[T - 7 Tage] Atlantis - Operationsraum
- Samantha Carter
- Erster Offizier Rapiditas, Teammitglied SG-1
- Beiträge: 847
- Registriert: 20.05.2009, 16:55
- Carson Beckett
- Chefarzt Atlantis
- Beiträge: 67
- Registriert: 10.10.2015, 10:12
Atlantis - Krankenstation - OP-Ebene
Vorsichtig, ganz vorsichtig hob Carson die Zange an, zwischen deren Enden er einen in nur wenigen Stunden gewachsenen und offensichtlich hoch explosiven Tumor hielt. Dieses kleine, fiese Gebilde hatten sie vorab mittels eines Scans in Watsons Brustkorb lokalisiert können. Die Suche war dabei nicht sonderlich schwer gewesen, nachdem Rodney ihm ausführlich hatte erläutern können, was die Maschine, die die zwei Wissenschaftler in der vorangegangenen Nacht aktiviert hatten, in deren Körpern bewirkte und worauf sie somit ihr Augenmerk richten sollten. Gott sei Dank, denn Zeit war momentan genau das wovon sie vermutlich nicht mehr allzu viel haben würden.
Der Schotte schluckte schwer und kämpfte mit Mühe gegen den inneren Impuls an, die Luft anzuhalten. Aber das würde ihnen hier auch nichts bringen. Ihm war sehr wohl bewusst, dass dieses Ding jederzeit hochgehen konnte. Und sollte die Sprengwirkung auch nur im Ansatz mit der Explosion vor der Kantine vergleichbar sein, würde keiner von ihnen lebend diesen OP verlassen. Sie würden schon Glück haben, wenn ihre Körper einigermaßen am Stück blieben, statt von der Wucht der Explosion in Stücke gerissen zu werden… Wobei auch ein „am Stück bleiben“ kein Garant dafür sein würde, dass es leicht werden würde ihre Überreste zu identifizieren. So verbrannt und verkohlt wie diese vermutlich sein würden…
Aber genau genommen war das nichts, worauf der Arzt zu diesem Zeitpunkt irgendwelche gedanklichen Kapazitäten verschwenden sollte, egal in welchem Umfang. Stattdessen sollte er sich viel mehr darauf konzentrieren alles ihm mögliche zu tun, um dafür zu sorgen, dass der bisher ahnungslose Patient, die tapfere Assistenzärztin, die sich vehement dagegen gewehrt hatte seinem Evakuierungsbefehl Folge zu leisten und, im Idealfall, auch er selbst hier lebend rauskamen.
Sehr langsam, um soweit wie möglich Erschütterungen zu vermeiden, drehte Carson sich um die eigene Axe. Seine Augen waren dabei konzentriert auf die heimtückische Bombe gerichtet. Eine Box von denen, die üblicherweise für den Transport von Organtransplantaten verwendet wurden, stand bereits geöffnet neben ihm. Und der Chefarzt konzentrierte sich nun darauf das extrahierte Gewebe so vorsichtig wie möglich in diesem Abzusetzen. Eigentlich wusste er nicht einmal warum sie überhaupt diese Box geholt hatten. Eine kleine Nierenschale hätte es vermutlich genauso getan, denn zur Eindämmung von Explosionen waren die Boxen eindeutig nicht geeignet. Aber andererseits war es einfach ein besseres Gefühl dieses Ding in etwas hinein zu packen, von dem er zumindest den Deckel schließen konnte.
Sobald das Gewebe sorgsam im Inneren der Box platziert war, zog Carson mit einem leisen Seufzer auf den Lippen die Zange zurück. Weiterhin vorsichtig legte er das medizinische Werkzeug ab und griff mit beiden Händen an die Abdeckung der Transportbox, um diese langsam zu schließen.
„Colonel Sheppard“, begann Carson nebenher leise, obwohl er nicht einmal wusste, warum er seine Stimme so dämpfte. Er hoffte ja mal ernsthaft, dass dieser Tumor nicht auf Schallwellen oder Luftbewegungen reagieren konnte…
„Ich habe den Tumor extrahiert“, beendete Carson den Satz und schloss zeitgleich auch final den Deckel der Transportbox. Mit routinierten, aber dennoch deutlich eiligeren Bewegungen als üblich zog sich der Schotte nun das Plastikvisier und die OP-Mütze von Kopf und Gesicht. Dennoch fühlte sich der nächste Atemzug nicht wesentlich besser an, dafür war es noch immer ein viel zu blödes Gefühl hier wortwörtlich direkt neben einer tickenden Zeitbombe ohne erkennbaren Timer zu stehen.
