[T - 7 Tage] Atlantis - Gänge
- Samantha Carter
- Erster Offizier Rapiditas, Teammitglied SG-1
- Beiträge: 857
- Registriert: 20.05.2009, 16:55
- John Sheppard
- Militärischer Leiter Atlantis, Teamleiter SGA-1
- Beiträge: 302
- Registriert: 19.06.2010, 16:55
Funkspruch aus dem Kontrollraum
“Cadman, hier Sheppard, die Verriegelung ist aufgehoben. Sie können ausrücken. Die Bombe befindet sich im OP. Seien Sie vorsichtig, die Bombe könnte jederzeit explodieren.”
“Cadman, hier Sheppard, die Verriegelung ist aufgehoben. Sie können ausrücken. Die Bombe befindet sich im OP. Seien Sie vorsichtig, die Bombe könnte jederzeit explodieren.”
- Laura Cadman
- Beiträge: 10
- Registriert: 07.05.2025, 23:08
Die Augen der Rotblonden wanderten auf die Digitalanzeige ihrer Uhr, nur um festzustellen, dass gerade einmal 38 Sekunden verstrichen waren, als sie zuletzt einen Blick auf die aktuelle Uhrzeit geworfen hatten. Sie hätte es irgendwie witzig gefunden, wenn man die Einheit von Sekunden auf Minuten ändern würde. Solange nämlich ließ sich eine Wurmlochverbindung halten. Achtunddreißig Minuten. Das hatte sowohl das Stargate Center als auch Atlantis einige Male erleben müssen. Angesichts der Lage konnte Laura jedoch gerade nicht darüber witzeln. Denn mit jeder Sekunde, die verstrich, drohte die Gefahr, dass der Tumor in Watson explodierte.
Ganz richtig. Ein explodierender Tumor. Auf eine gewisse Art war es faszinierend und interessant. Beruflich gesehen. Auf der anderen Seite war es irgendwie grausam. Schon die erste Explosion hatte weit mehr als nur Schäden hinterlassen. Es gab mehr als ein Dutzend Verletzte und drei Tote. Stand der letzten Zählung. Und nach jetzigen Erkenntnissen gab es keine Möglichkeit die Explosion zu verhindern. Es wäre interessant gewesen, herauszufinden, wie man einen gewebeartigen Sprengstoff zu entschärfen. Als Spezialistin auf diesem Gebiet würde sie jede Form an Herausforderung annehmen. Nur so lernte man, sammelte Wissen und Erfahrung. Es half einem dem Job, seinem Job, besser zu machen. Am Ende profitierte man von solchen Dingen. Es könnte zukünftig helfen Menschenleben besser zu schützen
Begnügen würde sich die Marine unter kontrollierbaren Umständen und ausreichenden Schutzmaßnahmen den Tumor detonieren zu lassen. Etwas anderes stand nicht zur Option und genau darauf hatte sie sich bereits vorbereitet, als bekannt wurde, was die Explosion nahe der Kantine auslöste und was noch bevorstand. Situationsbedingt hatte auf den Explosionsschutzbehälter zurückgegriffen. Der auf einem kleinen, ziehbaren Anhänger aufgebaute zylindrische Behälter bestand aus Spezialstahl und wurde dank der Variante TCV – Total Containment Vessel – auch für stärkere Detonationen ausgelegt.
Auf ihren EOD Anzug hatte der Leutnant verzichtet. Schließlich musste alles schnell gehen und sich in den 30 kg schweren Anzug erst zu zwängen und anschließend zu bewegen, kostete einfach immense Zeit. Zeit die sie nicht hatten und die immer weiter verstrich. Hilfreich war es daher wirklich nicht vor einer verschlossenen Tür im Gang zu stehen und zu warten. Verdammt dazu zu warten, bis die vom medizinischen Leiter der Atlantis Expedition, Dr. Carson Beckett, ausgeführte Verriegelung aufgehoben wurde. Das Vorgehen des schottischen Mediziners überraschte sie in keinster weise. Carson war Arzt mit Leib und Seele. Für ihn war es eine Selbstverständlichkeit ein Leben zu retten. „Auch dann, wenn sein eigenes Leben gefährdet ist“, ging es der jungen Sprengstoffexpertin durch den Kopf.
Sie verstand und respektierte die Entschlossenheit des Arztes und würde ihm beipflichten. Allerdings schätzte sie Carson ebenso. Der Ältere war ihr sehr sympathisch und eben wegen dieser Sympathie wäre es ihr lieber, das Bekett an sich denken würde. Es wäre schlimm, sollte ihm etwas passieren. Natürlich für die Expedition. Persönliches durfte sich beruflich nicht vermischen und gerade jetzt brauchte sie all ihre Konzentration. Gleichwohl die Anspannung sie gefangen hielt.
Abermals prüfte Cadman die abgeworfene Einsatzkleidung. Ein feuerfestes Outfit. Robust. Reißfest. Teilweise mit Kevlar Einlagen versehen. Dazu ein Helm mit Visier. Ausreichend für kleinere Detonationen. Unwahrscheinlich, dass er helfen würde, sollte das Ding nur wenige Meter vor ihr hochgehen. Sie war bei der Analyse im Kontrollraum gewesen, bevor Watson gefunden wurde. Sie konnte sich ausmalen, wie weit sie weg sein musste, um damit eine Chance zu haben. Doch jeglicher Schutz war besser als keine. Es war wie bei einem Einsatz von Erste Hilfe. Es war besser, etwas zu tun, als nichts zu tun.
