[T - 7 Tage] Atlantis - Kontrollraum
- Samantha Carter
- Erster Offizier Rapiditas, Teammitglied SG-1
- Beiträge: 858
- Registriert: 20.05.2009, 16:55
- John Sheppard
- Militärischer Leiter Atlantis, Teamleiter SGA-1
- Beiträge: 305
- Registriert: 19.06.2010, 16:55
Angespannt stand John neben Rodney und spielte eine Option nach der anderen durch, wie er vielleicht doch noch in den OP-Bereich gelangen und Beckett dort herausholen konnte, bevor der Tumor explodierte. Zum Teil überlegte er sogar einen Jumper zu nehmen, vorsichtig ein Fenster zu rammen und dann über die Heckluke in die verriegelte Ebene einzudringen. Aber das würde alles zu lang dauern. Es war ein einfacher Dreisatz. Es hatte vierzehn Stunden gebraucht, bis Hewstons Tumor explodiert war. Als Frau war sie von Natur aus leichter als Watson, obwohl die beiden eine ähnliche Größe hatten. Vermutlich hatte Hewston fünf Kilogramm weniger gewogen. Es war natürlich alles nur eine Schätzung und nichts, was er laut aussprechen würde, aber wahrscheinlich würde Watsons Tumor etwas mehr als fünfzehn Stunden brauchen, um zu explodieren und die Explosion würde um 8 Prozent stärker werden. Natürlich nur wenn seine Vermutungen stimmten. Und das war ein gigantisches Wenn. Er war kein Wissenschaftler. Er hatte keine Ahnung, wie sich diese Tumore bildeten, vermutlich hatte es auch etwas mit der Körperzusammensetzung zu tun. Nur eine Sache war klar: Ihnen lief die Zeit davon. John warf einen Blick auf seine Armbanduhr. Sollte seine These stimmen, dann war Watsons Tumor schon fast überfällig. Er atmete tief durch, um sein Herz weiterhin ruhig zu halten. Unruhe würde ihn in dieser Situation nicht weiterbringen. Das Adrenalin half die Sinne zu schärfen und Möglichkeiten zu sehen, die man sonst übersehen würde, aber Unruhe würde genau diese Fähigkeit zunichte machen. Genauso wie er es in einer Luftschlacht tun würde, zwang er sich ruhig zu bleiben und einen kühlen Kopf zu bewahren.
“Wie läuft die Evakuierung?”, wandte er sich an Chuck.
Er wollte so viele Menschen wie möglich aus dem Bereich über dem OP-Level schaffen, bevor der Tumor explodierte. Sie hatten keine Ahnung, welche Schäden er möglicherweise an der Bausubstanz anrichten und was dann geschehen würde. Immerhin hatte er es während 9-11 selbst gesehen. Eine gut platzierte Explosion und schon war fast ein ganzer Flügel des Pentagons eingestürzt. Er wollte niemand über der OP-Ebene haben und würde auch am liebsten die Krankenstation räumen lassen. Nur zwei Ebenen unter dem OP lagen Teyla und zahlreiche andere Patienten. Bei einer Explosion wären auch sie in Gefahr. Aber Doktor Biro hatte ihm sehr deutlich mitgeteilt, dass weder Teyla noch die anderen verlegt werden konnten. Er würde mit dem Befehl für die Verlegung ihr Leben riskieren, genauso wie er es riskierte, wenn er sie dort ließ. Er hasste es diese Art von Entscheidung treffen zu müssen und der Plan mit einem Jumper den Turm zu rammen, Watson zu schnappen und den Jumper dann irgendwie in Richtung Weltall zu jagen wurde immer verlockender. So verlockend, dass er in Richtung der Treppe zum Jumperhangar blickte. Vielleicht konnten sie das System zur Jumperfernsteuerung wieder aktivieren. Das Gerät müsste noch irgendwo in einem Lager auf der Krankenstation sein. Es war ja noch gar nicht lange her, dass er es benutzt hatte, um die Kontrolle über Rodneys Jumper zu übernehmen.