„Ich gebe den Zugang zur OP-Ebene nun frei.“
Schon während dieser Worte streifte Carson sich bereits seine Einmalhandschuhe von den Fingern und eilte zu einem Computer hinüber, auf dessen Bildschirm noch immer das Abriegelungsprotokoll aufleuchtete. Im Nu tippte der Chefarzt seinen persönlichen Code ein und bestätigte die Eingabe mit der „Enter“-Taste, um die Abriegelung der gesamten Ebene mit sofortiger Wirkung aufzuheben.
Er konnte es aufgrund der Entfernung zwar nicht hören, aber dennoch fühlte er in gewisser Weise, dass sich eine Tür öffnete. Und zwar genau die, vor der schon seit einigen Minuten der Sprengstoffspezialist, der von Colonel Sheppard den Auftrag der Abholung ihres kleinen „Päckchens“ erhalten hatte, auf die Freigabe des Zugangs gewartet haben musste. Manch einer mochte diesen Umstand damit begründen, dass er auf mentaler Ebene vielleicht doch etwas mehr mit den Stadtsystemen verbunden war, als er zugeben wollte. Aber Carson selbst erklärte es sich definitiv lieber damit, dass es schlicht und einfach an einem Luftzug lag, der sich durch die Türöffnung über die sie verbindenden Korridore ausbreitete.
Vorsichtig, ganz vorsichtig hob Carson die Zange an, zwischen deren Enden er einen in nur wenigen Stunden gewachsenen und offensichtlich hoch explosiven Tumor hielt. Dieses kleine, fiese Gebilde hatten sie vorab mittels eines Scans in Watsons Brustkorb lokalisiert können. Die Suche war dabei nicht sonderlich schwer gewesen, nachdem Rodney ihm ausführlich hatte erläutern können, was die Maschine, die die zwei Wissenschaftler in der vorangegangenen Nacht aktiviert hatten, in deren Körpern bewirkte und worauf sie somit ihr Augenmerk richten sollten. Gott sei Dank, denn Zeit war momentan genau das wovon sie vermutlich nicht mehr allzu viel haben würden.
Der Schotte schluckte schwer und kämpfte mit Mühe gegen den inneren Impuls an, die Luft anzuhalten. Aber das würde ihnen hier auch nichts bringen. Ihm war sehr wohl bewusst, dass dieses Ding jederzeit hochgehen konnte. Und sollte die Sprengwirkung auch nur im Ansatz mit der Explosion vor der Kantine vergleichbar sein, würde keiner von ihnen lebend diesen OP verlassen. Sie würden schon Glück haben, wenn ihre Körper einigermaßen am Stück blieben, statt von der Wucht der Explosion in Stücke gerissen zu werden… Wobei auch ein „am Stück bleiben“ kein Garant dafür sein würde, dass es leicht werden würde ihre Überreste zu identifizieren. So verbrannt und verkohlt wie diese vermutlich sein würden…
Aber genau genommen war das nichts, worauf der Arzt zu diesem Zeitpunkt irgendwelche gedanklichen Kapazitäten verschwenden sollte, egal in welchem Umfang. Stattdessen sollte er sich viel mehr darauf konzentrieren alles ihm mögliche zu tun, um dafür zu sorgen, dass der bisher ahnungslose Patient, die tapfere Assistenzärztin, die sich vehement dagegen gewehrt hatte seinem Evakuierungsbefehl Folge zu leisten und, im Idealfall, auch er selbst hier lebend rauskamen.
Sehr langsam, um soweit wie möglich Erschütterungen zu vermeiden, drehte Carson sich um die eigene Axe. Seine Augen waren dabei konzentriert auf die heimtückische Bombe gerichtet. Eine Box von denen, die üblicherweise für den Transport von Organtransplantaten verwendet wurden, stand bereits geöffnet neben ihm. Und der Chefarzt konzentrierte sich nun darauf das extrahierte Gewebe so vorsichtig wie möglich in diesem Abzusetzen. Eigentlich wusste er nicht einmal warum sie überhaupt diese Box geholt hatten. Eine kleine Nierenschale hätte es vermutlich genauso getan, denn zur Eindämmung von Explosionen waren die Boxen eindeutig nicht geeignet. Aber andererseits war es einfach ein besseres Gefühl dieses Ding in etwas hinein zu packen, von dem er zumindest den Deckel schließen konnte.
