Kurztrip

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Teyla Emmagan
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Kurztrip

Beitrag von Teyla Emmagan » 27.11.2022, 00:58

Wissenschaftler und Genie Rodney McKay wird (kurzfristig) als Pilot für Teyla Emmagan eingeteilt, die zu einem Treffen ihres Volkes auf dem Festland eingeladen ist. Was kann da schon schief gehen...?


Teyla Emmagan warf erneut einen Blick auf die militärische Armbanduhr, die sie an ihrem linken Handgelenk trug. Ihre Augenbrauen wanderten nebenbei deutlich nach oben und die junge Frau presste unbewusst ihre Lippen fest aufeinander, ehe sie einmal geräuschvoll ausatmete. Wo blieb er denn bloß?

Teylas Blick wanderte über ihre Schulter zu dem Jumper, der direkt hinter ihr auf seinem Stellplatz im Hangar stand. Zu dumm, dass dieses Transportmittel ihre einzige Möglichkeit war zum Festland zu kommen. Insbesondere, da sie selbst im Gegenzug zu vielen Mitgliedern der Atlantnisexpedition nicht einmal über eine rezessive Version des Antiker-Gens verfügte und daher immer wieder aufs Neue darauf angewiesen war, einen Piloten zu finden, der mit ihr die Reise zum Festland antrat. Und genau das war, was sie für den heutigen Tag geplant hatte.
Seit die Athosianer sich auf dem Festland dieses Planeten niedergelassen hatten, waren bereits einige Monate vergangen. Ihr Volk hatte sich gut eingelebt, auch wenn die Abgeschnittenheit vom Sternentor wiederholt zum Thema wurde. Was aus Sicht der Atlantisexpedition einen zusätzlicher Schutzfaktor darstellte, da das Sternentor mitten in der Stadt gegen ein Eindringen der Wraith gesichert war, war für ihre Leute ein Ausdruck des Verlusts ihrer Eigenständigkeit und Symbol der Abhängigkeit.
Nicht zum ersten Mal gab es daher ein Treffen der Ältesten, um über eine mögliche dauerhafte Zukunft auf dieser Welt zu beratschlagen. Auch sie war zu dieser Zusammenkunft eingeladen. Allerdings fürchtete sie, dass sie sich wie auch die letzten Male in einer unangenehmen Zwitterrolle wiederfinden würde.
Sie verstand die Argumentationsgrundlage von Atlantis. Sie sah wie praktisch die Nähe der Athosianer für die Versorgung dieser immensen Stadt und ihrer Bewohner war, ebenso wie die Sicherheit die Atlantis ihrem Volk bot. Aber ebenso sah sie die Probleme ihres eigenen Volkes, das seit Generationen davon lebte mit anderen Welten Handel zu treiben. Handel, der jetzt nicht mehr so einfach war, wo sie jedes Mal erst um eine Eskorte nach Atlantis bitten mussten, um das Sternentor benutzten zu können. Und auch spontane Besuche von Händlern anderer Welten gab es hier nicht. Zu hoch waren die Sicherheitsstandards der Stadt um noch unbekannte Vertreter diverser Völker in diese Hallen eintreten zu lassen. Das raubte den Athosianern die Chance darauf neue Kontakte zu knüpfen.
Auch wenn es viele Stimmen gab, die die Sicherheit vor einem erneuten Angriff der Wraith an oberster Stelle sahen, gerade jetzt wo ihre Anzahl so erschreckend niedrig war, so gab es auch einen nicht unerheblichen Anteil, der diese Welt schnellstmöglich verlassen wollte und auf Alternativen hinarbeitete.

Erneut kam Teyla ein deutlicher Seufzer über die Lippen. Sie hatte keine Ahnung, wie die heutige Gesprächsrunde enden würde. Aber das würde sie auch nie erfahren, wenn sie sich nicht bald auf den Weg machen würde und rechtzeitig zu Beginn der Zusammenkunft im Dorf war.
Immer mehr von ihrer Ungeduld getrieben, begann die Athosianerin im Bereich vor dem für diesen Flug reservierten Jumper auf und ab zu laufen.
“We are going to fight. We are going to be hurt. And in the end, we will stand.”
― "Roland Deschain" aus Stephen King, "The Drawing of the Three"

Rheena Adhara
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Beitrag von Rheena Adhara » 04.12.2022, 21:00

Rodney:

Natürlich gab es immer irgendetwas Wichtiges zu tun, immerhin bedurfte eine Anlage von der Größe der Stadt auch ohne große Katastrophen einer Menge an Wartung und Instandhaltung. Die Meisten waren sich dessen nur leider nicht bewusst. Jeder genoss die Annehmlichkeiten von Licht, Wärme, Strom und einer heißen Dusche, aber nur die Wenigsten waren sich bewusst, dass irgendwer diese Arbeit auch machen musste. Natürlich machte Rodney diese Arbeiten nicht selbst, dazu hätte er sich seine Doktortitel sparen können. Dennoch trug er am Ende des Tages die Verantwortung und musste alles im Blick behalten, weswegen eine seiner ungeliebtesten Fragen, die ihn von der Arbeit abhielten war, ob er gerade etwas zu tun hätte.
Mit genau diesem Satz - und einem im Hauch schadenfrohen Schmunzeln, wenn er das richtig hatte deuten können - hatte Sheppard sein Labor betreten, um ihn zu fragen ob er es übernehmen könne, Teyla zum Festland und zur athosianischen Siedlung zu fliegen. Der eigentliche Pilot wäre spontan ausgefallen, und Sheppard selbst hätte andere Verpflichtungen, sodass Rodney der Nächste in der Reihe wäre. Eigentlich war es keine Frage gewesen, sondern eine Verkündung, was wohl die leichte Schadenfreude erklärte.

Eigentlich flog er noch nicht einmal gerne. Bei allem was schiefgehen konnte... Fernsehsendungen gab es auf der Erde ja genug, die sensationsgeil Flugzeugunglücke analysierten und rekonstuierten. Und in fast allen Fällen lag es nicht an der Technik oder technischen Versagen, sondern an Pilotenfehlern. Den Besten passierte das, und er war noch nicht einmal ein besonders guter Pilot. Wenn sich ein auftretendes Problem nicht technisch würde beheben lassen, wüsste er nicht einmal was er dann tun sollte.
Ach was, was stellte er sich so an? Er war immerhin Dr. Rodney McKay, eines der - wenn nicht sogar DAS renomierteste Genie in mindestens einer, wahrscheinlich sogar zwei Galaxien!
Es war ein kurzer Trip zum Festland. Einmal hin, und einfach wieder zurück, was sollte da schon schief gehen?
Immerhin konnte er sich auf dem Flug überlegen, wie er Sheppard vielleicht dafür eine kleine Retourkutsche bereiten konnte.

Mit dem Rest des Ärgers über diesen 'aufgedrückten' Auftrag und dem Entschluss das trotz aller möglichen DInge die schief gehen konnten, zu meistern durchschritt er die Tür zum Hangar, deren Flügel bei seiner Annäherung automatisch zur Seite geglitten waren, nur um prompt stehenzubleiben.

"Teyla.." überraschte ihn die Anwesenheit der Athosianerin in seinen Gedanken. "Sie sind schon hier..." formulierte sich die offensichtliche Erkenntnis, und Rodney warf einen schnellen Blick auf seine Uhr. Er war doch nicht zu spät? Teyla sah ganz schön missgelaunt aus. Rasch sammelte er seine Gedanken.
"Sehr gut. Ähm.. ich vermute, sie warten auf Sgt. Effers. Tja, der wird nicht kommen, hat sich wohl irgendeinen Infekt eingefangen." Ein theatralisches Augenrollen äusserte seine Meinung dazu.
"Wie's aussieht, bin also ich ihr neuer Pilot." Dass er damit nicht ganz glücklich war, ließ sich nicht ganz verbergen.
"Haben Sie gar kein Gepäck dabei?" deutete er auf das Fehlen jeglicher Taschen oder Rucksäcke hin.

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Teyla Emmagan
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Beitrag von Teyla Emmagan » 11.12.2022, 22:14

Teyla hielt inne, als sie in ihrem Rücken das vertraute Geräusch der sich öffnen Zugangstür zum Hangar hörte. Da sie durch den bestehenden Zeitdruck und das für sie persönlich durchaus belastende Diskussionsthema der heutigen Sitzung innerlich inzwischen durchaus aufgebracht war, nahm sie sich die drei Sekunden um ihre Augen kurz zu schließen und einmal tief durchzuatmen. Um einen einigermaßen neutralen Gesichtsausdruck bemüht, drehte sie sich anschließend um, um ihrem heutigen Piloten in die Augen sehen zu können.