“Fast alle haben die Ebenen über dem OP und die Ebene unter dem OP verlassen.”, teilte Chuck ihm mit und John nickte.
“In Ordnung, dann alle hier raus. Der Kontrollraum wird evakuiert.”, wies er die Kontrollraumcrew an und beobachtete zufrieden, wie die Techniker und auch die Wachmannschaft geordnet den Bereich in Richtung der Transporter verließen. Es dauerte nicht lange und nur die üblichen Verdächtigen waren übrig. “Jetzt machen Sie schon! Und damit meine ich auch Sie, McKay. Bereiten Sie die Aktivierung des Hilfskontrollraums vor!”, fauchte er seinen Teamkollegen an. Sie konnten hier oben eh nichts mehr tun und Rodneys Labor war auch tabu. Es lag ebenfalls über dem OP-Bereich und war sogar noch näher an der Gefahrenzone dran. Er dagegen wandte sich immer mehr in Richtung Jumperhangar. Er würde entweder Watson jetzt aus der Stadt schaffen oder zumindest die beiden Ärzte dort rausholen und wenn er Carson und Marie KO schlagen musste. Die beiden würden keine Sekunde länger in der Nähe eines explosiven Tumors bleiben.
Er hatte schon fast die Treppe zum Hangar erreicht, als die Nachricht kam, auf die John gewartet hatte. Carson hatte die Ebene wieder freigegeben. Die gedämpfte Stimme des Chefarztes verriet ihm deutlich, dass er sich noch in der Nähe der Bombe befand. Es war seltsam, aber Menschen reagierten so in der Nähe von Gefahr, selbst wenn die Bedrohung keine Ohren hatte. “Hier Sheppard, sehr gut, Carson und nun machen Sie, dass Sie dort verschwinden. Ich schicke das Bombenräumkommando.”, befahl er dem Chefarzt und hoffte, dass er nun auf ihn hören würde, denn diesen Befehl gab er nicht als militärischer Leiter, sondern als stellvertretender Kommandant dieser Stadt und als Freund. Er wollte Carson nicht verlieren und Watsons Tumor war nun wirklich überfällig.
John biss sich auf die Lippen und kniff die Augen zusammen, bevor er das Bombenräumteam losschickte: “Cadman, hier Sheppard, die Verriegelung ist aufgehoben. Sie können ausrücken. Die Bombe befindet sich im OP. Seien Sie vorsichtig, die Bombe könnte jederzeit explodieren.”, schickte er eine seiner besten Bombenspezialisten los und ging dann in Gedanken den Plan von dem Areal durch, in dem Carson und Marie sich befanden. Es gab zwei Transporter, aber beide waren zu weit weg. Außerdem waren sie nach Carsons Aktion mit Protokoll sieben gerade erst am Hochfahren. Es könnte noch Minuten dauern, bis sie wieder aktiv waren. Das war zu lang und er wollte Marie und Carson so schnell wie möglich aus diesem Turm schaffen. Es waren einfach noch viel zu viele Variablen offen und er wusste noch nicht einmal, ob der stabile, mit Wasser gefüllte Tank die Kraft der Explosion ausreichend dämpfen würde. Im schlimmsten Fall würde die Explosion dadurch, dass der Tumor nun an der Luft war, nur noch schlimmer werden.
Zwei Stufen auf einmal nehmend sprintete er die Treppe zum Hangar hinauf. Er würde keine wertvolle Zeit verschwenden, um diesen Plan mit Elizabeth zu besprechen, da er genau wusste, dass es das richtige war. “Begeben Sie sich in Bereich S-22 und halten Sie sich von dem Fenster fern. Ich hole Sie ab.”, befahl er Carson. Das war die weiteste Strecke, die der Arzt und seine Assistentin in der Zeit, die er brauchte, um den Jumper zu starten und zu dem geplanten Treffpunkt zu fliegen, zurücklegen konnten und würde hoffentlich auch genügend Abstand zwischen die beiden und die Explosion bringen, falls schon vorher etwas geschehen würde.