Sobald das Gewebe sorgsam im Inneren der Box platziert war, zog Carson mit einem leisen Seufzer auf den Lippen die Zange zurück. Weiterhin vorsichtig legte er das medizinische Werkzeug ab und griff mit beiden Händen an die Abdeckung der Transportbox, um diese langsam zu schließen.
„Colonel Sheppard“, begann Carson nebenher leise, obwohl er nicht einmal wusste, warum er seine Stimme so dämpfte. Er hoffte ja mal ernsthaft, dass dieser Tumor nicht auf Schallwellen oder Luftbewegungen reagieren konnte…
„Ich habe den Tumor extrahiert“, beendete Carson den Satz und schloss zeitgleich auch final den Deckel der Transportbox. Mit routinierten, aber dennoch deutlich eiligeren Bewegungen als üblich zog sich der Schotte nun das Plastikvisier und die OP-Mütze von Kopf und Gesicht. Dennoch fühlte sich der nächste Atemzug nicht wesentlich besser an, dafür war es noch immer ein viel zu blödes Gefühl hier wortwörtlich direkt neben einer tickenden Zeitbombe ohne erkennbaren Timer zu stehen.
„Ich gebe den Zugang zur OP-Ebene nun frei.“
Schon während dieser Worte streifte Carson sich bereits seine Einmalhandschuhe von den Fingern und eilte zu einem Computer hinüber, auf dessen Bildschirm noch immer das Abriegelungsprotokoll aufleuchtete. Im Nu tippte der Chefarzt seinen persönlichen Code ein und bestätigte die Eingabe mit der „Enter“-Taste, um die Abriegelung der gesamten Ebene mit sofortiger Wirkung aufzuheben.
Er konnte es aufgrund der Entfernung zwar nicht hören, aber dennoch fühlte er in gewisser Weise, dass sich eine Tür öffnete. Und zwar genau die, vor der schon seit einigen Minuten der Sprengstoffspezialist, der von Colonel Sheppard den Auftrag der Abholung ihres kleinen „Päckchens“ erhalten hatte, auf die Freigabe des Zugangs gewartet haben musste. Manch einer mochte diesen Umstand damit begründen, dass er auf mentaler Ebene vielleicht doch etwas mehr mit den Stadtsystemen verbunden war, als er zugeben wollte. Aber Carson selbst erklärte es sich definitiv lieber damit, dass es schlicht und einfach an einem Luftzug lag, der sich durch die Türöffnung über die sie verbindenden Korridore ausbreitete.
“We are going to fight. We are going to be hurt. And in the end, we will stand.”
― "Roland Deschain" aus Stephen King, "The Drawing of the Three"
― "Roland Deschain" aus Stephen King, "The Drawing of the Three"
Das nebenstehende Avatarbild basiert auf dem Bild "Paul McGillion" aus der Mediendatenbank Flickr und wurde unter der Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-NC-SA 2.0)-Lizenz veröffentlicht. Der Urheber des Bildes ist fc.nz.
- John Sheppard
- Militärischer Leiter Atlantis, Teamleiter SGA-1
- Beiträge: 241
- Registriert: 19.06.2010, 16:55
Funkspruch aus dem Kontrollraum
“Hier Sheppard, sehr gut, Carson und nun machen Sie, dass Sie dort verschwinden. Ich schicke das Bombenräumkommando.”
“Begeben Sie sich in Bereich S-22 und halten Sie sich von dem Fenster fern. Ich hole Sie ab.”
“Hier Sheppard, sehr gut, Carson und nun machen Sie, dass Sie dort verschwinden. Ich schicke das Bombenräumkommando.”
“Begeben Sie sich in Bereich S-22 und halten Sie sich von dem Fenster fern. Ich hole Sie ab.”
- Carson Beckett
- Chefarzt Atlantis
- Beiträge: 67
- Registriert: 10.10.2015, 10:12
So sehr Carson sich in gewisser Hinsicht freute die Stimme des Colonels zu hören - von seinem Standpunkt aus waren sie mit wahnsinnig hoher Wahrscheinlichkeit auf diesen Offizier beziehungsweise dessen Koordinationsfähigkeiten und Spezialisten angewiesen, um das hier zu überleben - so sehr lösten die aktuellen Worte des Colonels gerade absolutes Unverständnis in dem Arzt aus.