Dann der erlösende Funkspruch in ihrem Ohr. Die Marine atmete tief aus, während sich ihre Handinnenfläche über den Türöffner schob. Surrend schob sich die Metalltür zu beiden Seiten auf und machte den Gang dahinter zugänglich. „Verstanden, Colonel. Bin unterwegs“, gab sie kurz angebunden zurück. Mehr Worte brauchte es auch nicht, als sie anfing, sich der Krankenstation zu nähern. Jetzt musste einfach noch ein wenig Zeit mit ihnen sein. Nicht viel. Nur so viel, dass es genügte, den Tumor zu verstauen. Hoffentlich hatten sie noch so viel Zeit.
Ganz richtig. Ein explodierender Tumor. Auf eine gewisse Art war es faszinierend und interessant. Beruflich gesehen. Auf der anderen Seite war es irgendwie grausam. Schon die erste Explosion hatte weit mehr als nur Schäden hinterlassen. Es gab mehr als ein Dutzend Verletzte und drei Tote. Stand der letzten Zählung. Und nach jetzigen Erkenntnissen gab es keine Möglichkeit die Explosion zu verhindern. Es wäre interessant gewesen, herauszufinden, wie man einen gewebeartigen Sprengstoff zu entschärfen. Als Spezialistin auf diesem Gebiet würde sie jede Form an Herausforderung annehmen. Nur so lernte man, sammelte Wissen und Erfahrung. Es half einem dem Job, seinem Job, besser zu machen. Am Ende profitierte man von solchen Dingen. Es könnte zukünftig helfen Menschenleben besser zu schützen
Begnügen würde sich die Marine unter kontrollierbaren Umständen und ausreichenden Schutzmaßnahmen den Tumor detonieren zu lassen. Etwas anderes stand nicht zur Option und genau darauf hatte sie sich bereits vorbereitet, als bekannt wurde, was die Explosion nahe der Kantine auslöste und was noch bevorstand. Situationsbedingt hatte auf den Explosionsschutzbehälter zurückgegriffen. Der auf einem kleinen, ziehbaren Anhänger aufgebaute zylindrische Behälter bestand aus Spezialstahl und wurde dank der Variante TCV – Total Containment Vessel – auch für stärkere Detonationen ausgelegt.
Auf ihren EOD Anzug hatte der Leutnant verzichtet. Schließlich musste alles schnell gehen und sich in den 30 kg schweren Anzug erst zu zwängen und anschließend zu bewegen, kostete einfach immense Zeit. Zeit die sie nicht hatten und die immer weiter verstrich. Hilfreich war es daher wirklich nicht vor einer verschlossenen Tür im Gang zu stehen und zu warten. Verdammt dazu zu warten, bis die vom medizinischen Leiter der Atlantis Expedition, Dr. Carson Beckett, ausgeführte Verriegelung aufgehoben wurde. Das Vorgehen des schottischen Mediziners überraschte sie in keinster weise. Carson war Arzt mit Leib und Seele. Für ihn war es eine Selbstverständlichkeit ein Leben zu retten. „Auch dann, wenn sein eigenes Leben gefährdet ist“, ging es der jungen Sprengstoffexpertin durch den Kopf.
Sie verstand und respektierte die Entschlossenheit des Arztes und würde ihm beipflichten. Allerdings schätzte sie Carson ebenso. Der Ältere war ihr sehr sympathisch und eben wegen dieser Sympathie wäre es ihr lieber, das Bekett an sich denken würde. Es wäre schlimm, sollte ihm etwas passieren. Natürlich für die Expedition. Persönliches durfte sich beruflich nicht vermischen und gerade jetzt brauchte sie all ihre Konzentration. Gleichwohl die Anspannung sie gefangen hielt.
Abermals prüfte Cadman die abgeworfene Einsatzkleidung. Ein feuerfestes Outfit. Robust. Reißfest. Teilweise mit Kevlar Einlagen versehen. Dazu ein Helm mit Visier. Ausreichend für kleinere Detonationen. Unwahrscheinlich, dass er helfen würde, sollte das Ding nur wenige Meter vor ihr hochgehen. Sie war bei der Analyse im Kontrollraum gewesen, bevor Watson gefunden wurde. Sie konnte sich ausmalen, wie weit sie weg sein musste, um damit eine Chance zu haben. Doch jeglicher Schutz war besser als keine. Es war wie bei einem Einsatz von Erste Hilfe. Es war besser, etwas zu tun, als nichts zu tun.
Dann der erlösende Funkspruch in ihrem Ohr. Die Marine atmete tief aus, während sich ihre Handinnenfläche über den Türöffner schob. Surrend schob sich die Metalltür zu beiden Seiten auf und machte den Gang dahinter zugänglich. „Verstanden, Colonel. Bin unterwegs“, gab sie kurz angebunden zurück. Mehr Worte brauchte es auch nicht, als sie anfing, sich der Krankenstation zu nähern. Jetzt musste einfach noch ein wenig Zeit mit ihnen sein. Nicht viel. Nur so viel, dass es genügte, den Tumor zu verstauen. Hoffentlich hatten sie noch so viel Zeit.