Zur Überraschung der Athosianerin stand allerdings nicht der ihr zugeteilte Sergeant in der Tür, sondern ihr Teampartner Rodney McKay. Teyla’s Augenbrauchen wanderten überrascht nach oben, senkten sich aber rasch und legten die Stirn der jungen Frau in Falten, als sie Rodneys Kommentar dazu lauschte, dass sie schon da sei. Wenn man bedachte, dass das Zeitfenster für ihren Abflug bereits vor 20 Minuten begonnen hatte, konnte man wohl kaum von „schon hier“ reden… Andererseits stand hier Rodney vor ihr und nicht der zugeteilte Pilot. Was auch immer Ursache für diese Änderung war, sie konnte dem Wissenschaftler kaum eine Verspätung vorwerfen, solange sie nicht wusste, wann er hierzu informiert worden war.

Noch ehe Teyla dazu kam Rodney zu antworten und somit zu begrüßen, fuhr dieser auch bereits fort und erklärte ihr nun, dass der ursprüngliche Pilot ausgefallen war und er an seine Stelle trat. Tja, ein Ausfall aufgrund einer Erkrankung ließ sich nicht ändern. Und Teyla konnte nicht behaupten, dass sie begründete Einwände gegen Rodneys Übernahme dieses Fluges hatte. Allerdings konnte sie auch nicht sagen, dass die Anwesenheit ihres Teamkollegen in der aktuellen Situation zu ihrer Entspannung beitrug. Insbesondere, da er selten Begeisterung für solche Ausflüge empfand.
Sie fragte sich, inwieweit der Physiker über die Eckdaten dieses Fluges informiert worden war, aber seine abschließende Frage, stellte hier bereits ein Indiz für eine Antwort dar. Sollte sie ihn nun diekt darauf hinweisen, dass er - je nach Verlauf der Ältestenzusammenkunft – möglicherweise mit mehreren Stunden Aufenthalt auf dem Festland rechnen musste, da sie nicht geplant hatte dort zu nächtigen?
Die Augen der Athosianerin schweiften in Richtung ihrer unerlässlich tickenden Armbanduhr und sie entschied sich dafür zunächst erstmal dafür zu sorgen, dass sie starten konnten. Eine längere Diskussion mit Rodney konnte sie sich jetzt hier nicht leisten, wenn sie noch rechtzeitig im Dorf ankommen wollte.

Teyla bemühte sich um ein beschwichtigendes, beinahe entschuldigendes Lächeln, als sie endlich das Wort ergriff:


„Vielen Dank, Rodney, dass Sie den Sergeant vertreten. Ich benötige kein Gepäck für diesen Besuch. Allerdings wäre es wichtig, dass wir direkt starten, damit wir noch rechtzeitig eintreffen. Falls Sie nicht vollständig eingewiesen wurden, können wir alle weiteren Details gerne während des Fluges besprechen.“

Der letzte Satz klang im Tonfall der jungen Frau mehr wie eine Frage, als alles andere. Aber Teyla kannte Rodney und wusste daher, dass er wesentlich entspannter reagierte, wenn er nicht das Gefühl hatte, dass man ihm etwas vorschrieb. Sie hoffte, dass er sich darauf einließ nun schleunigst zu starten und wandte sich daher auch halb in Richtung des geöffneten, aber noch ruhenden Jumpers, der neben ihr stand.
“We are going to fight. We are going to be hurt. And in the end, we will stand.”
― "Roland Deschain" aus Stephen King, "The Drawing of the Three"

Rheena Adhara
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Beitrag von Rheena Adhara » 17.01.2023, 17:23

Augenblicklich überkam Rodney das unbestimmte Gefühl, sich wegen irgendetwas seltsam schuldig zu fühlen.
Er kannte Teyla Emmagan als immer ruhenden Pol des Teams, die selbst in schwierigen oder gefährlichen Situationen immer eine ungeheure Resilienz und Fassung bewies. Jetzt allerdings wirkte nicht nur ungeduldig, sondern irgendwie beinahe ein wenig angefressen. War sie ungehalten seinetwegen? Hatte sie schon lange warten müssen?
Auf der anderen Seite hatte er selbst erst vor wenigen Minuten erfahren, dass er als 'Taxifahrer' für den ausgefallenen Sergeant einspringen sollte. Mit übermäßigem Eifer war er nicht unbedingt zum Hangar geeilt, hatte aber auch nicht getrödelt. Immerhin hatte auch er noch ein paar Dinge auf seinem Tagesplan stehen, und je schneller sie los kamen, desto schneller waren sie auch sicher wieder zurück, und er konnte sich ausdenken, wie er sich dafürbei Sheppard bedanken konnte.
Der Ärger in Teylas Gesicht verflog etwas, und ihr Dank darüber, dass er die Aufgabe übernahm (wenn auch nicht freiwillig, aber er tat es, oder?) stimmte auch ihn augenblicklich etwas wohlwollender. Auch ihr etwas drängender Hinweis zum Aufbruch war ihm nur recht, umso eher konnten sie wieder zurück. Zumal er gar nicht wirklich wusste, was überhaupt der Anlass für den Ausflug war, wie ihm aufging.
Teyla mit einer Geste höflich den Vortritt lassend, schob er sich auf halber Länge im Jumper doch wieder an ihr vorbei um im Pilotensessel Platz zu nehmen.