„Hier verschwinden? Wie zur Hölle stellen Sie sich das bitte vor! Wir haben hier immer noch einen Patienten mit aufgeschnittenem Bauchraum liegen! Bevor diese OP beendet - oder mit anderen Worten - diese Wunde inklusive der betroffenen Gefäße ordnungsgemäß verschlossen ist, geht hier keiner von uns irgendwohin!“
Konterte Carson und konnte dabei nur den Kopf schütteln. Bereich S-22 und vom Fenster fernhalten? Oh, er wusste ganz genau was dieser Hitzkopf da vorhatte. Aber er würde sicher nicht dabei mitspielen, dass der Colonel in einem sinnlosen Unterfangen mit einem Jumper eines seiner Fenster hier rammte. Nein, das machte absolut keinen Sinn. Wenn sie Dr. Watson jetzt einfach neben dem entfernten Tumor liegen lassen würden, hätte er sich die ganze OP von vornherein sparen können! Und schließlich ging es hier genau darum zu verhindern, dass dieser junge Mann getötet wurde. Nein, dass er selbst gehen würde, war absolut keine Option. Kurz tauchte der Gedankengang auf, dass er Marie auf diesem Weg die Möglichkeit geben konnte hier doch noch weg zu kommen. Aber sie schien seine Gedanken bereits gelesen zu haben, noch bevor er sie selbst zu Ende gedacht hatte. Und sah ihn mit einem entsprechend unbeugsamen Blick an, als er den Blickkontakt herstellte. Nein, das war also auch keine Option.
Die Augen des Schotten wanderten zu der geschlossenen Transportbox mit dem explosiven Tumorgewebe in seinem Inneren. Das Bombenräumkommando war laut Sheppard unterwegs… also gab es noch eine weitere Option! Der Chefarzt streift eilig den Rest seiner OP-Kleidung ab und wandte sich an seine Assistentin:
„Ich weiß, dass ist noch einiges an Arbeit, aber ich verlasse mich darauf, dass Sie unseren Patienten schonmal soweit wie möglich zusammenflicken. Ich bin gleich wieder da!“
Er wartete gar nicht erst Maries Antwort ab, sondern aktivierte mit der linken Hand erneut sein Funkgerät, während er bereits vor dem kleinen Container mit seinem tödlichen Inhalt in Position ging.
„Planänderung, Colonel! Ich gehe dem Räumkommando mit unserer Fracht entgegen! Wie ist die aktuelle Position Ihrer Leute?“
Direkt nachdem er ausgesprochen hatte, nahm Carson einen letzten tiefen Atemzug. Während des Ausatmens wagte er es den weißen Kunststoffcontainer vorsichtig von seinem Platz auf einem der Rolltische anzuheben. Für eine Sekundenbruchteil starrte er das nun zwischen seinen Händen in der Luft hängende Gefäß an, als erwartete er, dass der Tumor allein durch diese leichte Bewegung bereits zur Explosion gezwungen wurde. Aber nichts geschah. Puh… na dann mal los!
Ein nervöses Schlucken war an der Bewegung seiner Halsmuskulatur zu erkennen, als der Arzt nun mit kontrollierten Schritten in Richtung OP-Ausgang ging. In welche Richtung er danach musste, würde ihm Sheppard hoffentlich gleich mitteilen. Wobei ihm sein Gefühl bereits sagte, dass es links rum sein würde.
„Ruhig Blut, mein Junge, wir haben alle Zeit der Welt…“, murmelte der Schotte vor sich hin. Auch wenn der Eindruck entstehen konnte, dass er mit diesem hinterhältigen Tumor sprach, stellte das Ganze mehr einen beinahe verzweifelten Versuch dar seine eigenen Nerven zu beruhigen. Dass er sein Funkgerät zuvor auf dauerhafte Sprachübertragung umgestellt hatte, beachtete er dabei nicht wirklich. Es war ihm aber auch egal, das einzige was zählte war, dass er in der Lage war weiterhin mit dem Kontrollraum zu kommunizieren, selbst jetzt wo er leider keine Hand mehr frei hatte.