“Wie läuft die Evakuierung?”, wandte er sich an Chuck.
Er wollte so viele Menschen wie möglich aus dem Bereich über dem OP-Level schaffen, bevor der Tumor explodierte. Sie hatten keine Ahnung, welche Schäden er möglicherweise an der Bausubstanz anrichten und was dann geschehen würde. Immerhin hatte er es während 9-11 selbst gesehen. Eine gut platzierte Explosion und schon war fast ein ganzer Flügel des Pentagons eingestürzt. Er wollte niemand über der OP-Ebene haben und würde auch am liebsten die Krankenstation räumen lassen. Nur zwei Ebenen unter dem OP lagen Teyla und zahlreiche andere Patienten. Bei einer Explosion wären auch sie in Gefahr. Aber Doktor Biro hatte ihm sehr deutlich mitgeteilt, dass weder Teyla noch die anderen verlegt werden konnten. Er würde mit dem Befehl für die Verlegung ihr Leben riskieren, genauso wie er es riskierte, wenn er sie dort ließ. Er hasste es diese Art von Entscheidung treffen zu müssen und der Plan mit einem Jumper den Turm zu rammen, Watson zu schnappen und den Jumper dann irgendwie in Richtung Weltall zu jagen wurde immer verlockender. So verlockend, dass er in Richtung der Treppe zum Jumperhangar blickte. Vielleicht konnten sie das System zur Jumperfernsteuerung wieder aktivieren. Das Gerät müsste noch irgendwo in einem Lager auf der Krankenstation sein. Es war ja noch gar nicht lange her, dass er es benutzt hatte, um die Kontrolle über Rodneys Jumper zu übernehmen.
“Fast alle haben die Ebenen über dem OP und die Ebene unter dem OP verlassen.”, teilte Chuck ihm mit und John nickte.
“In Ordnung, dann alle hier raus. Der Kontrollraum wird evakuiert.”, wies er die Kontrollraumcrew an und beobachtete zufrieden, wie die Techniker und auch die Wachmannschaft geordnet den Bereich in Richtung der Transporter verließen. Es dauerte nicht lange und nur die üblichen Verdächtigen waren übrig. “Jetzt machen Sie schon! Und damit meine ich auch Sie, McKay. Bereiten Sie die Aktivierung des Hilfskontrollraums vor!”, fauchte er seinen Teamkollegen an. Sie konnten hier oben eh nichts mehr tun und Rodneys Labor war auch tabu. Es lag ebenfalls über dem OP-Bereich und war sogar noch näher an der Gefahrenzone dran. Er dagegen wandte sich immer mehr in Richtung Jumperhangar. Er würde entweder Watson jetzt aus der Stadt schaffen oder zumindest die beiden Ärzte dort rausholen und wenn er Carson und Marie KO schlagen musste. Die beiden würden keine Sekunde länger in der Nähe eines explosiven Tumors bleiben.
Er hatte schon fast die Treppe zum Hangar erreicht, als die Nachricht kam, auf die John gewartet hatte. Carson hatte die Ebene wieder freigegeben. Die gedämpfte Stimme des Chefarztes verriet ihm deutlich, dass er sich noch in der Nähe der Bombe befand. Es war seltsam, aber Menschen reagierten so in der Nähe von Gefahr, selbst wenn die Bedrohung keine Ohren hatte. “Hier Sheppard, sehr gut, Carson und nun machen Sie, dass Sie dort verschwinden. Ich schicke das Bombenräumkommando.”, befahl er dem Chefarzt und hoffte, dass er nun auf ihn hören würde, denn diesen Befehl gab er nicht als militärischer Leiter, sondern als stellvertretender Kommandant dieser Stadt und als Freund. Er wollte Carson nicht verlieren und Watsons Tumor war nun wirklich überfällig.