"Na dann wollen wir mal.." galt es weniger an Teyla als vielmehr laut gedacht an sich selbst.

Rodney registrierte mit einer gewissen Zufriedenheit, wie der Jumper fast augenblicklich auf seine Anwesenheit reagierte und hochfuhr. Auf einen kurzen Gedanken hin hob sich die Heckrampe und verriegelte.
Wen kümmerte es jetzt noch, dass er das Gen zur Steuerung der Antikertechnologie erst nachträglich erhalten hatte, und nicht wie manch Andere von Geburt an darüber verfügte. Nun.. um ehrlich zu sein: ihn, zumindest zu Anfang, da besonders Sheppard es gerne mal als nur ein 'Zweitklassiges Gen' bezeichnet hatte und diesen Fakt nutzte, um ihn zu ärgern, und das Rodneys Ego doch ganz schön getroffen hatte. Dafür kannte er die Technik wie kein Zweiter.
Eine gründliche Flugvorbereitung war absolut nicht verwerflich... doch hätte er die lieber gerne für sich gemacht, und nicht unter den Augen eines Zuschauers, selbst wenn es Teyla war.
Eines nach dem Anderen ging er sorgfältig die Systeme durch und überprüfte ihre ordnungsgemäße Funktion. Von Sheppard wusste er, dass Piloten dafür akribische Checklisten hatten, und er versuchte sich grob an dem langzuhangeln, was er von dem kurzen Abriss noch im Kopf behalten hatte.
Energiezufuhr, Lebenserhaltung, Triebwerke, Trägheitsdämpfer, Kommunikation -
hm, war der Wert der Trägheitsdämpfer nicht vielleicht doch ein wenig zu niedrig? Mit kritischem Blick kehrte er zu dem kleinen Menüpunkt zurück.
Ein klein wenig nachjustieren konnte man schon.. auch wenn es ein recht ruhiger Flug werden würde. Sie wollten ja nur zum Festland. Aber vielleicht kamen sie auch in Turbulenzen?
Er hätte das Wetter nochmal prüfen sollen, stellte er unzufrieden fest und drehte die Einstellung doch noch ein, zwei Raster höher.
Oder sollte er sich doch noch einmal kurz erkundigen? Rodney geriet kurz ins Zweifeln, als er im Kopf die Distanz abmaß, die sie über offenes Meer würden fliegen müssen. Ein Absturz über endlos weitem und genauso tiefem Wasser, eingesperrt in diese enge Blechdose war irgendwie auch nicht sehr erstrebenswert. Nur die Schilde würden sie schützen, die ... einwandfrei funktionierten, wie er beruhigt feststellte.
Parallel fuhren im Hintergrund die Triebwerke hoch, und Rodney widmete sich kurz der Kommunikation mit dem Kontrollraum um die Abflugfreigabe einzuholen. Mit einem weiteren stillen Gedanken flutete Sonnenlicht den Hangar, als die Panele im Dach sich öffneten.
Mit einem kleinen Ruck erhob sich das Schiff und stieg über den Turm hinaus in den freien Himmel.

Sich wieder bewusst werdend dass er nicht alleine war, sah er flüchtig zu Teyla hinüber, die neben ihm Platz genommen hatte.

"Also.. aus welchem Anlass fliegen sie zum Festland? Also.. wir. Man hat mir leider so überhaupt nichts gesagt, ausser dass sie dringend einen Ersatzpiloten brauchen. Feiert ihr Volk wieder ein Fest? Hat jemand Geburtstag? Und wie lange haben sie geplant, zu bleiben?"

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