„Hier verschwinden? Wie zur Hölle stellen Sie sich das bitte vor! Wir haben hier immer noch einen Patienten mit aufgeschnittenem Bauchraum liegen! Bevor diese OP beendet - oder mit anderen Worten - diese Wunde inklusive der betroffenen Gefäße ordnungsgemäß verschlossen ist, geht hier keiner von uns irgendwohin!“
Konterte Carson und konnte dabei nur den Kopf schütteln. Bereich S-22 und vom Fenster fernhalten? Oh, er wusste ganz genau was dieser Hitzkopf da vorhatte. Aber er würde sicher nicht dabei mitspielen, dass der Colonel in einem sinnlosen Unterfangen mit einem Jumper eines seiner Fenster hier rammte. Nein, das machte absolut keinen Sinn. Wenn sie Dr. Watson jetzt einfach neben dem entfernten Tumor liegen lassen würden, hätte er sich die ganze OP von vornherein sparen können! Und schließlich ging es hier genau darum zu verhindern, dass dieser junge Mann getötet wurde. Nein, dass er selbst gehen würde, war absolut keine Option. Kurz tauchte der Gedankengang auf, dass er Marie auf diesem Weg die Möglichkeit geben konnte hier doch noch weg zu kommen. Aber sie schien seine Gedanken bereits gelesen zu haben, noch bevor er sie selbst zu Ende gedacht hatte. Und sah ihn mit einem entsprechend unbeugsamen Blick an, als er den Blickkontakt herstellte. Nein, das war also auch keine Option.
Die Augen des Schotten wanderten zu der geschlossenen Transportbox mit dem explosiven Tumorgewebe in seinem Inneren. Das Bombenräumkommando war laut Sheppard unterwegs… also gab es noch eine weitere Option! Der Chefarzt streift eilig den Rest seiner OP-Kleidung ab und wandte sich an seine Assistentin:
„Ich weiß, dass ist noch einiges an Arbeit, aber ich verlasse mich darauf, dass Sie unseren Patienten schonmal soweit wie möglich zusammenflicken. Ich bin gleich wieder da!“
Er wartete gar nicht erst Maries Antwort ab, sondern aktivierte mit der linken Hand erneut sein Funkgerät, während er bereits vor dem kleinen Container mit seinem tödlichen Inhalt in Position ging.
„Planänderung, Colonel! Ich gehe dem Räumkommando mit unserer Fracht entgegen! Wie ist die aktuelle Position Ihrer Leute?“
Direkt nachdem er ausgesprochen hatte, nahm Carson einen letzten tiefen Atemzug. Während des Ausatmens wagte er es den weißen Kunststoffcontainer vorsichtig von seinem Platz auf einem der Rolltische anzuheben. Für eine Sekundenbruchteil starrte er das nun zwischen seinen Händen in der Luft hängende Gefäß an, als erwartete er, dass der Tumor allein durch diese leichte Bewegung bereits zur Explosion gezwungen wurde. Aber nichts geschah. Puh… na dann mal los!
Ein nervöses Schlucken war an der Bewegung seiner Halsmuskulatur zu erkennen, als der Arzt nun mit kontrollierten Schritten in Richtung OP-Ausgang ging. In welche Richtung er danach musste, würde ihm Sheppard hoffentlich gleich mitteilen. Wobei ihm sein Gefühl bereits sagte, dass es links rum sein würde.
„Ruhig Blut, mein Junge, wir haben alle Zeit der Welt…“, murmelte der Schotte vor sich hin. Auch wenn der Eindruck entstehen konnte, dass er mit diesem hinterhältigen Tumor sprach, stellte das Ganze mehr einen beinahe verzweifelten Versuch dar seine eigenen Nerven zu beruhigen. Dass er sein Funkgerät zuvor auf dauerhafte Sprachübertragung umgestellt hatte, beachtete er dabei nicht wirklich. Es war ihm aber auch egal, das einzige was zählte war, dass er in der Lage war weiterhin mit dem Kontrollraum zu kommunizieren, selbst jetzt wo er leider keine Hand mehr frei hatte.
“We are going to fight. We are going to be hurt. And in the end, we will stand.”
― "Roland Deschain" aus Stephen King, "The Drawing of the Three"
― "Roland Deschain" aus Stephen King, "The Drawing of the Three"
Das nebenstehende Avatarbild basiert auf dem Bild "Paul McGillion" aus der Mediendatenbank Flickr und wurde unter der Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-NC-SA 2.0)-Lizenz veröffentlicht. Der Urheber des Bildes ist fc.nz.