John biss sich auf die Lippen und kniff die Augen zusammen, bevor er das Bombenräumteam losschickte: “Cadman, hier Sheppard, die Verriegelung ist aufgehoben. Sie können ausrücken. Die Bombe befindet sich im OP. Seien Sie vorsichtig, die Bombe könnte jederzeit explodieren.”, schickte er eine seiner besten Bombenspezialisten los und ging dann in Gedanken den Plan von dem Areal durch, in dem Carson und Marie sich befanden. Es gab zwei Transporter, aber beide waren zu weit weg. Außerdem waren sie nach Carsons Aktion mit Protokoll sieben gerade erst am Hochfahren. Es könnte noch Minuten dauern, bis sie wieder aktiv waren. Das war zu lang und er wollte Marie und Carson so schnell wie möglich aus diesem Turm schaffen. Es waren einfach noch viel zu viele Variablen offen und er wusste noch nicht einmal, ob der stabile, mit Wasser gefüllte Tank die Kraft der Explosion ausreichend dämpfen würde. Im schlimmsten Fall würde die Explosion dadurch, dass der Tumor nun an der Luft war, nur noch schlimmer werden.
Zwei Stufen auf einmal nehmend sprintete er die Treppe zum Hangar hinauf. Er würde keine wertvolle Zeit verschwenden, um diesen Plan mit Elizabeth zu besprechen, da er genau wusste, dass es das richtige war. “Begeben Sie sich in Bereich S-22 und halten Sie sich von dem Fenster fern. Ich hole Sie ab.”, befahl er Carson. Das war die weiteste Strecke, die der Arzt und seine Assistentin in der Zeit, die er brauchte, um den Jumper zu starten und zu dem geplanten Treffpunkt zu fliegen, zurücklegen konnten und würde hoffentlich auch genügend Abstand zwischen die beiden und die Explosion bringen, falls schon vorher etwas geschehen würde.
- Carson Beckett
- Chefarzt Atlantis
- Beiträge: 74
- Registriert: 10.10.2015, 10:12
Funkspruch aus der Krankenstation:
„Hier verschwinden? Wie zur Hölle stellen Sie sich das bitte vor! Wir haben hier immer noch einen Patienten mit aufgeschnittenem Bauchraum liegen! Bevor diese OP beendet - oder mit anderen Worten - diese Wunde inklusive der betroffenen Gefäße ordnungsgemäß verschlossen ist, geht hier keiner von uns irgendwohin!“
„Planänderung, Colonel! Ich gehe dem Räumkommando mit unserer Fracht entgegen! Wie ist die aktuelle Position Ihrer Leute?“
Kurz darauf leise vor sich hin gemurmelt (Funkgerät auf Dauerübertragung):„Ruhig Blut, mein Junge, wir haben alle Zeit der Welt…“
„Hier verschwinden? Wie zur Hölle stellen Sie sich das bitte vor! Wir haben hier immer noch einen Patienten mit aufgeschnittenem Bauchraum liegen! Bevor diese OP beendet - oder mit anderen Worten - diese Wunde inklusive der betroffenen Gefäße ordnungsgemäß verschlossen ist, geht hier keiner von uns irgendwohin!“
„Planänderung, Colonel! Ich gehe dem Räumkommando mit unserer Fracht entgegen! Wie ist die aktuelle Position Ihrer Leute?“
Kurz darauf leise vor sich hin gemurmelt (Funkgerät auf Dauerübertragung):„Ruhig Blut, mein Junge, wir haben alle Zeit der Welt…“
“We are going to fight. We are going to be hurt. And in the end, we will stand.”
― "Roland Deschain" aus Stephen King, "The Drawing of the Three"
― "Roland Deschain" aus Stephen King, "The Drawing of the Three"
Das nebenstehende Avatarbild basiert auf dem Bild "Paul McGillion" aus der Mediendatenbank Flickr und wurde unter der Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-NC-SA 2.0)-Lizenz veröffentlicht. Der Urheber des Bildes ist fc.nz.