricht beinahe als beruhigend, auch wenn sich noch rein gar nichts an ihrer Situation geändert hatte. Letztendlich war dieser Weg des Wraith genauso ein Experiment wie alles andere. Aber die Umsetzung wirkte weniger bedrohlich auf den guten Doktor und positive Gedanken konnte er inzwischen definitiv gebrauchen.
Der Schotte achtete im Moment nicht wirklich auf den Monitor mit der EEG Ausleitung, sonst wären ihm der Pulsanstieg und die Veränderung in den Hirnströmen bei dem Offizier aufgefallen, als er sich Gedanken um Rodney machte. Aber das entging ihm in diesem Augenblick und selbst wenn nicht, hätte er nicht wirklich etwas Hilfreiches beisteuern können. Die Krankenstation war derzeit mit sämtlichem verfügbaren medizinischen Personal besetzt. Natürlich gab es eine Art Schichtplan, aber wer konnte und wollte in so einer Situation wie aktuell schon entspannen? Er wusste, dass die Leitung der Station in guten Händen war und fähige Leute dort ihre Arbeit machten, wenn es Verletzte gab. Allerdings war es auch kein Geheimnis, dass die Sanitäter aufgrund der derzeitigen Lage nur im Fall der absoluten Notwendigkeit und auf Anordnung von Elizabeth den Hauptturm verlassen würden. Und mögliche Verluste aufgrund des nun eingeschränkten Schildes wären nicht als solche Notwendigkeit gesehen worden. Realistisch betrachtet, war es mit dem Zeitverzug bis man vor Ort sein konnte, eh zu spät… Daher war dies leider eine Situation, in der erst bei einer Entspannung der Lage und der erneuten Ausdehnung des Schildes eine Gewissheit über die Verluste vorliegen würde…
Carson lauschte Johns Antworten auf Elizabeths und Colonel Carters Funksprüche und überlegte kurz sich direkt noch ein weiteres Koffeinbonbon zu gönnen, verwarf diese Idee aber schleunigst wieder. Er brachte niemandem etwas, wenn er sich zu sehr aufputschte. Er würde sich so durch die kommenden Minuten durchschlagen müssen, auch wenn seine Augen inzwischen regelrecht vor Müdigkeit schmerzten. Als John sich nun wieder in die Pilotentrance hinabgleiten ließ, widmete Carson sich erneut der EEG Ausleitung. Er spürte wie seine Handflächen begannen feucht zu werden. Es konnte nicht mehr lange dauern, bis Dr. Weir den Startschuss erteilte. Sie hatten genau genommen auch wirklich nicht mehr viel Zeit übrig, wenn er an die zuvor benannte Deadline dachte. Aber er hoffte dennoch, dass Dr. Fraiser es zeitnah hier her schaffen würde und die medizinische Betreuung des Colonels übernehmen konnte, für den (hoffentlich nicht eintretenden) Fall der Fälle, dass etwas schief ging und er selbst sich in diesen verfluchten Stuhl setzten musste…
“We are going to fight. We are going to be hurt. And in the end, we will stand.”
― "Roland Deschain" aus Stephen King, "The Drawing of the Three"
― "Roland Deschain" aus Stephen King, "The Drawing of the Three"
Das nebenstehende Avatarbild basiert auf dem Bild "Paul McGillion" aus der Mediendatenbank Flickr und wurde unter der Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-NC-SA 2.0)-Lizenz veröffentlicht. Der Urheber des Bildes ist fc.nz.
- Samantha Carter
- Erster Offizier Rapiditas, Teammitglied SG-1
- Beiträge: 857
- Registriert: 20.05.2009, 16:55
Funkspruch aus dem Maschinenraum der Rapiditas:
“Carter an Lorne und Sheppard, alle Vorbereitungen für die Öffnung eines Spalts in den Normalraum getroffen. Ich werde nun von zehn bis eins zählen, bitte öffnen Sie, sobald ich die eins erreiche ein Hyperraumfenster.”
“Zehn… neun… acht… sieben… sechs… fünf… vier… drei… zwei… eins… beginnen Sie!”
“Carter an Lorne und Sheppard, alle Vorbereitungen für die Öffnung eines Spalts in den Normalraum getroffen. Ich werde nun von zehn bis eins zählen, bitte öffnen Sie, sobald ich die eins erreiche ein Hyperraumfenster.”
“Zehn… neun… acht… sieben… sechs… fünf… vier… drei… zwei… eins… beginnen Sie!”